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De Binnenvaartkrant 16

De Binnenvaartkrant 16 17 juli 2012 Wij feliciteren Combi Scheepvaart B.V. van harte met het ms Gesina Maria. DAMEN MARINE COMPONENTS v a a r t ! b e h o u d e n e e n

De Binnenvaartkrant 17 17 juli 2012 DE BINNENVAARTKRANT REDAKTION SARAH DE PRETER | MOBIL +31 (0)6 22 70 18 93 Wasserstraßenpläne weiterhin mit Mankos Sie könnten schwere Folgen für die deutsche Wirtschaft haben und bereits getätigte Investitionen wertlos machen – so die Kritik an den überarbeiteten Wasserstraßenplänen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Wirtschaft und Schifffahrt befürchten, dass ein Teil der Wasserstraßen an Bedeutung verlieren wird. Der BDB fordert vom Bund die Vorlage eines Netzzustandsberichtes der Flüsse und Kanäle. Das überarbeitete Konzept zum Erhalt und Ausbau der Bundeswasserstraßen ist Bestandteil des fünften Berichtes zur WSV-Reform, den Ramsauer dem Bundestag am 22. Juni vorlegte. Bekannterweise will die Bundesregierung künftig nur Wasserstraßen mit einer hohen Transportfunktion weiter ausbauen: Rhein, westdeutsches Kanalsystem, Mosel, Main, Main- Donau-Kanal, Elbe-Seitenkanal und Mittellandkanal bis Magdeburg. Dagegen soll – so sehen es auch die neuesten Pläne vor - auf weiten Teilen des ostdeutschen Wasserstraßennetzes grundsätzlich nur der Bestand erhalten werden. Eine Kategorisierung der Donau, der Elbe und des Saale-Seitenkanals hat Kritisiert wird ebenfalls die angestrebte Neustrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Von 53 Organisationseinheiten sollen in Zukunft nur noch 35 bleiben. Die Neuorganisation sieht eine Zentralbehörde in Bonn vor, die ab Anfang 2013 die Aufgaben der bundesweit bisher sieben Wasserschutzdirektionen übernehmen soll. Unter anderem der Wirtschaftverband Weser lehnt dies ab: „Eine Zentralbehörde in Bonn – weit ab von der Küste – wäre genauso abwegig wie eine Zentralbehörde für den Schutz der Küste gegen Sturmfluten und Hochwasser mit Sitz in Bayern.“ Uwe Beckmeyer, maritimer Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion, warnt vor der massiven Erweiterung der Auf der Havel-Oder-Wasserstraße werde ohne die notwendigen Brückenerhöhungen weiterhin kein zweilagiger Containertransport stattfinden können. (foto Botaurus / Wikimedia) das Bundesverkehrsministerium wegen laufender Gutachten noch nicht vorgenommen. In den Sand gesetzt Im Osten der Republik ist die Empörung groß. Die Industrie- und Handelskammern in Berlin-Brandenburg beklagen die Entwertung bereits getätigter Investitionen. So werde die bisherige Ertüchtigung der Spree-Oder-Wasserstraße ohne die Verlängerung der Schleuse Fürstenwalde/Spree ohne Wirkung bleiben. Auf der Havel-Oder- Wasserstraße werde ohne die notwendigen Brückenerhöhungen Verwaltungsreform unter Feuer Vergabetätigkeit durch die WSV. Minister Ramsauer bringe damit einen ganzen Verkehrsbereich in gefährliches Gewässer. „Am Ende droht eine Kostenexplosion, die die Schifffahrt und die verladende Wirtschaft trifft“, so Beckmeyer. Beim BDB wird die Schaffung eines Zentralamtes und das Umfunktionieren der heutigen Direktionen mit Interesse verfolgt, der Verband nimmt aber keine Bewertung vor. „Uns ist wichtig, dass die heute hoch kompetente Verwaltung auch zukünftig handlungsfähig bleibt und der hohe Standard in der WSV gewahrt bleibt. Ob dies mit der vorgesehenen Strukturreform der Fall sein wird, muss näher analysiert werden.“ weiterhin kein zweilagiger Containertransport stattfinden können, auch wenn sich dort gerade ein neues Hebewerk (Niederfinow) im Bau befinde. Die Kammern befürchten eine massive Verkehrsverlagerung vom Binnenschiff auf den Lkw in der Region. Nach ihren Berechnungen entsteht der deutschen Wirtschaft insgesamt ein Schaden in Milliardenhöhe. Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat das Bundesverkehrsministerium bereits zu Korrekturen aufgefordert. Ablehnend reagiert der Wirtschaftsverband Weser auf die Bewertung der Unter- und Mittelweser als zweitklassige Wasserstraßen. Damit breche die Bundesregierung ihre bisherige Zusage, die Hinterlandanbindungen der Seehäfen auszubauen, so der Vorsitzende Klaus Wedemeier. Der Wirtschaftsverband will gemeinsam mit anderen maritimen Verbänden und Organisationen ein Positionspapier erarbeiten. Gleichbehandlung Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) warnt den Bundesverkehrsminister davor, die chronische Unterfinanzierung der Wasserstraßeninfrastruktur als Dauerfakt zu akzeptieren. Es sei eine Kernaufgabe der Bundesregierung auch im Osten die Flüsse und Kanäle zu erhalten und auszubauen. „Es darf nicht sein dass sinnvoller Infrastrukturausbau wegen unzureichender Mittel unterbleibt“, erklärt BDB-Präsident Georg Hötte. „Das wäre eine Kapitulation vor den leeren Kassen.“ Unklar ist für den BDB, von welcher Güterprognose das Bundesverkehrsministerium bei der Einteilung der Wasserstraßen im Detail ausgegangen ist. Der Verband bemängelt zudem, dass der Bund immer noch keinen Bericht über den baulichen Zustand der Flüsse vorgelegt hat. Dieser wäre für den Gesamtüberblick und die sachliche Debatte erforderlich. Als Manko bezeichnet der Verband ferner die fehlende Kategorisierung der Donau. Im Hinblick auf die fehlende Finanzierbarkeit weiterer Ausbaumaßnahmen fordert der BDB von der Politik eine Gleichbehandlung der Verkehrsträger: „Wenn bei den Wasserstraßen neben der Nutzen- Kosten-Analyse nun die prognostizierten Gütermengen als weiteres Kriterium für die Beurteilung des Infrastrukturausbaus heran gezogen werden, muss dies bei Straße und Schiene ebenfalls erfolgen.“ Hessen 8 Die hessische Wasserschutzpolizei hat in Wiesbaden ihr neues Streifenboot ‘Hessen 8‘ in Dienst gestellt. Damit verfügt sie über die notwendige technische Ausstattung um die Anforderungen an die Sicherheit auf Rhein und Main professionell erfüllen zu können, wie Innenminister Boris Rhein anlässlich der Taufe erklärte. Die Hessen 8 soll darüber hinaus die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Hessen und den benachbarten Bundesländern auf dem Rhein sicherzustellen. Sie wird künftig auch Streife in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg fahren. Ende März unterzeichnete Boris Rhein gemeinsam mit den Innenministern der Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland eine Vereinbarung zur länderübergreifenden Zusammenarbeit der Polizei. Gutes Jahr für Kölner Hafen Mit einem Umsatz von 121,7 Millionen Euro verpasste die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) im vergangenen Jahr nur knapp ihr bisheriges Rekordjahr: 2008 lag der Umsatz bei 122,3 Millionen Euro. Der Hafenumschlag lag 2011 auf hohem Niveau. Es wurden 8.000 Schiffe mit insgesamt 12,4 Millionen Tonnen Gütern be- und entladen. Damit blieb die Leistung nur um zwei Prozent unter der des Jahres 2010, dem bisher umschlagstärksten Jahr der Unternehmensgeschichte. „Eine Sperrung der Rheinschifffahrt sowie zwei Niedrigwasserphasen verhinderten ein stärkeres Wachstum in diesem Jahr“, so Vorstandssprecher Horst Leonhardt. Darüber hinaus transportierte die HGK mit 66 Lokomotiven 14,4 Millionen Tonnen. Rheinterminal Bonn erweitert Der Bonner Hafen hat mehr Platz für den Güterumschlag geschaffen. Mitte Juni wurde nach einer Bauzeit von vier Jahren die Hafenerweiterung im Stadtteil Graurheindorf feierlich eröffnet. Der 17 Millionen Euro teure Hafenausbau vollzog sich in zwei Bauabschnitten. Zunächst wurden etwa 100 Meter Uferböschung zu einer Spundwand mit hoher Kante ausgebaut, Flächen befestigt und eine zweite Containerbrücke errichtet. Der Betrieb der Brücke startete Anfang 2011. Der zweite Bauabschnitt stand im Zeichen der Vergrößerung der Containerflächen sowie der Entwicklung des Schrägufers zu einem Steilufer mit hoher Kante. Durch den Ausbau können drei 135 Meter-Schiffe hintereinander festmachen. In Teilbereichen ist Schiffzu-Schiff-Umschlag möglich. Auch der Ein- und Ausfahrtbereich des Hafens wurde angepasst. Konnten bisher in Bonn 120.000 TEU umgeschlagen werden, so sind es inzwischen 380.000 TEU. Der Bonner Hafen wird betrieben von einem Joint-Venture des Speditionsunternehmens Am Zehnhoff-Söns (AZS) und der Stadtwerke Bonn. Im vergangenen Jahr wurden im Hafen 800.000 Tonnen umgeschlagen. Die Umschlagsmengen wachsen zwischen fünf und zehn Prozent jährlich. Derzeit gibt es wöchentlich rund 50 An- und Abfahrten zu und von den Häfen Rotterdam und Antwerpen. Der Hafenausbau wird zu einer Erweiterung der intermodalen Möglichkeiten führen, freut sich AZS-Manager Gerd Thiebes. „Gerade unsere Shortsea-Aktivitäten werden davon profitieren.“ Ein Toast auf den erweiterten Hafen. (Foto AZS) >>

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