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De Binnenvaartkrant 14

De Binnenvaartkrant 14 22 oktober 2013 EUROPORT 2013 connecting the maritime world 5-8 november Ahoy Rotterdam Binnenschifffahrtsforum diskutiert über Wege aus der Krise Sinkende Frachtraten und hohe Betriebs- und Personalkosten belasten das Gewerbe. Dazu kommen Nachwuchsprobleme und Überkapazitäten beim Schiffsraum. Welcher Weg führt die Binnenschifffahrt aus der Krise? Darüber diskutierten Branchenvertreter Anfang Oktober beim Binnenschifffahrtsforum in Duisburg. „Alle leiden unter der europäischen Binnenschifffahrtkrise“, so BDB- Vizepräsident und MSG-Vorstand Martin Staats. „Verlader halten uns mangelnde Zuverlässigkeit vor. Bei vielen Unternehmen reichen die Erlöse längst nicht mehr aus, um Investitionen vorzunehmen. Man kann nur an das Verantwortungsbewusstsein der Akteure appellieren, nicht jeden sinnlosen Preis mitzutragen.“ Einigungsbedarf In den Niederlanden ist die Flotte – befeuert durch Staatsfinanzierung und das expansive Verhalten der Banken – in den letzten Jahren stark gewachsen. Die so entstandene Überkapazität wird das Gewerbe noch jahrelang begleiten. Staats rief die Verbände auf gemeinsam nach Lösungen zu suchen. „Machen wir uns nichts vor; weder die See- noch die Binnenschifffahrt werden von den nationalen Regierungen Geld bekommen um Kapazität abzuwracken.” „Dies ist ein europäisches Problem. Ich sehe Möglichkeiten, dass sich die europäischen Verbände einigen.“ Kleine Schiffe, obwohl sie ge braucht werden, sind heute kaum noch wirtschaftlich zu betreiben. Es ist zu befürchten dass sie sukzessive vom Markt verschwinden werden. Auch was die Transportmengen anbelangt, gibt es Grund zur Sorge: Die Energiewende hat nicht zum erwartenden Anstieg der Importkohle geführt; die Mengen der Mineralölprodukte sind rückläufig. Ein weiteres Problem ist der fehlende Nachwuchs, und zwar in allen Bereichen. Schiffsjungen brechen ihre Ausbildung oft frühzeitig ab, obwohl die Verdienstmöglichkeiten in der Binnenschifffahrt besser sind als in vielen anderen Branchen. Personalwerbekampagnen wie „Be your own captain“ allein werden das Problem nicht lösen, meint Axel Götze-Rohen, Geschäftsführer des Internet-Marktplatzes Bargelink. „Wir müssen uns nach draußen bewegen, in die Schulen gehen.“ Flagge zeigen Tankschifffahrtsreeder Volker Müßig beschwerte sich über die zweitklassige Behandlung von Binnenschiffen in deutschen Seehäfen. „Wir fühlen uns oft schlecht verstanden. Politische Lippenbekenntnisse helfen wenig. Vielleicht sollten wir uns mit breiterer Brust aufstellen.“ Für etwas mehr „Flagge zeigen“ warb auch Götze-Rohen. Die Binnenschifffahrt sei in Deutschland viel zu unbekannt. „In Holland ist Binnenschifffahrt in der Gesellschaft verankert. Hierzulande sind Schiffe eine Dekoration auf den Podiumsdiskussion in Duisburg, organisiert von den Zeitschriften Binnenschifffahrt, Schifffahrt und Technik und Schuttevaer. (Foto Sarah De Preter) Flüssen. Das wird in der Politik genauso gesehen.“ Beispiel WSV-Streik, durch den die Binnenschifffahrt in diesem Sommer neun Wochen ausgebremst wurde. Götze-Rohen hat eine starke Gegenbewegung vermisst: „Ein Verkehrsminister der die Situation so eskalieren lässt, ist fehl am Platz. Wir selber tun aber auch zu wenig. Reedereien, Häfen, Befrachter – ich habe sie nicht gehört.“ Duisport-Vorstand Markus Bangen ergänzte dass auch große Verlader sich kaum gerührt hätten. „Wir haben eindeutig ein Vernetzungsproblem“. Kräfte bündeln? Ein gemeinsamer Verbund von Binnenschifffahrt und Binnenhäfen könnte vielleicht die Durchschlagkraft verstärken. Bis das umsetzbar ist, wird aber laut Staats noch viel Zeit vergehen, denn die Interessen von Binnenhäfen und Binnenschifffahrt seien nicht immer die gleichen. Staats bedauert dass sich in den Niederlanden die partikulieren Binnenschiffer vom CBRB abgewandt haben. „Das Zerfleddern der Verbandslandschaft ist nicht gut.“ Maasvlakte Im Rotterdamer Hafen stellt man sich schon auf die Zeit nach der Krise ein. Ellen Naaykens vom Rotterdamer Hafenbetrieb erläuterte wie der Seehafen die Gütermengen der Zukunft bewältigen will. Ein Großteil der Container die in Zukunft auf der zweiten Maasvlakte umgeschlagen werden, sollen per Binnenschiff ins Hinterland befördert werden. Der Hafenbetrieb hat darüber vertragliche Absprachen mit den Terminaloperatoren gemacht. Auch die Binnenhäfen bereiten sich laut Markus Bangen auf steigende Mengen vor. Der Duisburger Hafen werde in den nächsten Jahren die Terminalkapazitäten weiter ausbauen und die Effizienz steigern. Jedoch erwartet Duisport laut Bangen trotz zweiter Maasvlakte kurzfristig keinen Mega-Volllauf. „Erst einmal schaffen wir damit Überkapazität.“ Bangen räumte mit dem Missverständnis auf dass viele Binnenhäfen die Eisenbahn bevorzugen würden. „Nicht die Häfen entscheiden ob Güter per Binnenschiff oder Bahn gehen, sondern die Verlader.“ Binnenhäfen und Binnenschifffahrt sollten gemeinsam Logistikkonzepte erarbeiten die für den Verlader interessant sind, meinte Bangen. Auch Chancen Bei allen Problemen sahen die Diskussionsteilnehmer auch Chancen für die Binnenschifffahrt. Sie ist ein „kompetenter Verkehrsträger“, wie Martin Staats betonte. “Wir müssen nur etwas mehr Spediteur werden und weniger Carrier.“ Wachstum verzeichnen die Agrargüter, Biomasse, Schwergut, Container und Projektladung. Die Binnenschifffahrt kann vom sich verteuernden LKW-Transport profitieren. Bei der Vermarktung des Verkehrsträgers ist jedoch noch viel Luft nach oben. Götze-Rohen freut sich dass sich die Binnenschifffahrt immer besser in Logistikketten einbindet. „Dort wo die Binnenschifffahrt Teil der Logistikkette ist, geht es gut“, bestätigte auch Bangen. Krise: EU-Kommission will Klarheit schaffen Dimitrios Theologitis, Referatsleiter für Häfen und Binnenschifffahrt bei der EU-Kommission, ruft das Binnenschiff fahrts gewerbe auf sich über europäische Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise zu einigen. „Als EU-Kommission möchten wir die Binnenschifffahrt unterstützen“, sagte er beim Binnenschifffahrtsforum in Duisburg. „Vieles hängt aber davon ab, welche Anträge die Mitgliedstaaten einreichen. Diese schauen momentan etwas ratlos zu, weil die internationalen Binnenschiffsverbände sich nicht einigen können.“ Dimitrios Theologitis beim Binnenschifffahrtsforum im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg. (Foto Sarah De Preter) Qualitätssiegel Die EU-Kommission will sich laut Theologitis bemühen, etwas Klarheit zu schaffen. Deshalb sollen ESO und EBU demnächst wieder zum Gespräch eingeladen werden. Theologitis unterstrich in seinem Referat die Bedeutung der Binnenschifffahrt für die EU-Kommission. Binnenschifffahrt müsse „ein Siegel für die Qualität des Transportwesens“ werden. Über das zweite europäische Binnenschiffsprogramm NAIADES möchte die EU- Kommission Innovationen in der Binnenschifffahrt fördern sowie die Umweltleistung der Binnenschifffahrt verbessern. Etwa soll die Änderung der Verordnung über den Reservefonds dazu beitragen dass dieser Fonds künftig auch zur Steigerung der Umweltqualität eingesetzt werden kann. Darüber hinaus will die Kommission den Berufseinstieg erleichtern. Theologitis: „Wir werden mit einem neuen Ausbildungskonzept für alle Ebenen der Besatzung aufkommen, das auf allen Wasserstraßen anerkannt werden soll.“ Aufräumen Was die Infrastruktur anbelangt, so hat die EU-Kommission alle Wasserstraßen ab Klasse IV ins Kernnetz der Transeuropäischen Verkehrswege (TEN) aufgenommen. Mitgliedstaaten müssen diese Kerninfrastruktur ausbauen. Dabei kann die EU-Kommission bis zu 40% der Baukosten mittragen. Aufräumen möchte die EU-Kommission im institutionellen Bereich der Binnenschifffahrt. Im Moment beschäftigen sich zu viele Organisationen mit denselben Themen, während alle Behörden gleichzeitig nach Experten suchen. „Von einer Vereinfachung erhoffen wir uns viel“, so Theologitis. Schiffslinie Wustermark- Hamburg Die HavelPort Berlin (HPB) hat eine neue Binnenschiffslinie zwischen dem Binnenhafen Wustermark und Hamburg gestartet. Der neue Dienst sieht vorerst einen Anlauf pro Woche und Hafen vor. Transportiert werden alle Güterarten, von Containern bis hin zu Schwergutladung. Die HPB, bestehend aus der Elbe- Port Wittenberge und dem Schwertransportlogistiker Colossus, betreibt seit Juni den Hafen Wustermark, der unter dem vorigen Betreiber fast zum Erliegen gekommen war. Die Geschäfte entwickeln sich nach Unternehmensangaben positiv. Für 2014 ist der Bau einer Schwerguthalle geplant. Zudem soll der Hafen einen direkten Gleisanschluss erhalten.

De Binnenvaartkrant 15 22 oktober 2013 Deutschland bekommt wieder eine Binnenschifffahrtsmesse Gut zehn Jahre nachdem in Deutschland die letzte Binnenschifffahrtsmesse stattfand, knüpft die Messe Kalkar an diese Tradition an. Am 30. September und 1. Oktober 2014 wird in Kalkar die erste Shipping, Technics, Logistics präsentiert. Im Wunderland Kalkar, dem Freizeitzentrum das auf dem Gelände des nie ans Netz gegangenen Atomkraftwerks ‘Schneller Brüter’ errichtet wurde, finden regelmäßig grenzüberschreitende Fachmessen statt. Für deutsche, niederländische und belgische Unternehmen sind sie ein Türöffner für den Markt im Nachbarland. „Die Idee für eine Binnenschifffahrtsmesse entstand vor einem Jahr“, erzählt Projektmanager Leon Westerhof. „Aus einer Marktuntersuchung sowie Gesprächen mit Menschen aus der Branche ging hervor dass es ein Bedürfnis für eine Fachmesse in Deutschland gibt. Früher konnte man zur Binnenschifffahrtsmesse nach Duisburg, doch die gibt es seit Jahren nicht mehr. Es wurde enthusiastisch auf unsere Idee reagiert. Das hat uns motiviert!“ All-in-Service Kalkar liegt am Rhein, nur einen Steinwurf von der niederländischen Grenze und gerademal 70 Kilometer von Duisburg entfernt. Ein toller Ort für eine grenzüberschreitende Binnenschifffahrtsmesse. Auf dem Wunderland-Gelände befinden sich sechs Leon Westerhof in der Schiffsbar, in der sich die Aussteller und ihre Gäste abends gemütlich zusammensetzen können. (Foto: Sarah De Preter) Hotels mit insgesamt 1.000 Betten, Restaurants und Tagungsräumen. Es gibt zwei Messehallen mit einer Gesamtfläche von insgesamt 9.000 m²: Die schon länger bestehende Hanse- Halle Grieth für 80 bis 120 Austeller sowie die vor Kurzem fertiggestellte, etwa 6.000 m² große, HanseHalle Kalkar nach neuesten technischen Standards. Mit ihrem ‘All-Inclusive- Konzept’ entlasten die Organisatoren die Aussteller nahezu komplett, damit sich diese ausschließlich auf ihre Geschäftsanliegen konzentrieren können. Der Stand (15 m²) wird vollständig aufgebaut, für Speisen und Getränke wird gesorgt. Darüber hinaus können Aussteller zu einem reduzierten Tarif ein All-in-Hotelarrangement auf dem Messegelände buchen. „Wir richten uns auf die gesamte maritime Branche aus“, so Westerhof. „Güterschifffahrt, Bagger-, Metall- und Elektroindustrie, Personenschifffahrt, Installationstechnik und mehr. Das Angebot ist vielfältig.“ Damit sie ein Fachpublikum erreichen, können die Aussteller über den Einladungsservice vom Messeteam ihre Gäste einladen lassen. Der Zugang zur Messe sowie die Parkplätze sind kostenfrei. Die Messetage dauern jeweils von 13 bis 21 Uhr. Laut Westerhof sind viele Kontaktmomente für Aussteller eingeplant. Abends können sich diese an einem gemütlichen Messe-Umtrunk beteiligen. Das Wunderland Kalkar hat viele Bars, von denen einige speziell für die Messeteilnehmer und ihre Gäste zur Verfügung gestellt werden. Auch der Rhein soll in die Shipping, Technics, Logistics mit eingebunden werden. Das Messeteam will versuchen am Messegelände einige Spezialschiffe vor Anker gehen zu lassen. Rahmenprogramm Am Rahmenprogramm wird laut dem Projektmanager bereits intensiv gearbeitet. Verschiedene Gastsprecher werden (technische) Innovationen präsentieren. „Darüber hinaus wollen wir uns mit dem Thema Ausbildung und Berufszugang für junge Menschen auseinandersetzen. Wir sind diesbezüglich bereits im Gespräch mit deutschen und niederländischen Binnenschifffahrtsschulen.” Noch ein Jahr – dann soll es losgehen. Das Messeteam ist zuversichtlich. Von der momentanen Wirtschaftskrise lassen sich Leon Westerhof und seine Kollegen nicht abschrecken.“Heißt es nicht: man kann nur im Gegenwind aufsteigen? Selbstverständlich ist jede neue Messe eine Investition. Meist verdient man in den ersten Jahren nichts daran. Dieses Risiko wollen wir aber eingehen. Obwohl die Werbetrommel noch nicht allzu kräftig gerührt wurde, haben sich bereits die ersten Unternehmen angemeldet!“ Informationen auf www.messekalkar.de Voortstuwingssystemen en Boegschroeven Manoeuvring equipment Verhaar Omega heeft ervaring in het ontwerpen, engineering en fabricage van diverse boegschroefsystemen. De afgelopen 40 jaar zijn er meer dan 4000 eenheden geïnstalleerd op binnenvaart- en zeeschepen over de hele wereld. Voortstuwingssystemen Sinds kort levert Verhaar ook elektrische voortstuwing door middel van de V-Pod. Een 360° Pod aandrijving met ingebouwde elektromotor. De V-Pod is voorlopig verkrijgbaar met een vermogen tot 1,3 MW Verhaar Omega, T: + 31 71 517 26 31, info@verhaar.com, www.verhaar.com

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