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2008-03

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De Binnenvaartkrant 32

De Binnenvaartkrant 32 29 januari 2008 Geschichte des Schiffsbaus Öko-Strom im Mannheimer Hafen Seit Dezember ist der Mannheimer Hafen um eine Attraktion reicher: Auf der Dachfläche eines Lagergebäudes ließ die Hafengesellschaft eine Photovoltaik-Anlage errichten. Diese wandelt mit Hilfe von Solarzellen Sonnenlicht in elektrische Energie um, die dann in das Mannheimer Stromnetz eingespeist wird. So können schätzungsweise 110.000 Kilowattstunden pro Jahr an Strom produziert werden. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 30 Haushalten und deckt fast ein Fünftel des Eigenbedarfs der Mannheimer Hafengesellschaft ab. Die Anlage spart den Ausstoß von hundert Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein. Auf einer speziellen Anzeigentafel können Passanten verfolgen was die Anlage kann. Dort wird der gesparte Ausstoß an Kohlendioxid sowie die bisher erzeugte Strommenge angezeigt. Der neuen Anlage in Mannheim sollen bald neue, ähnliche Projekte folgen. So wird gerade geprüft ob eine weitere Photovoltaik-Anlage auf einem benachbarten Speichergebäude entlang des Rheins errichtet werden kann. Auch der Hafen Ludwigshafen, der eine Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Hafen hat, denkt schon über eine Solaranlage nach. Deutsch-Tschechisches Spitzengespräch zum Elbausbau Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) wird in einem Schreiben an die tschechische Regierung auf die Bedeutung der Elbe als internationale Wasserstraße hinweisen. Damit unterstützt der Verband die Forderungen des tschechischen Binnenschiffsgewerbes nach einem Ausbau der Wasserstraße. Am 8. Januar war der Präsident des tschechischen Binnenschifffahrtsverbandes AVP, Lubomir Fojtu, beim BDB in Duisburg zu Gast um sich über die Thematik zu unterhalten. Bei dem Spitzengespräch waren sich die Präsidenten beider Verbände einig dass die Kräfte national und international gebündelt werden sollten, damit die Elbe ausgebaut wird. Zwar könnte der Fluss die Schiene und Autobahnen im Hinterlandverkehr der Seehäfen erheblich entlasten, doch sein momentaner Ausbauzustand lässt einen ökonomisch sinnvollen Binnenschiffsverkehr kaum zu. Sowohl in Deutschland als auch in Tschechien wehren sich Umweltaktivisten vehement gegen Ausbaupläne. Wie BDB-Präsident Dr. Gunter Jaegers seinem tschechischen Amtskollegen Fojtu zusicherte, unterstütze die deutsche Binnenschifffahrt die Forderung der tschechischen Kollegen die Elbe zwischen Usti und der deutschen Staatsgrenze durch stauregulierende Maßnahmen und ökologischen Ausgleich zu ertüchtigen. In einem Brief werde der deutsche Binnenschifffahrtsverband die tschechische Regierung auf die Bedeutung der Wasserstraße aufmerksam machen. Auch die EU-Kommission habe bereits ihre Unterstützung signalisiert. Laut Jaegers wird die Bedeutung der Elbe nicht nur für die Binnenschifffahrt, sondern auch für die Fahrgastschifffahrt immer noch unterschätzt. Am 27. Februar findet im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven eine Tagung zur Schiffsbaugeschichte statt. Dabei referieren Fachleute aus Wissenschaft und Technik über Themen wie die Weserlastkähne der Frühen Neuzeit, Leistungsanalysen zu historischen Schiffen und eine neue Datenbank zur Erfassung von Schiffsdaten. Auch die historische Binnenschifffahrt auf der Elbe und vieles andere soll besprochen werden. Veranstaltet wird die Tagung vom Fachausschuss Geschichte des Schiffbaus in der Schiffbautechnischen Gesellschaft (STG) und dem Deutschen Schifffahrtsmuseum. Die Teilnahme kostet 20 Euro für Mitglieder der STG und des Fördervereins des DSM. Studenten zahlen 10 Euro und alle übrigen Teilnehmer 30 Euro. Darin enthalten ist auch der Eintritt in das DSM. Die Unterlagen für die Anmeldung bis spätestens zum 15. Februar können per Post beim DSM, Herrn Kiedel, 27568 Bremerhaven, oder per E-Mail (kiedel@dsm.museum) angefordert werden. Eine telefonische Anmeldung ist nicht möglich. K I C K E R S Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" sind sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x 3x 9,25 21,50 14,25 31,50 19,50 42,75 23,50 53,00 Einige Beispiele Unsere Preise fr Generalberholung Austauschmotoren Scania D 11 8050,- Scania DS 11 8450,- (incl. Turbo) Scania DS 14 10.850,- (incl. Turbo) DAF DKA 1160 8050,- DAF DKS 1160 8425,- (incl. Turbo) Mercedes OM 402 9970,- Mercedes OM 442A 10.755,- (incl. Turbo) Volvo TD 100 A 8909,- (incl. Turbo) Volvo TD 120 A 9052,- (incl. Turbo) Motor generalüberholen incl. Brennstoffpumpen und Turbinen. Preise excl. MwSt. Motoren Lieferbar mit CCR-Zertifikat Fase I + Fase II Generalüberholung sämtlicher Schiffsdieselmotoren, Brennstoffpumpen, Einpritzdüsen, Anlasser und Lichtmaschinen, Kurbelwelle schleifen, Zylinder schleifen, Zylinderköpfe überholen, Lieferung und Einbau von ua. SCANIA, DAF, VOLVO und Mercedes A. Huismanstraat 5, NL-Staphorst Tel. +31(0)522/46 14 35 - Fax.: +31(0)522/46 20 60 Priv.: +31(0) 522/26 14 74 internet : http://www.ktbkoning.nl www.binnenvaartkrant.nl www.vlootschouw.nl ü Name Straße und Hausnummer Postleitzahl Ort / Land Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Mehrwertsteuer nr.: Ihre Kicker-Anzeige wird wie einen Kundendienst kostenlos auf unsere Internetsite geschaltet 28,50 63,00 33,75 73,25 38,75 84,50 Wenn Sie sich einen "Kicker unter Chiffre" wünschen, beachten Sie bitte die zusätzlichen Verwaltungskosten: Ich bevollmächtige ‘de Binnenvaartkrant’ die Kosten der obenstehende Kicker- Anzeige automatisch von hierunter stehende Rechnung ab zu schreiben. Bankleitzahl: ______________________________________________________________ Bankkontonummer: ________________________________________________________ Auf Namen lauten von: _____________________________________________________ Bankname: ________________________________________________________________ Land + Ort Name Ihrer Bank: _______________________________________________ Sie empfangen demnächst eine Rechnung worauf notiert steht wenn der Betrag von Ihrem Bankkonto abgeschrieben wird. Nach Abschreibung hat der Unterzeichner 6 Wochen die Möglichkeit seine Bank Auftrag zu geben den einkassierte Betrag zurück zu buchen. Datum: ___________________ Unterschrift: _____________________________ Ihr ausgefülltes Kicker-Formular können Sie an die folgende Adresse schicken: Riomar BV – De Binnenvaartkrant, Postbus 24202, NL-3007 DE Rotterdam, die Niederlande oder faxen an: 0031-104140212

De Binnenvaartkrant 33 29 januari 2008 Christa Kranz stellt Arbeitsprogramm vor: Schwerpunkt Donau 2008 In Wien hat Verkehrsstaatssekretärin Christa Kranzl die diesjährigen Arbeitsschwerpunkte des Bundesverkehrsministeriums zur Donau präsentiert. Eine große Rolle spielt laut Kranzl die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans (NAP). Bei der Präsentation betonte die Staatssekretärin erneut dass nur die Donau über genügend Reserven verfüge um dem ansteigenden Güterverkehr im Donaukorridor gerecht zu werden. Bis 2015 soll der grenzüberschreitende Verkehr in Österreich auf 100 Millionen ansteigen, so Kranzl. Es sei daher ein politisches Ziel die Transportmengen auf der österreichischen Donau in den kommenden Jahren zu verdoppeln. EU unterstützt Für ihren 420 Millionen schweren Nationalen Aktionsplan bekommen die Österreicher maximale EU-Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent. Bis zum Ende des Jahres erwartet Kranzl den Abschluss einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Anschließend könne man mit dem Ausbau der Donau beginnen. Ferner werde die Bundesregierung in diesem Jahr 2,7 Millionen Euro in die Donau River Information Services (DoRIS) investieren. Auch dieses Projekt wird gefördert seitens der EU. Bisher sind bereits 370 österreichische Binnenschiffe mit einem Transponder ausgestattet werden. Gleichzeitig helfen die Österreicher ihre Nachbarländer diesen Service ebenfalls aufzubauen. Vor kurzem hat die EU auch einer Beihilferegelung Österreichs zugestimmt, durch die der Ausbau des kombinierten Verkehrs gefördert wird. Diese Regelung beläuft sich auf insgesamt 15 Millionen Euro. WWF böse Damit die Modernisierung der Flotte vorangetrieben wird, unterstützt die Regierung in Wien die Branche in diesem Jahr mit zwei Millionen Euro. Zusätzlich wolle man Mittel zur Einrichtung von Liniendiensten bereitstellen. Entsprechende Verhandlungen mit potenziellen Betreibern werden bereits geführt, sagte Kranzl. Im Ennshafen soll ein Schulungs- und Informationszentrum errichtet werden, so dass sich Schüler und Hafenbesucher künftig besser über die Binnenschifffahrt informieren können. Wenige Tage vor der Präsentation der Staatssekretärin hatte sich die Umweltorganisation WWF in einem offenen Brief an Kranzl beschwert über deren Aussagen in einer Fernsehensendung. Dort habe Kranz den WWF einen Befürworter des Donauausbaus östlich von Wien genannt. Das sei aber nicht der Fall, so die Umweltaktivisten in ihrem Brief. Richtig sei dass man lediglich gewisse Komponente des NAP für beachtenswert halte. Der WWF droht rechtliche Schritte einzuleiten, sollte Kranzl weiterhin Stellungnahmen zum Donauausbau im Namen des WWF verbreiten. Neuer Bunkerdienst im Hafen Enns VON SARAH DE PRETER Der Niederländer Mike Rutjes bringt holländische Fachexpertise nach Österreich. Zusammen mit seiner Frau Iris eröffnete er am 23. Januar im Hafen Enns einen Bunkerservicepunkt. Das wurde gemeinsam mit Kunden, Lieferanten, Familie und Freunden gefeiert. „Wir befinden uns hier in der schönsten Hafenecke, mit freiem Ausblick auf die Donau!“ Über 16 Jahre arbeitete Rutjes beim Bunkerstation im niederländischen Millingen. Seine Frau Iris ist Österreicherin. Im letzten Jahr entschieden sich die beiden für die Selbständigkeit. Dabei fiel ihre Standortwahl auf Enns. „In den Niederlanden haben wir viel Erfahrung mit dem Bunkern von Schiffen“, gibt Mike an. „Dieses Fachwissen möchten wir nun an der Donau einsetzen. Dort ist es nicht üblich nachts oder am Wochenende zu bunkern. Das wollen wir ändern: Wenn die Schiffer sich rechtzeitig bei uns melden, stehen wir rund um die Uhr zur Verfügung.“ Bunkerservicepunkt Rutjes verkauft neben Gasöl auch Trinkwasser und Schiffsmaterial und kann sogar auf Anfrage Lebensmittel besorgen. „Dazu braucht man uns nur die Einkaufliste zu faxen oder zu mailen. Wenn man in Enns ankommt, warten die gekauften Sachen bereits im Kühlschrank!“ In der Zukunft möchte Mike sein Geschäft eventuell um ein Bilgenboot erweitern. Erstaunliche Initiative Mit den Vorbereitungen ihres Geschäftes starteten Iris und Mike bereits im Mai letzten Jahres. Am schwierigsten war es, die Bank von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Mike: „Bei uns in den Niederlanden kennt jede Bank die Binnenschifffahrt. Das ist in Österreich nicht so. Als wir erzählten, was wir vorhatten, hat man erst einmal gestaunt.“ Doch Ende Oktober hatten sie den Finanzierungsplan dann doch in der Tasche. Zwischenzeitlich hatte Mike sich auch schon das benötigte Material besorgt: ein Bunkerboot und einen Anlegsteiger. Im Hafen Enns hat das Ehepaar die kommenden Jahren bestimmt gut In der schönsten Ecke des Ennshafens: Bunkerservicepunkt Rutjes. (Foto Mike Rutjes) zu tun, denn laut Mike geht es dort bergaufwärts mit der Binnenschifffahrt. „In der Vergangenheit wurde das Containerterminal in Enns nur per Schiene bedient. Heute fahren von hier aus zwei Mal im Monat Schubverbände mit Containern nach Constanza. Es ist auch ein RoRo-Dienst nach Constanza geplant.“ Auch die Region und ihre kulturellen Eigenheiten scheinen dem holländischen Binnenschiffer gut zu gefallen. „Wir befinden uns in der schönsten Hafenecke und haben freien Ausblick auf die Donau. Was ich auch toll finde, ist der gemütliche Lebensrhythmus der Österreicher. Bei uns in Holland geht es oftmals viel hektischer zu. Schiffer die an der Millinger Bunkerstation anlegten, hatten oft nicht mal fünf Minuten Zeit für ein Schwätzchen. Dieselben Schiffer kommen hier in aller Ruhe vorbeigefahren.“ Mit dem Strom nimmt auch die Hektik ab, so scheint es... Kritik an geplanten Spree- und Havelausbau Strandet die Containerschifffahrt vor den Toren Berlins? VON SARAH DE PRETER Als Steuerverschwendung bezeichnet die SPD-Fraktion Berlin-Spandau den geplanten Ausbau der Spree und der Havel. Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Daniel Buchholz, ruft dazu auf das Projekt zu stoppen. Der Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BöB) reagiert mit Unverständnis. Sollte das Verkehrsprojekt 17 jetzt abgeschlossen werden, so ende die Zukunft einer leistungsfähigen Binnenschifffahrt vor den Toren Berlins. Buchholz kritisiert insbesondere die Dimension des geplanten Ausbaus, der seiner Meinung nach weit über den Bedarf hinausgeht. Er bemängelt auch die Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro, allein für die Spreevertiefung zwischen der Schleuse Charlottenburg und der Mündung in die Havel. Mindestens genauso viel Geld sei nötig für den anschließenden Ausbau der Havel und die Anhebung großer Brücken. Man würde diese Gelder besser für die Ufersanierung am Landwehrkanal verwenden, meint Buchholz. Der Ausbau der Berliner Wasserstraßen zu ‘doppelspurigen Wasser-Autobahnen’, auf denen auch Gegenverkehr mit Schubverbänden möglich wäre, hält Buchholz für übertrieben. Ein Einrichtungsverkehr mit regelmäßigen Ausweichstellen würde seiner Meinung nach auch reichen. Der BöB reagiert mit Unverständnis und warnt vor einer eventuellen Verzögerung der Planfeststellung. Der Binnenhafenverband weist darauf hin dass die Berliner Häfen Planungssicherheit brauchen. Wie BEHALA-Geschäftsführer Peter Stäblein angibt, sind auch nach der Fertigstellung des Wasserstraßenkreuzes in Magdeburg Containerverkehre zum Westhafen zweilagig bis Berlin nicht möglich. Somit ende eine zukunftsfähige Containerlogistik per Binnenschiff derzeit vor den Toren Berlins. Das Projekt 17 kostet etwa 2,3 Milliarden Euro. Es widerspräche jeder Logik, so der BöB, die zur Fertigstellung des Projektes benötigten Mittel nicht entsprechend einzusetzen.

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