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2009-03

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De Binnenvaartkrant 36

De Binnenvaartkrant 36 27 januari 2009 Jugendliche erforschen Potenzial der Donauschifffahrt Im Rahmen der internationalen Woche `Black Sea Network’ haben österreichische und bulgarische Studenten gemeinsam die Potenzialen der Donau als Transportweg untersucht. Das Projekt wurde begleitet von der via donau und der University of National and World Economy in Sofia. Die Ergebnisse erschienen Anfang des Jahres in einer Publikation unter dem Titel `Business and Investment Location Bulgaria’. Die Internationale Woche `Black Sea Network’ ist eine Initiative der Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien, der Fachhochschule Technikum Wien und der Lauder Business School. Sie hat zum Ziel, Studenten für Länder in der Schwarzmeerregion und deren zunehmende politische und wirtschaftliche Bedeutung zu interessieren. Das Programm dauert drei Im Anschluss an die Präsentation der neuen Publikation an der FH Technikum Wien wurde über die Inhalte diskutiert. (Foto FH bfi Wien) Jahre, wobei jedes Jahr ein anderes Schwarzmeerland im Mittelpunkt steht. 2008 war es Bulgarien. Begleitet von Experten aus der Binnenschifffahrt analysierte eine Studentengruppe in den vergangenen Monaten das Potenzial der bulgarischen Flotte und der Donauhäfen im Hinblick auf den Schiffstransport zwischen Österreich und Bulgarien. Auch recherchierten sie in wie weit moderne Binnenschiffsinformationsdienste (RIS) einen Beitrag zur Verbesserung der logistischen Abläufe leisten können. Alle Themen wurden unter Berücksichtigung des Europäischen Aktionsplanes für die Binnenschifffahrt (Naiades) behandelt. Noch viele Hürden Nacht Ansicht der jungen Forscher wird die Donauschifffahrt in den kommenden Jahren weiter wachsen. Daher sollten sich die Donauhäfen weiterentwickeln und modernisieren. In den österreichischen Binnenhäfen, mit ihrer perfekten Infra- und Suprastruktur, seien die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum bestens erfüllt. Dagegen seien in den bulgarischen Häfen noch entscheidende Hürden zu nehmen. So würde es noch oft an Tools für die logistische Planung fehlen. Die bulgarischen Häfen verfügten zwar über enormes Entwicklungspotenzial, würden dieses aber nicht effizient benutzen. Damit die Häfen an Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit gewinnen, sind nach Ansicht der Studenten entscheidende Maßnahmen zu nehmen. So sollten der Güterumschlag für Privatunternehmen attraktiver gestaltet, die Dienstleistung erhöht und Risiken abgebaut werden. Darüber hinaus regen die Studenten zu mehr Konkurrenz beim Anbieten von Hafendiensten an. Der Ausbau und die Modernisierung von Binnenhäfen sei weiter voranzutreiben unter finanzieller Beteiligung der Privatwirtschaft (Public Private Partnership). Die bulgarische Transportpolitik sollte sich flexibilisieren, indem sie administrative Prozeduren vereinfacht. Priorität in der Binnenschifffahrt hat die Modernisierung der Flotte sowie das Ausbilden von Personal. Auch sei die Binnenschifffahrt besser in Transportketten zu integrieren. Lehnkering auf Wachstumskurs Neuer Manager und neue Schiffe Bei der Lehnkering-Reederei in Duisburg leitet Robert Baack seit Anfang des Jahres den Bereich Shipping Logistics & Services, in dem alle Binnenschifffahrtsaktivitäten des Unternehmens zusammengefasst sind. Baack ist zudem neues Mitglied der Lehnkering-Geschäftsführung. Er war zuletzt Vorstandssprecher der Odratrans S.A. in Breslau und der Deutschen Binnenreederei AG in Berlin. Bevor er in den Bereich Binnenschifffahrt wechselte, arbeitete er als Vorstandsmitglied der Carl Robert Eckelmann AG in Hamburg sowie in leitenden Positionen unter anderem bei Hamburg Süd in Deutschland und den USA. Cees van Gent, Vorstandschef und Geschäftsführer der Lehnkering- Reederei, nennt Baack eine versierte Führungspersönlichkeit, die dank jahrelanger Erfahrung im Reedereigeschäft einen entscheidenden Beitrag zum weiteren Ausbau der Aktivitäten leisten wird. Zur Zeit läuft bei Lehnkering ein Programm zur Verjüngung der Flotte. Am 15. Januar wurde in Duisburg der neue Doppelhüllen- Gastanker LRG GAS 87 getauft, mit dem die Reederei ihre Marktposition in der Gastankbinnenschifffahrt weiter verstärkt. Nach Unternehmensangaben verzeichnet der Bereich Gasschifffahrt im Rheinstromgebiet ein stetiges Wachstum. „Der Bedarf an Schiffen welche die modernen Umwelt- und Sicherheitsanforderungen erfüllen, wird entsprechend weiter wachsen“, so Lehnkering. Die LRG Gas 87, bereits der 16. unternehmenseigene Gastanker, soll hauptsächlich auf dem Rhein eingesetzt werden. Der 110 Meter lange und 11,45 Meter breite Schiffsrumpf wurde auf der Orsova-Werft in Rumänien gebaut. Die Aufbauten übernahm die TeamCo Shipyard in den Niederlanden. Die gesamte Lehnkering-Flotte umfasst rund 200 Binnenschiffe verschiedener Typen und Bauarten. Vor wenigen Wochen erwarb die Reederei das Edelstahl-Doppelhüllenschiff Ventura. Der 2006 in Dienst gestellte 2500-Tonnen- Tanker wurde mit dem Besitzerwechsel unbenannt in Erlenhof. Er wird bei Lehnkering Rhein-Fracht GmbH Mannheim für den Chemikalientransport eingesetzt. „In naher Zukunft planen wir den Erwerb weiterer und den Bau neuer Schiffe“, teilt das Unternehmen mit. (Foto Lehnkering-Reederei) SCHEEPSSLOPERIJ TREFFERS BV 'für alle Ihre Abwrackschiffe, Abwracktonnage und andere treibende Objekte." +31(0) 23-5325211 +31(0) 6-53187317 Barzahlung E-mail: treffers@hetnet.nl Hendrik Figeeweg 35, 2031 BJ Haarlem

De Binnenvaartkrant 37 27 januari 2009 Kurswechsel für Frauen in der Binnenschifffahrt? Seit fünfzehn Jahren bemühen sich die ‘Frauen in der Binnenschifffahrt’ um die Außendarstellung des Gewerbes. Am Vorabend dieses Geburtstages steht der Verein an einem Wendepunkt. Wie so vielen Organisationen mangelt es an Nachwuchs. Das wird jetzt besonders spürbar, da die jahrelange Vorstandsvorsitzende Ilka Heger nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung steht. Trotz des winterlichen Wetters reisten viele Frauen an zur Neujahrsversammlung im Haus der Schiffergemeinde in Duisburg-Homberg am 10. Januar. Für jede der Anwesenden gab es eine verspätete Weihnachtsüberraschung: Der Evangelische Binnenschifferdienst hat ein Foto des Kirchenschiffs Johann Hinrich Wichern zum Puzzle verarbeiten lassen. „Wer suchet, der findet“, lautet die Überschrift. Interesse schwindet Auf die Suche nach Lösungen machten sich auch die Frauen, die zum Beginn des neuen Jahres darüber diskutierten, wie es in der Zukunft mit dem Verein weiter gehen soll. Nach 13 Jahren aktiver Vorstandsarbeit kündigte Ilka Heger an nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Es gibt aber Nachwuchsprobleme, denn wie Heger feststellte „ist das Interesse der jungen Frauen eigentlich nicht mehr da um Verantwortung zu übernehmen.“ Außerdem habe der Großteil der Vereinsmitglieder mittlerweile die 50 überschritten. Neuzugänge habe es in den letzten zwei Jahren kaum noch gegeben, wenn auch die Frauen beim Neujahrsempfang ein neues Mitglied begrüßen durften. Das ehemalige Vorstandsmitglied Einige Beispiele Unsere Preise fr Generalberholung Austauschmotoren Ellen Maier bestätigte die schwierige Lage. Seit nunmehr zwei Jahren sei sie nicht mehr im Vorstand dabei, würde jedoch nach wie vor regelmäßig wegen der Vereinsarbeit angerufen. „Es fehlt der jüngeren Generation einfach der Mumm um etwas zu tun“, sagte sie in der Runde. Gemeinsam mit Ilka Heger und Sigrid Thünen gehört Ellen Maier zu den Pionieren des Vereins, in den sie jahrelang viel Zeit und Geduld investierten. „Wir waren ein Dream-Team“, so Maier. „Das war eine astreine Zeit. Trotz gelegentlicher Meinungsunterschiede haben wir immer weitergemacht. Vielleicht war das ja unsere Stärke: Wir konnten uns auch Mal streiten.“ Scania D 11 8050,- Scania DS 11 8450,- (incl. Turbo) Scania DS 14 10.850,- (incl. Turbo) DAF DKA 1160 8050,- DAF DKS 1160 8425,- (incl. Turbo) Mercedes OM 402 9970,- Mercedes OM 442A 10.755,- (incl. Turbo) Volvo TD 100 A 8909,- (incl. Turbo) Volvo TD 120 A 9052,- (incl. Turbo) Motor generalüberholen incl. Brennstoffpumpen und Turbinen. Preise excl. MwSt. Ilka Heger (rechts) und Ellen Maier: ein `Dream-Team’. (Foto Sarah De Preter) Motoren Lieferbar mit CCR-Zertifikat Fase I + Fase II Generalüberholung sämtlicher Schiffsdieselmotoren, Brennstoffpumpen, Einpritzdüsen, Anlasser und Lichtmaschinen, Kurbelwelle schleifen, Zylinder schleifen, Zylinderköpfe überholen, Lieferung und Einbau von ua. SCANIA, DAF, VOLVO und Mercedes A. Huismanstraat 5, NL-Staphorst Tel. +31(0)522/46 14 35 - Fax.: +31(0)522/46 20 60 Priv.: +31(0) 522/26 14 74 internet : http://www.ktbkoning.nl „Aus der Not zusammengeschlagen“ 15 Jahre Frauen in der Binnenschifffahrt. Wie hat sich das Leben der Frauen an Bord von Binnenschiffen in dieser Zeit verändert? „Als wir uns damals gegründet haben, gab es ganz wenig Frauen die sich untereinander kannten. Die Notlage hat uns sozusagen zusammengeschlagen. Wenn man sieht was daraus gewachsen ist. Einfach toll!“ „Wo sollen wir aber den Nachwuchs holen? In der deutschen Binnenschifffahrt gehen die meisten Frauen nach wie vor an Land sobald die Kinder in den Kindergarten kommen. Außerdem haben viele Frauen die mit einem Schiffer liiert sind, heute einen Beruf. Und überhaupt: Wie viele Partikulierunternehmen gibt es denn noch in der deutschen Binnenschifffahrt? Es sind viele Schiffe umgebaut worden für den Schichtbetrieb. Da ist kein Platz für eine Familie. Und die sozialen Kontakte werden immer weniger. Heute gibt es in der Binnenschifffahrt viel internationales Personal. Wir möchten gerne den Kontakt zu den polnischen und bulgarischen Schifferfrauen herstellen, das ist aber oftmals schwierig.“ Auch wenn einige Mitglieder noch versuchten sie auf andere Gedanken zu bringen, so steht doch Ilka Hegers Beschluss felsenfest. 13 Jahre sei eine tolle Zeit gewesen, nachdem ihr Mann und sie aber bald das Schiff verkaufen möchten, würden sie gerne mehr Zeit mit der Familie verbringen. Und mit ihrem Hobby: Ilka Heger ist gelernte Schaufenstergestalterin. Sie gab zu bedenken: „Wenn der Verein in dieser Form weiterlaufen soll, ist weitaus mehr Einsatz gefragt.“ Denn auch in Berlin kommt es demnächst zu einem Stühlerücken. Die SPD-Sprecherin der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt, gleichzeitig Schirmherrin der Frauen in der Binnenschifffahrt, Annette Fasse, hört auf. Auch Renate Blank (CDU) und vielleicht Hans-Michael Goldmann (FDP) verlassen die Parlamentarische Gruppe. „Zu den Nachfolgern werden wir neue Kontakte legen müssen. Das wird nicht einfach werden.“ 180 Grad gedreht Dabei waren es gerade die Parlamentarier gewesen die anfangs sehr interessiert waren an die Frauen in der Binnenschifffahrt, laut Heger, weil die Verbände damals so lausig gearbeitet haben. Die mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit für die Binnenschifffahrt sei der Grund gewesen, weshalb der Verein vor 15 Jahren gegründet wurde. Die Außendarstellung des Gewerbes wurde 2001 von den Frauen in der Binnenschifffahrt auf der Duisburger Schifffahrtsmesse (DSM) in Form einer Podiumsdiskussion thematisiert. Seitdem hat sich laut Heger vieles zu Guten verändert. „Bei den Verbänden hat es sich in den letzten Jahren um 180 Grad gedreht. Heute haben sowohl BDB als BDS gute Kontakte nach Berlin.“ Womit sich die Frage stellt welche Rolle der Verein in den kommenden Jahren übernehmen soll. Eines ist klar: „Wir wollen kein Strickverein werden.“ Vielen Mitgliedern ist es aber wichtig das Gemeinschaftsgefühl nicht verloren gehen zu lassen. Heger: „Vielleicht sollten wir uns aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Dann wäre auch die Vorstandsfrage eine andere. Ich möchte es nicht verblümen: Wir waren 15 Jahre lang zu gut, als dass man nachher über uns lächelt. Wir waren jemand. Man hat uns gekannt und akzeptiert. Diesen guten Namen sollten wir beibehalten. Wir könnten uns vielleicht aufs Freundschaftliche zurückziehen. Man kann dann trotzdem noch mal irgendwo gemeinsam hinfahren als Frauen in der Binnenschifffahrt.“ Richtung offen Bei der Neujahrsversammlung wurden jedoch auch Argumente gegen eine Umstrukturierung angetragen. Mit dem Rückzug aus der Öffentlichkeit würde man eine starke Position aufgeben. Stoff genug, worüber die Mitglieder in den kommenden Wochen noch einmal ruhig nachdenken sollten. Somit bleibt die Richtung weiterhin offen. Im März, wenn sich die Frauen erneut treffen, wollen sie dem Thema Herr (oder Frau?) werden. Am Freitag, den 22. Mai findet in Minden die Jahreshauptversammlungen statt. Die Versammlung wird kombiniert wird mit einem Besuch am Schiffertag der Mindener Schiffervereinigung, in der die Frauen Mitglied sind. Außerdem wollen sie an diesem Wochenende ihren jährlichen Wandertag veranstalten.

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