Views
2 years ago

2012-23

  • Text
  • Binnenvaartkrant
  • November
  • Onze
  • Binnenvaart
  • Drechtsteden
  • Nieuwe
  • Jaar
  • Rotterdam
  • Maritieme
  • Schepen

De Binnenvaartkrant 42 6

De Binnenvaartkrant 42 6 november 2012

De Binnenvaartkrant 43 6 november 2012 DE BINNENVAARTKRANT REDAKTION SARAH DE PRETER | MOBIL +31 (0)6 22 70 18 93 | E-MAIL DPTEKST@GMAIL.COM VBW-Thementag über Automotive-Transporte Volkswagen will mehr mit der Binnenschifffahrt tun Der Verein für Europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen (VBW) will in Zukunft mit regelmäßigen Thementagen neuen Verkehren Appetit auf die Binnenschifffahrt machen. Der erste Thementag am 19. Oktober stand im Zeichen von Automotive- und Projektladungstransporten. „Wir haben den Blick nach Morgen im Auge“, sagte der Vizepräsident der WSD West, Michael Heinz, der in seiner Begrüßung auf den erwarteten Anstieg des Güterumschlags in den Seehäfen hinwies. Dabei werden stets mehr Güter in Containern verfrachtet. Außer Containerverkehren werden laut Heinz in den nächsten Jahrzenten vor allem der Import von Kohle, der Transport chemischer Spezialprodukte sowie Energieprodukte wachsen. „Im Hinterland der Seehäfen wird die Logistik immer moderner und leistungsstärker. Davon kann die Binnenschifffahrt profitieren.“ Heinz-Josef Joeris ist VBW- Präsident Jens Mösli, Leiter Fahrzeugversand bei Volkswagen Logistics in Wolfsburg. (Foto Sarah De Preter) Logistikzentrum Wolfsburg Wichtig ist jedoch, dass sich die Binnenschifffahrt neben den klassischen Güterarten auch neue Märkte erschließt. Perspektiven eröffnen sich unter anderem im RoRo-Bereich. So will der Volkswagen-Konzern Binnenschiffe in Zukunft stärker in seine Logistikketten einbinden. Volkswagen hat im letzten Jahr acht Millionen Fahrzeuge gebaut und will dieses Ergebnis 2012 übersteigen. „Bis 2018 wollen wir jährlich mehr als zehn Millionen Fahrzeuge produzieren und ausliefern“, sagte Jens Mösli, Leiter Fahrzeugversand bei Volkswagen Logistics in Wolfsburg. „Unsere Fahrzeuge müssen genau dann ankommen, wenn der Kunde sie benotigt. Wir wollen schnell ausliefern, ohne Transportschäden und zu akzeptablen Kosten. In diesem Spannungsfeld befinden wir uns. Darüber hinaus stellen wir uns als Ziel, die CO 2 -Emmissionen zu reduzieren, auch in unserer Logistikkette.“ Volkswagen hatte in den letzten Jahren nur wenig mit der Binnenschifffahrt zu tun. Der Konzern setzt für den Transport von Fahrzeugen und Material hauptsächlich den LKW und die Bahn ein. Die Binnenschifffahrt hat im Materialbereich einen geringen Anteil von 2%. Bei den Neuwägen ist dies sogar weniger als 1%. „Wir sind auf einem guten Weg den Schienentransport auszubauen“, so Mösli. „Unser Ziel ist es aber auch, das Binnenschiff stärker zu benutzen.“ 2009 startete Volkswagen mit der Entwicklung eines multimodalen Logistikzentrums in Wolfsburg-Fallersleben. Von dort aus werden künftig neue und gebrauchte Fahrzeuge aus allen europäischen Produktionsstandorten weiter an lokale Händler verteilt. VW hat in Wolfsburg auch einen Verpackungsstandort, von dem aus Material in Containern zu den Seehäfen und weiter an die Überseekunden befördert wird. Im neuen Logistikstandort Wolfsburg kommen Schiene, Straße und Wasserstraße zusammen. Die GVZ Entwicklungsgesellschaft Wolfsburg ist im Moment dabei, ein 290 Meter langes Hafenbecken mit zwei Liegeplätzen für Binnenschiffe sowie 20.000 Quadratmeter Stellfläche für Container zu bauen. Mittellandkanal Volkwagen will am neuen Terminal rund 20.000 Container im Jahr umschlagen für Hamburg und Bremerhaven. Der Konzern arbeitet darüber hinaus an einem Konzept, um ab Wolfsburg Binnenschiffe einzusetzen für den Fahrzeugtransport nach Emden. Heute werden die Fahrzeuge per LKW und Bahn direkt aus dem Werk Wolfsburg nach Emden befördert. Der Transport dauert zwei Tage per Bahn und nur einen Tag über die Straße. Ein Binnenschiff würde sechs Tage brauchen, um von Wolfsburg nach Emden zu kommen und müsste dabei mehrere Schleusen überwinden. Der Volkswagenkonzern hat dennoch eine technische Machbarkeitsstudie gemacht, wie man die Binnenschifffahrt einsetzen könnte. Es wurden verschiedene Optionen untersucht, worunter ein Binnenschiff mit Regalsystem und automatischem Förderband, ein neues Schubverbandsystem und ein Multi Purpose Schiff. „In Zukunft könnten wir vielleicht auch Binnenschiffe mit Fahrzeugen und Coils zwischen Wolfsburg und Duisburg fahren lassen. Das ist aber noch Zukunftsmusik.“ Gute Infrastruktur ist laut Mösli eine wichtige Voraussetzung, damit Konzerne wie Volkswagen die Binnenschifffahrt in ihre Logistikketten integrieren können. In Scharnebeck lag das Hebewerk im letzten Jahr rund dreißig Male wegen technischer Störungen still und können außerdem nur Schiffe bis hundert Meter Länge geschleust werden. Die Brücken am Mittellandkanal sind zu niedrig für den dreilagigen Containertransport. „Solche Faktoren beeinflussen unsere Entscheidungen über den Einsatz der Binnenschifffahrt.“ Einen Nachteil stellen laut Mösli ebenfalls die hohen Umschlagskosten dar. „Was die Transportpreise angeht, kann sich die Binnenschifffahrt heute messen mit der Bahn und dem LKW. Das Problem ist aber, dass wir zusätzliche Handling haben. Das macht die Binnenschifffahrt im Gesamtprozess zwischen 20 und 30% teurer als LKW und Bahn. Es wäre hilfreich wenn der Bund und die Länder den Umschlag aufs Binnenschiff, nicht nur von Containern, fördern würden.“ Lesen Sie in der nächsten Ausgabe einen Beitrag über die Fahrzeugtransporte der BLG Logistics. Kick-Off für CO-WANDA Kräftebündelung am Oberrhein Neun Binnenhäfen am Oberrhein wollen in Zukunft gemeinsam ihre Leistungsfähigkeit steigern und eine multimodale Infrastruktur für den Güterverkehr zur Verfügung stellen. Es handelt sich um die Häfen Straßburg, Kehl, Colmar, Mannheim, Ludwigshafen, Karlsruhe und Rhein- Ports Basel-Mulhouse-Weil. Das vom Straßburger Hafen koordinierte Projekt hat vor wenigen Wochen begonnen und wird Ende 2014 abgeschlossen sein. In einem ersten Schritt sollen die Stärken und Schwächen der jeweiligen Häfen herausgearbeitet werden. Anschließend wollen die Häfen Kooperationsmöglichkeiten und die dafür notwendigen Investitionen bestimmen. Nach Projektabschluss soll dann eine langfristige Organisationsform für gemeinsame Abstimmungs- und Steuerungsprozesse entwickelt werden. Eine derartige Kooperation zwischen Binnenhäfen aus drei Ländern ist eine Premiere in Europa. Die EU- Kommission unterstützt die Initiative. In der Oberrhein-Region wird ein Fünftel des Schüttgut- und ein Drittel des Containerverkehrs auf dem Rhein abgewickelt. 25 Jahren Saar Vor genau 25 Jahren wurde auf der Saar die erste für Großmotorgüterschiffe ausgebaute Teilstrecke von der Moselmündung bis zum Hafen Saarlouis-Dillingen eröffnet. 1999 folgte die Freigabe bis Saarbrücken. Anlässlich eines Festaktes beim WSA Saarbrücken forderte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, dass auch in Zukunft durch entsprechenden Sachverstand vor Ort die Saar als leistungsfähige Wasserstraße erhalten bleibt. „Unser Land und bedeutende Teile seiner Industrie sind eng mit der Saar verbunden“, unterstrich die Ministerpräsidentin. Das Güteraufkommen auf der Saar hat sich seit 1988 verdoppelt von 2,1 auf 4,2 Millionen Tonnen. Damals wie heute prägt die Stahlindustrie das Güteraufkommen auf der Saar. RheinCargo Hans van der Werf (links) und Heinz-Josef Joeris. (Foto VBW) Die Mitgliederversammlung des VBW hat Heinz-Josef Joeris, Präsidenten der WSD-Südwest, einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Joeris folgt auf Hans van der Werf, der nach seiner Ernennung zum Generalsekretär der ZKR aus allen Ehrenämtern ausscheidet. Wiedergewählt wurden die Vizepräsidenten Professor Christoph Heinzelmann (BAW) sowie Martin Staats (MSG). Mit der Karlsruher Hafendirektorin Patricia Erb-Korn zieht erstmalig eine Frau in das VBW-Präsidium ein. Als weiteres Präsidiumsmitglied wurde Martin van Dijk gewählt, Vorsitzender der Internationalen Abteilung der niederländischen Vereinigung Koninklijke Schuttevaer. In Wien ist CO-WANDA an den Start gegangen, der Nachfolger des Schiffsabfallwirtschaftsprogrammes WANDA. Das erste Programm zum „WAste Management for Inland NAvigation on the DAnube„ war im März beendet worden. Der Nachfolger hat eine Laufzeit von zwei Jahren und umfasst drei Kernaktivitäten. Ein Hauptziel ist es die Schiffsabfallwirtschaft technisch weiterzuentwickeln und zu verbessern. Es sind Pilotaktivitäten vorgesehen bei denen die teilnehmenden Schiffer Vignetten erhalten für die kostenlose Abgabe von öl- und fetthaltigen Abfällen. Außerdem soll RIS auf der Donau durch Software-Anwendungen für das Management von Schiffabfällen erweitert werden. Der österreichische Wasserstraßenverwalter via donau übernimmt die Koordination des Projektes, an dem sich außer Österreich neun weitere Donauländer beteiligen. Sie wollen ein internationales Abkommen entwickeln, um die Schiffsabfallwirtschaft im Donauraum zu harmonisieren und so eine internationale Infrastrukturnutzung möglich zu machen. Für das Projekt stehen 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Der Aufsichtsrat der RheinCargo hat Rainer Pennekamp zu seinem Vorsitzenden gewählt. Michael Zimmermann ist sein Stellvertreter. Gut sechs Wochen nach dem Start des Gemeinschaftsunternehmens der Häfen Neuss/Düsseldorf und Köln kam der Aufsichtsrat Mitte Oktober erstmals zusammen. Rainer Pennekamp ist zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Neuss Düsseldorfer Häfen. Michael Zimmermann sitzt dem Aufsichtsrat der Häfen und Güterverkehr Köln AG vor.

De Binnenvaartkrant