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2009-21

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De Binnenvaartkrant 38 6

De Binnenvaartkrant 38 6 oktober 2009 WERKENDAM STAAT VOOR U KLAAR TF TF www.scheepsgroep.nl STANDNUMMER 2.202 TF TF TF TF TF TF TF TF T T TF TF TF TF TF TF TF T F TF TF TF TF TF TF TF TF TF TF TF TF TF

De Binnenvaartkrant 39 6 oktober 2009 REDAKTION SARAH DE PRETER | MOBIL +31 (0)6 22 70 18 93 | E-MAIL SPRETER@CHELLO.NL Anforderungen an Schwarz-Gelb: Neue Koalition soll Binnenschifffahrt fördern Die deutsche Binnenschifffahrt erwartet von der künftigen Bundesregierung dass sie den eingeschlagenen Weg zur Förderung der Binnenschifffahrt in den kommenden Jahren fortsetzt. Das sagte BDB-Präsident Dr. Gunther Jaegers vor der Bundestagswahl im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Der BDB-Präsident bedankte sich in diesem Rahmen für die in den letzten Jahren ergriffenen Unterstützungsmaßnahmen, die er als Bekenntnis zur Binnenschifffahrt wertete. Zugleich erinnerte er daran dass diese Maßnahmen in wesentlichen Teilen zeitlich befristet seien. An die nächste Bundesregierung richtete Jaegers daher den Appell die Unterstützung der Binnenschifffahrt in den kommenden vier Jahren konsequent fortzusetzen. Dazu gehöre die Verlängerung des §6b Einkommenssteuergesetztes ebenso wie die Schaffung einer Staatsgarantie, wie sie für den gesamten Mittelstand in den Niederlanden existiert. Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung formulierte auch der Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BöB) wenige Tage vor der Bundestagswahl Anforderungen an die zukünftige Verkehrspolitik. Grundlage kommender Investitionen in die Verkehrsnetze soll laut BöB eine umfassende Bestandsund Bedarfsanalyse sein. Die Binnenhäfen bemängeln dass in der Infrastrukturpolitik zurzeit kein roter Faden erkennbar ist: allzu oft würden Vorhaben scheitern an Partikularinteressen oder fehlenden Finanzmitteln. Als Basis für die zukünftige Verkehrspolitik regt der BöB die Erarbeitung eines Infrastrukturberichtes an. Gerade im Bereich der Wasserstraßen fehlt laut BöB eine echte Bestandsaufnahme, um eine Entwicklungsstrategie formulieren zu können. Nachdruck Präsident Rainer Schäfer weist darauf hin dass in der abgelaufenen Legislaturperiode mehrfach praktisch oder durch Gutachten erwiesen wurde dass von den Wasserstraßen ein hoher ökonomischer und ökologischer Wert ausgeht. Dies sei jedoch durch die Politik teilweise nicht zur Kenntnis genommen, und Investitionen in die Wasserstraßen – insbesondere an Elbe und Donau – nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgt. Hier bedarf es laut Schäfer einer ‘Beweisführung’ über die Notwendigkeit dieser Investitionen. „Nicht nur für unsere eigene Kommunikation, sondern auch zur Unterstützung der Verkehrspolitiker gegenüber beispielsweise den Haushalts- und Umweltpolitikern.“ Häfen an Ober- und Unterelbe arbeiten enger zusammen Mehrere Binnen- und Seehäfen wollen sich gemeinsam stark machen für die Erhöhung der Binnenschiffstransporte auf der Elbe. Dazu unterzeichneten die Brunsbüttel Ports, mit den Häfen Brunsbüttel und Glückstadt, und die Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (SBO) in Hamburg eine Kooperationsvereinbarung. Die beiden Hafengesellschaften wollen die Verknüpfung der Oberelbehäfen Dresden, Riesa, Torgau, Decin und Lovosice mit den Häfen an der Unterelbe verbessern und ausbauen. Dazu sollen bestehende Geschäftsfelder wie der Transport von Windkraftanlagen optimiert und neue Geschäftsfelder entwickelt werden. Brunsbüttel Ports übernimmt dabei die Koordination für seewärtige Verkehre, während die SBO die Binnenschiffstransporte koordiniert. Der Binnenschiffstransport auf der Elbe entwickelt sich positiv. In den ersten sieben Monaten diesen Jahres wurden 654.000 Gütertonnen und somit zehn Prozent mehr als im Vorjahr über die Stadtstrecke Magdeburg transportiert. Neben den klassischen Gütern wie Kohle, Erz und Getreide befördern Binnenschiffe auf der Elbe auch zunehmend Container und Schwergut. Die sechs SBO-Häfen verzeichneten 2008 einen Umschlag von 2,71 Millionen Tonnen. SBO-Geschäftsführer Kapitän Detlef Bütow zeigt sich über die vereinbarte Kooperation mit den Unterelbehäfen erfreut: „Der Industrie- und Wirtschaftsraum Sachsen rückt durch diese Kooperation näher an die Küstenhäfen und profitiert von den Serviceleistungen der Spezialterminals an der Elbe. Besonders für den Bereich Projektverladungen von Windkraftanlagen bietet sich das Binnenschiff für den reibungslosen Transport großer und schwerer Anlagenteile aus dem Binnenland an die Küste an.“ Frank Schnabel, Geschäftsführer Brunsbüttel Ports, HHM-Vorstand Claudia Roller und SBO-Geschäftsführer Kapitän Detlef Bütow. (Foto HHM/Eckhard-Herbert Arndt) Ausbau notwendig Unterstützt wird das Kooperationsprojekt von der Hafen Hamburg Marketing (HHM), die sich verstärkt für die Binnenschifffahrt im Zu- und Ablaufverkehr des Hamburger Hafens einsetzt. Mit einem Transportvolumen von rund 12,2 Millionen Tonnen jährlich verzeichnet das Binnenschiff im Verkehrsträgermix des Hamburger Hafens einen Anteil von rund 12 Prozent. Im Containertransport wurden 2008 rund 120.000 TEU per Binnenschiff von und nach Hamburg transportiert. Sowohl die Brunsbüttel Ports als auch die SBO-Häfen nehmen im Seehafenhinterlandverkehr Hamburgs eine wichtige Rolle ein, wie die HHM unterstreicht. Gleichwohl erfordere die Verlagerung von Verkehren von der Straße auf die Wasserstraße bessere Rahmenbedingen für die Binnenschifffahrt. Die HHM ruft den Bund daher auf, dafür zu sorgen dass auf der Mittel- und Oberelbe eine Fahrrinnentiefe von mindestens 1,60 Meter an 345 Tagen im Jahr garantiert wird. „Neben den laufenden Unterhaltungsmaßnahmen sind vor allem die Flussabschnitte bei Dömitz und Coswig zu regulieren zur Sicherung einer stabilen und ausreichenden Schifffahrt auf der Elbe“, sagte HHM-Vorstand Claudia Roller anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Koehler Papier Gruppe entscheidet sich für Wasserstraße Der Papierhersteller August Koehler hat in den vergangenen Monaten die ersten Container über den Hafen Kehl umgeschlagen. Dazu war Anfang des Jahres in Zusammenarbeit mit den Dienstleistern Meyer’s Sohn, H&S Container Line, Klumpp und Müller, Euro Terminal Kehl (ETK) und der Kehler Hafenverwaltung ein Projekt gestartet worden. Durch die Einbindung des Kehler Containerterminals in die Transportkette können die zurzeit durchgeführten Lkw-Fahrten nach Wörth um 97,8 Prozent reduziert werden, was eine Verringerung des Energiegebrauchs sowie der CO2- Emissionen zur Folge hat und eine höhere Flexibilität der Anlieferung gewährleistet. Die Koehler Papier Gruppe plant in diesem Jahr einen Export von 6.500 Containern per Binnenschiff. Der Schiffsdienst von und nach den Seehäfen Zeebrugge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam wird durch den Oberrhein-Carrier Blue Arrow Line mit insgesamt drei Koppelverbänden und fünf Einzelfahrten durchgeführt. Binnenhäfen wollen mitmachen in Donau-Monitoringgruppe Der Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BöB) hat gegenüber Bundesverkehrsminister Tiefensee und Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil seine Unterstützung in der Monitoring-Gruppe zum Donau- Ausbau angeboten. „Wir fordern Engagement in der Sache und bieten es an“, so BÖB-Präsident Rainer Schäfer. Dem BöB fehlt es an Sachorientierung in der Monitoring-Gruppe. Dazu Schäfer: „Wir unterstützen nachdrücklich die Intention, die Abstimmungen auf eine breite Basis zu stellen. Doch nach Besetzung der Monitoring-Gruppe ist erkennbar dass interne Themen der Gruppenzusammensetzung die Arbeit nachhaltig negativ zu beeinträchtigen drohen. Hier gilt es in der Sache ausgleichend zu wirken.“ Der BöB-Vorstand habe den Ministern Tiefensee und Zeil Vorschläge gemacht für die zusätzliche Besetzung der Monitoring-Gruppe durch den BöB. „Binnenhäfen ermöglichen in optimaler Weise die Vernetzung von Straße, Schiene und Wasserstraße zu einem logistischen System. Wir sind deshalb sicher, dass gerade aus dieser allen Verkehrträgern gegenüber neutralen Positionierung eine objektive Bewertung der Potenziale und des Nutzens eines Donau-Ausbaus erst möglich ist.“

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