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De Binnenvaartkrant 20 9

De Binnenvaartkrant 20 9 oktober 2012

De Binnenvaartkrant 21 9 oktober 2012 DE BINNENVAARTKRANT REDAKTION SARAH DE PRETER | MOBIL +31 (0)6 22 70 18 93 | E-MAIL SJMDEPRETER@GMAIL.COM Kooperation an der Donau Niederösterreich und Bulgarien wollen bei der Weiterentwicklung des Donauraums künftig enger kooperieren. Darauf einigten sich der niederösterreichische Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und der bulgarische Staatspräsident Rosen Plevneliev bei einem Wirtschaftstreffen. Dynamisch Dr. Pröll lobte die „dynamische Wirtschaftsentwicklung“ Bulgariens, von der auch die niederösterreichischen Unternehmen profitierten. Niederösterreich führt derzeit den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft der Donauländer. Im kommenden Jahr findet eine Hafenkonferenz statt, bei der Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Schwarzmeerhäfen und den Donauhäfen ausgelotet werden sollen. Trübe Aussichten für Tankschiffer: Noch nie zuvor steckte die Tankschifffahrt so tief in der Krise. Der Markt verfügt nach Einschätzung von Tankreeder Dr. Gunther Jaegers über ein Drittel Binnenhäfen wählen neues Präsidium Der Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BöB) hat auf seiner Jahrestagung in Straubing ein neues Präsidium gewählt. Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig Rainer Schäfer zum Verbandspräsidenten. Im neuen Vorstand folgt Franz Josef Reindl (Hafen Ludwigshafen) auf Detlef Bütow, den langjährigen Geschäftsführer der Sächsischen Häfen an der Oberelbe. Bütow geht Ende des Monats in den Ruhestand. Die anderen Präsidiumsmitglieder sind Roland Hörner (Hafen Mannheim), Jens Hohls (Hafen Braunschweig) und Joachim Zimmermann (Bayernhafen). Der niederösterreichische Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll (rechts) und der bulgarische Staatspräsident Rosen Plevneliev. (Foto NÖ) Dabei wird die Frage zentral stehen, in welchen Bereichen die Donau besser ausgebaut werden muss, um mehr Kapazität als derzeit benötigt wird. Während die Eigner von häufig bereits abbezahlten Einhüllentankern gerade über die Runden kommen, Das neue Präsidium hat sich für die kommenden vier Jahre unter anderem zum Ziel gesteckt, Verbrauchern mit Praxisbeispielen aufzuzeigen, dass ihre tägliche Ver- und Entsorgung eng mit der Binnenschifffahrt verknüpft ist. Zu den weiteren Schwerpunkten gehören die Infrastrukturfinanzierung und Aufgaben im Bereich Hafen- und Stadtentwicklung. Außerdem will der BöB die bestehenden Partnerschaften mit anderen Wasserstraßen-Verbänden und Häfen intensivieren und die Kontakte in Politik und Wirtschaft weiterentwickeln. (Foto BöB) sie intensiver als Transportweg nutzen zu können. „Wir wollen den Verkehr auf der lassen sich Doppelhüllentanker laut Jaegers nicht wirtschaftlich betreiben. Die Frachtraten sind zu niedrig, die Treibstoffkosten zu hoch. „Die Unternehmer die in diesen modernen Schiffsraum investiert haben, leben von der Substanz und haben zum Teil gewaltige Probleme ihren Kapitaldienst zu leisten“, erklärte Jaegers bei der diesjährigen Tankreederversammlung in Duisburg. Boom-Zeiten In den letzen Jahren wurden – hauptsächlich in den Niederlanden – viele neue Doppelhüllentanker gebaut. Es sind aber nur wenige Einhüllentanker aus dem Markt verschwunden. Jaeger warnte bereits 2006 vor der drohenden Überkapazität und schlug damals vor, mit Geldern aus dem europäischen Reservefonds alten Schiffsraum aus dem Markt zu entfernen. „Leider ist dies seinerzeit am Widerstand niederländischer Vertreter gescheitert, die vornehmlich die Interessen der bereits bestehenden Doppelhüllenschiffe im Visier hatten.“ Heute kommt es nach Angaben von Jaegers auch beim Doppelhüllenschiffsraum zu einem dramatischen Werteverfall. „Ein 110-Meter-Schiff das in Boom-Zeiten für über sechs Millionen Euro angeschafft wurde, kann heute für weniger als vier Millionen Euro erworben werden.“ Ab Anfang 2019 dürfen sämtliche Gefahrgutprodukte nur noch in Donau verdoppeln“, so Pröll und Plevneliev. Ein Drittel mehr Tanker als nötig Doppelhüllen transportiert werden. Ob der Markt bis dahin über ausreichenden Doppelhüllenschiffsraum verfügt, lässt sich laut Jaegers derzeit nicht prognostizieren. Die Zahl der Tankschifffahrtsunternehmer dürfte bis 2019 deutlich abgenommen haben. “Rund 80 Prozent der Flotte befindet sich in der Hand von Partikulieren. Hier sind Insolvenzen wohl unvermeidbar.“ Jugend steigt aus „Die Preisschlacht läuft nun bereits seit zwei Jahren und wird immer schlimmer“, sagt auch Karel Verberght, selbständiger Tankschiffer und Tankschifffahrtsvertreter der Europäischen Schifferorganisation (ESO). „Es werden Frachtraten wie in den achtziger Jahren bezahlt. Dabei fahren die Doppelhüllenschiffe oft noch billiger als Einhüllentanker.“ Verberght erwartet dass alle Tanker bis 2019 unter Kostpreis fahren werden. „Immer mehr junge Tankschifffahrtsunternehmer verlassen derzeit den Markt. Hätte es begleitende Maßnahmen gegeben, dann hätten auch sie von der Verschiebung in Richtung Doppelhüllentanker mit profitieren können. Jetzt wechseln sie entweder zur Trockengutschifffahrt oder sie verlassen einfach das Gewerbe.“ Elbe gehört in die A-Klasse Die Bundesregierung muss die Elbe entsprechend ihrer vorgesehenen Einordnung in das Kernnetz der europäischen TEN-T-Leitlinien auch in die Netzkategorie A der neuen Wasserstraßenkategorisierung einordnen. So lautet die Forderung des Elbstromvereins anlässlich des Elbschifffahrtstag 2012 in Dessau. In der „Dessauer Erklärung“ wird darauf hingewiesen, dass stabile Schifffahrtsverhältnisse auf der Elbe nicht nur für den Güterverkehr, sondern auch für den Hochwasserschutz enorm wichtig sind. Laut Peter Plewa kann das künftige Verkehrsaufkommen mit dem aktuellen Modal-Split kaum bewältigt werden. „Die Zukunft gehört kombinierten Verkehren, die das Binnenschiff einbinden und die freien Kapazitäten der Elbe und deren Seitenflüsse als Verbindung nutzen zwischen dem Hamburger Hafen und den wachsenden Märkten Zentral- und Osteuropas“, so der Vorsitzende des Elbstromvereins. Daimler exklusiv Im Hafen Wörth ist die dritte Ausbaustufe eines neuen Umschlagszentrums in Betrieb genommen worden. Das Zentrum wird für 10,4 Millionen Euro in mehreren Ausbaustufen errichtet und exklusiv von der Daimler AG genutzt. Daimler mietet es langfristig an für den weltweiten Versand und Empfang von Lkw-Teilen. Der rheinland-pfälzische Staatssekretär Jürgen Häfner freut sich über das Projekt, das den Hafen stärke und neue Arbeitsplätze schaffe. Er unterstrich bei der Einweihung die Vorteile des Standortes. „Die Lage des Wörther Hafens an Europas wichtigstem Binnenschifffahrtsweg und an den Nord-Süd-Fernstrecken der Bahn bietet hervorragende Rahmenbedingungen“, so Häfner. Das Land habe in den vergangenen Jahren über den Landesbetrieb ‘Landeseigene Anlagen an Wasserstraßen‘ rund 18 Millionen Euro für Investitionen in Wörth mobilisiert. Hafen Bamberg wurde fünfzig Mit einem bunten Fest haben mehr als 20.000 Menschen den fünfzigsten Geburtstag des Bamberger Hafens gefeiert. Unter dem Motto ‘Hafen live erleben‘ konnten Besucher bei verschiedenen Betrieben einen Blick hinter die Kulissen werfen, die Schleuse besichtigen oder sich umschauen an Bord einiger Schiffe. Der Bamberger Hafen wurde am 25. September 1962 eröffnet, zwei Jahre nach dem Start der Bauarbeiten des Main-Donau- Kanals.

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