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2010-04

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De Binnenvaartkrant 34

De Binnenvaartkrant 34 16 februari 2010 Wij wensen V.O.F. de Waardt en Zn en de bemanning een behouden vaart! Galle | Roodhart Scheepsbouw Biesboschhaven Noord 3c, 4251 NL Werkendam T +31 (0)183-507040 F +31 (0)183-500637 E info@gallemakelaars.nl W www.gallemakeleaars.nl W. De Waardt Scheepsbemiddeling Beukendaal 2, 2935 SE Ouderkerk aan de IJssel T +31 (0)180-683245 M +31 (0)6-53 720533 Concordia Shipyards BV Postbus 50 4250 DB Werkendam T +31 (0) 183-600391 F +31 (0) 183-600192 E info@concordiashipyards.nl W www.concordiashipyards.nl ms Moonlight

De Binnenvaartkrant 35 16 februari 2010 redaktion sarah de preter | mobil +31 (0)6 22 70 18 93 | e-mail spreter@chello.nl Binnenschiffstransporte um 13% gestiegen Binnenhäfen Oberelbe meistern die Krise Trotz weltweiter Wirtschaftskrise haben die Sächsischen Binnenhäfen an der Oberelbe (SBO) im vergangenen Jahr keine nennenswerten Verluste hinnehmen müssen. Der Hafenverbund blickt sogar auf ein gutes Geschäftsjahr 2009 zurück. Während die Transportmengen bundesweit um 11% zurückgingen, verzeichneten die Elbhäfen einen Umschlagsverlust von nur 4% auf 2,6 Millionen Tonnen. Rückgänge gab es im Gütertransport auf der Schiene und der Straße. Eine deutliche Steigerung von mehr als 13% verzeichnete dagegen der Binnenschiffstransport. Auf der Das Containerterminal Riesa. (Fotos SBO) Elbe wurden gut 548.000 Tonnen befördert, hauptsächlich Schrott, Stahl, Holz, Getreide und Container. Damit entwickelte sich der Binnenschiffsverkehr in den SBO- Häfen gegen den bundesweiten Trend. In Deutschland sank die mit Binnenschiffen beförderte Gütermenge im vergangenen Jahr um 18%. Schwergutumschlag Zum SBO-Hafenverbund gehören die deutschen Binnenhäfen Dresden, Riesa, Torgau und Rosslau sowie die tschechischen Binnenhäfen Decín und Lovosice. Die Häfen Dresden und Lovosice spezialisieren sich auf Schwerlast- und Projektladung. Von beiden Häfen aus wurden auch im letzten Jahr zahlreiche Turbinen, Rotorblätter, Trafos, Generatoren und Maschinenteile per Binnenschiff in die Seehäfen befördert. Im Jahr 2008 errichtete die SBO zusammen mit der Deutschen Binnenreederei, dem Hafenbetrieb Aken und dem Magdeburger Hafen die Binnenschiffslinie EPL Elbe. Sie verkehrt mehrmals wöchentlich zwischen Dresden, Aken, Schönebeck, Magdeburg und Hamburg. Gemeinsam mit Partnern betreibt die SBO mehrere Liniendienste. Zweimal wöchentlich verkehrt die Elbe-Container-Linie zwischen Riesa, Aken, Magdeburg und dem Hamburger Hafen. Die Verbindung wurde 2007 mit der Binnenschiffslinie ETS Elbe in Richtung Tschechische Republik erweitert. Inzwischen kommen auf der Strecke von Lovosice bis Roßlau zwei Schubverbände als Pendel zum Einsatz. Wie auch die Ganzzugverbindung Albatros-Express trugen die Binnenschiffs-Containerdienste 2009 zum Erfolg des Hafenverbundes bei. Insgesamt wurden etwa 36.000 TEU in den Binnenhäfen umgeschlagen. Im vergangenen Jahr hat der Hafenverbund in drei große Projekte investiert. Im Containerhafen Riesa Umschlag eines Generators im Hafen Lovosice. entsteht eine Logistikhalle für den Reifenhersteller Goodyear Dunlop Tires Germany. Die SBO ist mit Goodyear im Gespräch, die Anlieferung der Rohstoffe auf Bahn und Binnenschiff zu verlagern. Trimodalität Im Hafen Lovosice hat sich die Firma Bohemia Logistics mit einer Lagerhalle für Agrarprodukte angesiedelt. Die Lagerkapazität beträgt ca. 2.500 Tonnen. Die Abfuhr der Exportladung wird mit der ETS Elbe erfolgen. Für German Pellets wurde im Hafen Torgau eine Umschlaganlage zur Lagerung von Holzstaub in Binnenschiffen errichtet. Anschließend erfolgt der Transport per Binnenschiff in die Niederlande. Der Hafenverbund will auch in Zukunft auf alle drei Verkehrsträger bauen. Dabei soll der Anteil der Bahn- und Schiffstransporte an der Gesamtmenge gesteigert werden. Im September vereinbarte die SBO eine Kooperation mit den Unterelbe-Hafengruppen Brunsbüttel Ports und Glückstadt Port. Im Vordergrund steht neben der Optimierung bestehender Logistikketten der Aufbau neuer Dienstleistungen, vor allem durch die Verknüpfung von Short-Sea-Verkehren mit der Binnenschifffahrt. Bund setzt Zeichen für Elbe als Schifffahrtsstraße Die Bundesregierung will die Elbe stärker als Binnenschifffahrtsstraße nutzen. Wie Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) angab, werden die Reparaturarbeiten an den vom Hochwasser 2002 zerstörten Buhnen in diesem Jahr abgeschlossen. Behauptungen, der Bund wolle die Elbe heimlich weiter ausbauen, wies Ferlemann zurück. „Es handelt sich um reine Unterhaltungsmaßnahmen.“ Nach Angaben Ferlemanns weisen sämtliche Verkehrsprognosen für die Elbe eine Vervielfachung der heutigen Gütermengen aus, sobald ein dreilagiger Containerverkehr möglich ist. Unterhaltungsmaßnahmen sollen daher so forciert werden dass bis Anfang 2011 ganzjährig eine Fahrrinnentiefe von mindestens 1,6 Metern gegeben ist. Dem weiteren Absinken der Wasserstände soll durch ein Sohlstabilisierungsprogramm begegnet werden. Ob und wie darüber hinaus die Elbe für die Binnenschifffahrt ausgebaut wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Der BDB wertet die Haltung der Bundesregierung als ein eindeutiges Bekenntnis zur Binnenschifffahrt auf der Elbe. Grundvoraussetzungen für eine dauerhafte Verlagerung von Verkehren auf die Wasserstraße seien aber die Planbarkeit von Gütertransporten und die Verlässlichkeit der Infrastruktur. Diese Voraussetzungen seien an der Elbe zur Zeit noch nicht ausreichend gegeben. Daher erwarte der BDB dass es nach Behebung der Hochwasserschäden auch zur Beseitigung der verbleibenden Engstellen, den so genannten Reststrecken, kommt. Auch die Binnenhäfen begrüßen die Zusagen der Bundesregierung. Damit könne die Elbschifffahrt die Ver- und Entsorgung im Hinterland des Hamburger Hafens künftig ebenso sichern wie im grenzüberschreitenden Verkehr mit Tschechien, wie der BöB betont. „Somit ist eine Verlässlichkeit der Wasserstraße gegeben, die Verlader brauchen, um über Verkehrsverlagerungen zu entscheiden. Nachdem die Häfen an der Elbe in Ausbau und Modernisierung investiert haben, erfährt jetzt die Wasserstraße ihre lang notwendige Unterhaltung. So kann es gelingen, neuen Schiffsraum auf der Elbe in Dienst zu stellen.“ Kein Ausbau Kritik vom BUND Naturschutz, die Bundesregierung wolle die Elbe entgegen allen Behauptungen weiter ausbauen, hat Enak Ferlemann zurückgewiesen. „Ein Ausbau der Elbe in Sachsen und Sachsen-Anhalt findet nicht statt“, sagte der Staatssekretär. „Es handelt sich um reine Unterhaltungsarbeiten.“ Die vorherrschenden Fahrwasserverhältnisse auf der Elbe stünden einer positiven Verkehrsentwicklung entgegen, betonte Ferlemann. „Die schlechten Fahrwasserverhältnisse sind durch die jahrelang unterbliebenen Unterhaltungsmaßnahmen entstanden.“ Gemeinsam mit der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und dem sächsischen Umweltministerium erarbeite die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung derzeit Maßnahmen gegen die Erosion und den Wasserspiegelverfall. Diese seien von der Bundesanstalt für Gewässerkunde bewertet worden. Ferlemann: „Diese Maßnahmen sind aus ökologischer Sicht alternativlos, um die auentypischen Funktionen in den betroffenen Elbabschnitten zu erhalten. Die Kritiker sind eingeladen, sich konstruktiv mit dieser Konzeption auseinanderzusetzen.“ Plädoyer für größeres Hebewerk Der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) will sich beim Bundesverkehrsministerium für ein zweites Schiffshebewerk in Scharnebeck stark machen. Laut Bode wird das bestehende Hebewerk auf dem Elbe-Seiten-Kanal immer mehr zum Nadelöhr. Die zwölf Meter breiten und 100 Meter langen Tröge könnten moderne Großmotorschiffe nicht aufnehmen. Die IHK Lüneburg-Wolfsburg begrüßt die Forderung des Ministers. „Um den Häfen in Lüneburg, Uelzen und Wittingen eine Perspektive zu bieten, ist ein weiteres Schiffshebewerk oder eine weitere Schleuse, die zu den modernen Binnenschiffstypen passt, zwingend erforderlich“, so die IHK. Die notwendigen Maßnahmen an Elbe und Elbe-Seitenkanal dürften aber nicht gegeneinander ausgespielt werden. „Die geforderte Schiffbarkeit der Elbe kann und muss kurzfristig hergestellt werden. Ein neues Bauwerk in Scharnebeck braucht noch Jahre bis es geplant und dann gebaut ist. Beide Maßnahmen ergänzen einander, können sich aber keinesfalls gegenseitig ersetzen.“

De Binnenvaartkrant