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De Binnenvaartkrant 34

De Binnenvaartkrant 34 25 september 2007 Niedrigwasserschleuse Magdeburg beauftragt In Magdeburg ist das Herzstück der künftigen Niedrigwasserschleuse in Auftrag gegeben worden. Nach einer europaweiten Ausschreibung entschied sich das Wasserstraßen- und Neubauamt (WNA) Anfang des Monats für die Arbeitsgemeinschaft Mölders/Prien. Künftig mehr Gefahrgut auf den Wasserstraßen Europaweit soll die Binnenschifffahrt künftig einen größeren Anteil am Transport von gefährlichen Gütern erhalten. In Straßburg verabschiedete das EU-Parlament eine Richtlinie der EU-Kommission durch die bestehende Gefahrgut- Vorschriften vereinheitlicht und vereinfacht werden. Erstmals erfasst wird außerdem die Binnenschifffahrt. Etwa acht Prozent aller Güter in Europa sind Gefahrgüter. Bisher werden 17 Prozent der jährlich 110 Milliarden Tonnenkilometer auf den Wasserstraßen abgewickelt. Die EU-Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter sind Neue Diensträume WSA Hanau JA! Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: De Binnenvaartkrant Antwortnr. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) oder faxen an: 0031 - 104140212 Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet für Deutschland 62,- (einschl. 6% VAT) jährlich , für Belgien EUR 21,50 (einschl. 6% VAT) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. kompliziert und für die einzelnen Transportmodi zum Teil unterschiedlich. Daher hatte die EU- Kommission vorgeschlagen die bestehenden Richtlinien in einer neuen zusammenzufassen und darüber hinaus die Binnenschifffahrt zu integrieren. Die Vereinheitlichung wird zu besseren Einsatzmöglichkeiten für Binnenschiffe führen, erwartet die CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer. Das EU-Parlament hatte den ursprünglichen Vorschlag der Kommission in einigen Punkten abgeändert, etwa um es den Mitgliedsstaaten zu ermöglichen in ungewöhnlichen und außerordentlichen Situationen Der Außenbezirk Hanau beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Aschaffenburg hat sein neues Dienstgebäude bezogen. Der Neubau entstand in etwa zwei Jahren. Im Erdgeschoss befinden sich eine Werkstatt und Lagerräume, im Obergeschoss Büro- und Sozialräume. Zusätzlich wurde im Dachgeschoss ein Raum für Auszubildende eingerichtet. Die Kosten sind rund eine Million Euro. Der Neubau wurde notwendig nachdem die alten Räumlichkeiten für den heutigen Personalstand (rund 35) nicht mehr ausreichten. Die neue Schleuse entsteht im südlichen Abschnitt des Rothenseer Verbindungskanal zur Elbe. Sie soll dazu beitragen dass die Schifffahrt im Kanal sowie in den anschließenden Häfen ganzjährig – unabhängig von den Niedrigwasserperioden auf der Elbe – mit voller Tauchtiefe verkehren kann. Die Schleuse soll künftig nur bei niedrigen Elbwasserständen betrieben werden. Bei höheren Elbwasserständen steht sie zur freien Durchfahrt offen. Der Kanal wird dadurch in Zukunft mindestens vier Meter Wassertiefe haben. Das Gesamtprojekt ist in zwei Hauptbaulose aufgeteilt. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren wurde der Baulos 5 (Schleuse und Pumpenwerk) nun an die Arbeitsgemeinschaft Mölders/Prien vergeben. Diese wird zuerst die technischen Planungen und Berechnungen erstellen. Anschließend werden die Bauarbeiten beginnen. Erhalten Im Baulos 4 werden bereits die Vorhäfen zur Schleuse und die anschließende Elbuferspundwand erbaut. Wie das WNA in Magdeburg berichtet, schreiten die Arbeiten planmäßig voran. Dabei wird der Schiffsverkehr im Verbindungskanal während des gesamten Schleusenbaus aufrecht erhalten. Einzelgenehmigungen für Gefahrgutinlandtransporte zu gestatten die ansonsten unzulässig sind. Sie können auch in begründeten Fällen Sondervorschriften für ihr Territorium erlassen. Das gilt für Gefahrgut das nicht durch die Richtlinie abgedeckt wird und für die Beförderung gefährlicher Fracht in Reisezügen. Außerdem wird den Ländern das Recht eingeräumt, den Verkehrsträger und die Fahrtroute vorzuschreiben. Die neue Richtlinie bedarf der Zustimmung des Ministerrates. Wenn es nach dem Parlament geht, muss sie bis Ende Juni 2009 in nationales Recht umgesetzt werden. Die EU- Im Zuge einer Reformierung war der Bezirk Hanau 1983 um die Schleusen Offenbach und Kleinostheim erweitert worden. Die Dienststelle ist nun auf einer Strecke von 185 Kilometern für die Unterhaltung des Mains zwischen Kostheim und Rothenfels verantwortlich. Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt! Daher abonniere ich die Zeitung bis auf Widerruf für wenigstens ein Jahr. Versandadresse: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Email: Mehrwertsteuernr: Fakturadresse dasselbe wie Versandadresse Fakturadresse anders, nämlich: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Email: Mehrwertsteuernr: Ich bevollmächtige ‘de Binnenvaartkrant’ die Kosten des Abonnementes automatisch von hierunter stehende Rechnung ab zu schreiben. Bankkontonummer: ___________________________________________________ Auf Namen lauten von: ________________________________________________ Bankname: ____________________________________________________________ Land + Ort Name Ihrer Bank: ___________________________________________ Sie empfangen demnächst eine Rechnung worauf notiert steht wenn der Betrag von Ihrem Bankkonto abgeschrieben wird. Nach Abschreibung hat der Unterzeichner 6 Wochen die Möglichkeit seine Bank Auftrag zu geben den einkassierte Betrag zurück zu buchen. Datum: Unterschrift: Momentan passieren die Schiffe die Baustelle westlich von der neu errichteten Fangedamm-Spundwand, während die Ostseite gesperrt ist. Später wechselt die Schifffahrt dann auf die Ostseite, so dass auch am Westufer gearbeitet werden kann. Sobald die Schleusenkammer fertig gestellt und auf der Ostseite nur noch das Pumpwerk zu errichten ist, wird der Verkehr durch die fertige, aber noch nicht betriebsbereite Kammer geleitet werden. Das ganze Projekt soll 2010 abgeschlossen sein. Kommission hatte vorgeschlagen dass dies bereits Ende 2008 passiert. KICKERS Gemeinsam auf Streife In Sachsen und Tschechien gehen die Wasserschutzpolizisten künftig gemeinsam auf Streife auf der Elbe. Dazu haben die beiden Landespolizeidirektionen eine Vereinbarung unterschrieben. Die Bündelung der Kräfte soll dazu führen dass Gefahren für die Binnenschifffahrt fortan verstärkt abgewehrt werden. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit eine bessere Bekämpfung der Kriminalität in der Binnenschifffahrt und im Uferbereich ermöglichen. Straftäter könnten somit schneller gestellt werden, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Noch in diesem Jahr bekommen die Polizisten ein neues Streifenboot. Es ist zur Zeit im Anbau und wird gefördert mit EU-Mitteln. Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" sind sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x 3x 9,00 21,00 14,00 31,00 19,00 42,00 23,00 52,00 28,00 62,00 33,00 72,00 38,00 83,00 Wenn Sie sich einen "Kicker unter Chiffre" wünschen, beachten Sie bitte die zusätzlichen Verwaltungskosten: 3,10 Name Wieviel Schaltungen? Straße und Hausnummer Telefonnummer Postleitzahl Email Ort / Land Mehrwertsteuer nr.: Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich 5,25 extra. Das Angebot gilt nur ab 3 (Online)-Anzeigen Ich bevollmächtige ‘de Binnenvaartkrant’ die Kosten der obenstehende Kicker- Anzeige automatisch von hierunter stehende Rechnung ab zu schreiben. Bankleitzahl: ______________________________________________________________ Bankkontonummer: ________________________________________________________ Auf Namen lauten von: _____________________________________________________ Bankname: ________________________________________________________________ Land + Ort Name Ihrer Bank: _______________________________________________ Sie empfangen demnächst eine Rechnung worauf notiert steht wenn der Betrag von Ihrem Bankkonto abgeschrieben wird. Nach Abschreibung hat der Unterzeichner 6 Wochen die Möglichkeit seine Bank Auftrag zu geben den einkassierte Betrag zurück zu buchen. Datum: ___________________ Unterschrift: _____________________________ Ihr ausgefülltes Kicker-Formular können Sie an die folgende Adresse schicken: Riomar BV – De Binnenvaartkrant, Postbus 24202, NL-3007 DE Rotterdam, die Niederlande oder faxen an: 0031-104140212

De Binnenvaartkrant 35 25 september 2007 Cuxhaven: Platz für einen weiteren deutschen Tiefwasserhafen Zuverlässiger Binnenschiffsdienst nach Hamburg VON ECKHARD-HERBERT ARNDT Geht Cuxhavens Traum von einem Tiefwasserhafen über einen Umweg doch noch in Erfüllung? Sechs Jahre nach der in Hannover getroffenen Entscheidung Wilhelmshaven als Standort für den deutschen Tiefwasserhafen zu bestimmen, nimmt das Umschlagunternehmen Cuxport GmbH einen erneuten Anlauf um den Elbmündungshafen zu einem zweiten deutschen Tiefwasser-Standort zu entwickeln. „In zehn Jahren könnten wir hier eine Million TEU umschlagen“, sagte Cuxport-Geschäftsführer Heinrich Ahlers jetzt in Hamburg. Dabei räumte er ein dass man mit dem Vorhaben zunächst ganz am Anfang des Prozesses stehe. Augenblicklich läuft das Planfeststellungsverfahren für den neuen Liegeplatz 4 (LP 4), der an das bisherige, parallel zum Elbe-Strom verlaufende Kaimauer- und Liegeplatz-Ensemble von zusammen rund 720 m anschließt. Der LP 4 wird noch einmal gut 290 m Kai bringen, wobei das Schlusstück des neuen Liegeplatzes, der rund 40 Millionen Euro nur als Infrastruktur kostet, eine so genannte Schwerlastplattform darstellt. Cuxport würde noch einmal einen vergleichbaren Betrag für die Suprastruktur aufbringen. Über die neue Einrichtung sollen künftig Offshore-Windanlagen und entsprechende Komponenten verladen werden. Ein entsprechendes Werk entsteht jetzt in Cuxhaven. Verläuft alles nach Plan, dann könnte der LP 4 um das Jahr 2009/2010 zur Verfügung stehen. Die weiteren Liegeplätze die benötigt werden um Containerschiffe abzufertigen, würden dann in den Folgejahren entstehen. Stünden sie zur Verfügung, dann ergäbe sich in Cuxhaven eine Stromkaje von gut zwei Km. Damit verbunden wären mehrere 100 Millionen Euro an Investitionen. Zum Vergleich: Der JadeWeserPort (JWP) soll in der ersten Ausbaustufe ebenfalls knapp zwei Km Kaimauerlänge aufweisen. Jeden Meter Ahlers betonte dass die ehrgeizigen Containerpläne im Elbe-Mündungshafen nicht dazu dienen sollten anderen deutschen Nordseehäfen Konkurrenz zu machen. Angesichts des erheblichen Mengenwachstums im Containerverkehr „brauchen wir jeden Meter neuer Kaimauer“. Ahlers verwies auf aktuelle Berechnungen, wonach weltweit derzeit 65 Km Kaimauer- Kapazität fehlten. Die angestrebten Containermengen erwartet man sowohl aus dem europäischen Kurzstreckenseeverkehr als auch aus dem Übersee-Containerverkehr. Im Gegensatz zu Wilhelmshaven, das mit dem JWP ein ganz klares Votum zugunsten des reinen Containerverkehrs abgegeben habe, halte Cuxhaven an seinem Universalhafenstatus fest. Schon heute behandelt der Elbmündungshafen neben Containern vor allem Ro/ Ro-Ladung und Stückgüter sowie Projektladung. 2006 schlug der Hafen rund 1,6 Millionen t um. Darin eingeschlossen waren 75.000 TEU und rund 210.000 Neufahrzeuge. Für 2007 rechnet Cuxport-Mitgeschäftsführer Hans-Peter Zint mit 1,75 Millionen t, gut 85.000 TEU und 230 000 Neufahrzeugen. Staufrei nach Hamburg Mit seinem Vorstoß hat der Cuxport-Chef bei der niedersächsischen Landesregierung für Verärgerung gesorgt. Zum einen weil das Land den Ausbau Wilhelmshavens zum deutschen Tiefwasserhafen betreibt; zum anderen weil der Vorschlag nur wenige Monate vor der wichtigen Landtagswahl in Niedersachsen (Frühjahr 2008) kommt. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) stellte jedenfalls klar: „Wir werden nichts unterstützen was die Entwicklung des Wilhelmshavener Tiefwasserhafens beeinträchtigen könnte.“ Cuxhaven habe gute Wachstumszahlen und Perspektiven. Das Land werde auch dort die jeweilige Hafeninfrastruktur schaffen. „Wir werden aber nicht Voraussetzungen schaffen dort die größten Containerschiffe abfertigen zu können.“ Hinsichtlich der Hinterland- Anbindungen könne Cuxhaven mit einigen Trümpfen aufwarten, ist Heinrich Ahlers überzeugt. Neben der optimalen Straßenanbindung über die direkt im Hafengebiet beginnende Autobahn A27 sowie einer direkten Schienenverbindung biete die Elbe einen staufreien Transportweg. In Zusammenarbeit mit der Bremer Spedition Lexau, Scharbau & Co. (Anker Leschaco Group) betreibt Cuxport einen regelmäßigen Binnenschiffs-Dienst von Cuxhaven nach Hamburg und zurück. Ahlers: „Wir bieten gegenwärtig drei Abfahrten pro Woche. Aber wir könnten den Dienst bei entsprechendem Aufkommen auch auf vier bis fünf wöchentliche Abfahrten verdichten.“ Das eingesetzte Binnenschiff Linah bietet Platz für bis zu 48 TEU, wobei es neben Container auch nicht containerisierbare Ladung befördert.“ An der Firma Cuxport, die jetzt zehn Jahre besteht, sind die beiden Firmen Rhenus AG & Co. KG sowie mit 25,1 Prozent die HHLA aus Hamburg beteiligt. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 146 Mitarbeiter. Einen zuverlässigen Binnenschiffs-Pendelverkehr hat Cuxport gemeinsam mit der Bremer Fachspedition „Leschaco“ zwischen Hamburg und Cuxhaven eingerichtet. Der Dienst könnte noch weiter verdichtet werden. (Foto Eckhard-Herbert Arndt) Masterplan für die Donau gefordert VON SARAH DE PRETER Die ‘Hängepartie’ zwischen Bund und Bayern über den Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen wird zur Bremse für den bayerischen Hochwasserschutz. Das sagte der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) bei der Einweihung des letzten Hochwasserschutzstückes in Deggendorf-West am 11. September. Wie Schnappauf angab, sind die Schutzmaßnahmen rechtlich wie technisch eng mit der jeweiligen Ausbauvariante verknüpft. Bisher habe Bayern unabhängig von der Variantendiskussion Hochwasser- Schutzmaßnahmen vorangetrieben. Um zukünftige Planungen zu ermöglichen müsste nun aber dringend eine konkrete Ausbau-Variante benannt werden. Dabei forderte Schnappauf ein Gesamtkonzept: „Wir wollen die Donau als Wasserstraße nutzen, aber auch zur Stromgewinnung. Gleichzeitig sollen Fische und andere Wasser-Lebewesen ungehindert stromauf und stromab wandern können.“ In Deggendorf wurden in den vergangenen zwei Jahren auf einer Strecke von circa 1,7 Kilometern die bestehenden Deiche entlang der Donau fast vollständig entfernt und auf einer zurückversetzten Deichlinie neu errichtet. Die Donau erhält dadurch wieder mehr Raum. Somit ist die Stadt nun komplett vor 100-jährigem Hochwasser geschützt, freute sich Schnappauf. Der letzte Lückenschluss im System kostete 6,2 Millionen Euro, wovon der Bund und Bayern jeweils ein Drittel übernahmen. Auch die Stadt Deggendorf hat mitfinanziert. Darüber hinaus sind EU-Gelder in das Projekt geflossen. Blockadehaltung Wie es mit dem Hochwasserschutz zwischen Straubing und Vilshofen weitergeht, hängt nach Angaben Schnappaufs von der Ausbauvariante in diesem Donauabschnitt ab. Wenn nicht rasch entschieden würde, so müsse Bayern den Hochwasserschutz komplett vom Ausbau abkoppeln. Das würde länger dauern und zudem teurer werden. Die Grünen im bayerischen Landestag halten diese Aussage für eine „Erpressung der Bevölkerung“. Ihrer Auffassung nach hat der Hochwasserschutz nichts mit der Ausbauvariante zu tun. Er sollte unverzüglich – unabhängig von der Ausbauvariante – vorangetrieben werden. Bekanntlich möchte die bayerische Staatregierung die Donau mittels Staustufen ausbauen. Umweltschützer sind vehement dagegen. Der Bund hat sich noch nicht endgültig festgelegt. Deshalb wirft der Freistaat ihm Blockadepolitik vor. Für die Schifffahrt wäre ein Ausbau ohne Staustufe keine geeignete Lösung. Deutschland erstickt im Stau Die deutsche Wirtschaft fordert massive Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. „Wir ersticken im Stau“, sagte Gerhard Riemann, Vorsitzender des Verkehrsausschusses beim Bundesverband des Deutschen Großund Außenhandels in Berlin. Angesichts des immer weiter wachsenden Güterverkehrs warf Riemann der Bundesregierung vor „dünne und kreativitätslose“ Antworten zu CMNI: 1. November in Kraft Am 1. November tritt nun auch in Deutschland das Budapester Übereinkommen über den Vertrag über die Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt (CMNI) in Kraft. Das Übereinkommen gilt heute bereits für grenzüberschreitende Transporte deren Lade- oder Löschhafen in Bulgarien, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien, der Russischen Förderation, der Schweiz, der Tschechischen Republik oder in Ungarn liegt. bieten. Die Außenhändler fordern von der Bundesregierung Maßnahmen die greifen und eine Politik gegen den Stau. Dabei denkt der Verband an dem sechsstreifigen Ausbau aller Hauptverkehrsadern. Auch forderte Riemann eigene Trassen für den Schienengüterverkehr und einen Ausbau der Elbe um die Seehäfen wirkungsvoll an das Hinterland anzubinden. Darüber hinaus wenden einige Donaustaaten das Übereinkommen auch für innerstaatliche Verkehre an. Das Inkrafttreten des Übereinkommens führt zu einer weiteren Vereinheitlichung über den Frachtvertrag im Binnenschiffstransport. Der Großteil der Binnenschiffstransporte entfällt auf den grenzüberschreitenden Verkehr. Dabei ist Deutschland oftmals Quell- oder Zielort.

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