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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 26 10 OKTOBER 2006 nach Maß! Duisport ist ein Jobmotor TOS sucht: Steuerleute und (Voll)Matrose Steuerleute mit Patenten (Voll)Matrose: • mit Dienstenbuch • (inter)nationalen Schifffahrt Gumeta - Ihr Spezialist für Gummiwellenlager ist immer im Einsatz!!! Komplett einbaufertige Lieferung nach Zeichnung Kostensparende Neugummierung ausgelaufener Lager Anpassung an alle Einbauverhältnisse Breite Produktpalette Erstklassige Qualität Kurzfristige Verfügbarkeit gumeta Gummi-Metall-Werk H. Maes GmbH Südstraße 9 • D-66780 Rehlingen-Siersburg Tel. +49 (0) 68 35/30 94 • Fax +49 (0) 68 35/6 70 57 E-mail: info@gumeta.de • Internet: www.gumeta.de dé maritieme vacaturesite www.tos.nl "Interessiert? Bitte kontaktieren Sie uns per Telefon oder Internet. Klarer Fall? Scheint nicht so, denn die beiden streiten sich ja wie die Raben, wer wann wem die Vorfahrt genommen hat. So etwas kann mir nicht passieren, denn ich kann mir den ganzen Ablauf einer brenzligen Situation nachher noch mal in aller Möwenruhe anschauen. Ich habe ja zum Glück: S 720°-Sicht Aufnahme und Wiedergabe Vom Duisburger Hafen sind rund 36.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt abhängig. Dabei beträgt die Werterschöpfung die insgesamt auf den Hafen zurückzuführen ist, mehr als 2,2 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner Beratungsunternehmens Regionomica. Sie arbeiten schon längst nicht mehr nur in den klassischen Schifffahrts-, Lagerhaus- und Umschlagunternehmen. Arbeitnehmer aus Duisburg, deren Job direkt oder indirekt mit dem Hafen verbunden ist, sind auch im Straßen- und Bahnverkehr tätig. Weitere Beschäftigte kommen in vorgelagerten Branchen sowie im Konsumsektor hinzu die zum Teil außerhalb der Region Duisburg anfallen. Insgesamt elf Prozent aller Arbeitsplätze in Duisburg sind direkt mit dem Hafen verbunden. SCHEEPSSLOPERIJ TREFFERS BV 'für alle Ihre Abwrackschiffe, Abwracktonnage und andere treibende Objekte." +31(0) 23-5325211 +31(0) 6-53187317 Barzahlung E-mail: treffers@hetnet.nl Hendrik Figeeweg 35, 2031 BJ Haarlem K I C K E R S Die totale Wertschöpfung die auf den Duisburger Hafen zurückzuführen ist, beträgt über 2,2 Milliarden Euro. Kein zweiter Binnenhafen kann eine derartig hohe Wertschöpfung vorweisen. Besonders im Containerbereich hat der Duisburger Hafen in den letzten Jahren seine Spitzenposition weiter ausgebaut. Mit mehr als 710.000 TEU und knapp 1,3 Millionen Containerbewegungen im Jahr 2005 ist Duisport auf der Landkarte der weltweit größten Containerhäfen angekommen. Nach Angaben der G e s c h ä f t s f ü h r u n g lassen die aktuellen Halbjahreszahlen bereits erwarten dass der Hafen deutlich über den Ergebnissen von 2005 liegen wird. In den letzten sieben Jahren konnte der Duisburger Hafen mehr als 50 Unternehmen für den Standort gewinnen. Das generiert Arbeitsplätze und eine hohe Wertschöpfung. Und genau das spiegelt die aktuelle Studie wider, freut sich Hafenchef Erich Staake. TOS ROTTERDAM • WESTERKADE 7a 3016 CL ROTTERDAM • TEL. (+31)10 - 436 62 93 TOS VLISSINGEN • BOULEVARD BANKERT 308 4382 AC VLISSINGEN • TEL. (+31)118 - 44 09 11 Einige Beispiele Unsere Preise für Generalüberholung Austauschmotoren Scania D 11 € 7050,- Scania DS 11 € 7450,- (incl. Turbo) Scania DS 14 € 9850,- (incl. Turbo) DAF DKA 1160 € 7050,- DAF DKS 1160 € 7425,- (incl. Turbo) Mercedes OM 402 € 8970,- Mercedes OM 442A € 9755,- (incl. Turbo) Volvo TD 100 A € 7909,- (incl. Turbo) Volvo TD 120 A € 8052,- (incl. Turbo) Motor generalüberholen incl. Brennstoffpumpen und Turbinen. Preise excl. MwSt. Motoren Lieferbar mit CCR-Zertifikat Fase I + Fase II Generalüberholung sämtlicher Schiffsdieselmotoren, Brennstoffpumpen, Einpritzdüsen, Anlasser und Lichtmaschinen, Kurbelwelle schleifen, Zylinder schleifen, Zylinderköpfe überholen, Lieferung und Einbau von ua. SCANIA, DAF, VOLVO und Mercedes A. Huismanstraat 5, NL-Staphorst Tel. +31(0)522/46 14 35 - Fax.: +31(0)522/46 20 60 Priv.: +31(0) 522/26 14 74 internet : http://www.ktbkoning.nl JA! Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: De Binnenvaartkrant Antwortnr. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet € 62,- (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ab 1. Januar 2007 herabsetzen wir den Preis des Abonnementes für Belgien zu € 21,50 (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. Ein Klick genügt und der RADARpilot720° nimmt viele Stunden Fahrt mit allen Informationen vom Radar, GPS, Wendeanzeiger und Ruderlage auf, speichert sie und kann sie jederzeit wiedergeben. Sozusagen die Blackbox der Binnenschifffahrt. Ausführliche Infos erhalten Sie bei Ihrem Schiffsausstatter oder unter: www.innovative-navigation.de Kontakt: (Telefon) +49 (0) 71 54 / 8 07-150, (Fax) -154 oder (E-Mail) info@innovative-navigation.de in Ein Produkt von innovative navigation In Fahrt. .. Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. .. Daher abonniere ich die Zeitung bis auf Widerruf für wenigstens ein Jahr: Versandadresse: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Mehrwertsteuernr: Email: Fakturadresse dasselbe wie Versandadresse Fakturadresse anders, nämlich: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Email: Mehrwertsteuernr: Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,60 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Name Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag Straße und Hausnummer Postleitzahl Unterschrift Mehrwertsteuer nr.: Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Ort / Land 1x € 9,00 3x € 21,00 € 14,00 € 31,00 € 19,00 € 42,00 € 23,00 € 52,00 € 28,00 € 62,00 € 33,00 € 72,00 € 38,00 € 83,00 Wenn Sie sich einen "Kicker unter Chiffre" wünschen, beachten Sie bitte die zusätzlichen Verwaltungskosten: € 3,10 Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich € 5,25 extra. Das Angebot gilt nur ab 3 (Online)-Anzeigen Zahlung Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Konto in Deutschland, Commerzbank-Duisburg, bank-leitzahl 350.400.38, Konto-nr. Riomar BV 4569588 oder schicken Sie uns einen Überweisungsauftrag an die folgende Adresse: Riomar BV-De Binnenvaartkrant, Postbus 24202 NL-3007 DE Rotterdam (Niederlande) Ihr ausgefülltes Kicker-Formular können Sie auch an diese Adresse schicken oder faxen an: 0031-10-4140212

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 27 10 OKTOBER 2006 Heinz Hofmann verabschiedet sich aus der Binnenschifffahrt ‘Nur durch Geschlossenheit wird man Ernst genommen’ Über zwanzig Jahre war Heinz Hofmann neben seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der MSG Mainschiffahrts- Genossenschaft auf internationaler Ebene ehrenamtlich für die Binnenschifffahrt aktiv. Anfang diesen Monats verabschiedete sich der “Binnenschifffahrtspapst”, wie man ihn mittlerweile in Deutschland nennt, aus dem Gewerbe. Für de Binnenvaartkrant blickt Hofmann auf die vergangenen Jahre zurück. Heinz Hofmann braucht nicht einmal zwanzig Jahre in die Zeit zurückzureisen um die großen Entwicklungen der Binnenschifffahrt während seiner Karriere zu beschreiben. Seit 1992, dem Jahr in dem er Vizepräsident vom Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) wurde, hat sich in dem Gewerbe viel geändert. ‘Sowohl national als auch international war die Binnenschifffahrt jahrelang der vergessene Verkehrsträger,’ sagt Hofmann. ‘Natürlich gab es nationale Unterschiede: In den Niederlanden, Belgien und Frankreich spielte die Binnenschifffahrt schon viel eher eine bedeutsame Rolle als in Deutschland. Bei uns lag die Branche lange Zeit im Dornröschenschlaf.’ Von Sarah De Preter ‘Wie kam das? Vielleicht ging es vielen Unternehmen und Partikulieren zur Zeit der Festfrachten einfach nur gut. Hat die Binnenschifffahrt etwas übersehen? Im Nachhinein könnte man sagen: Vielleicht wäre es notwendig gewesen sich besser zu profilieren. Als Vizepräsident vom BDB erlebte ich die Freigabe der Tarife und die internationale Freigabe der Kabotage. Das waren bedeutende Momente für das Gewerbe. Als BDB-Präsident habe ich immer versucht den Stellenwert der Branche zu verstärken, etwas in Bewegung zu bringen. Dabei war mir die internationale Zusammenarbeit vom Anfang an wichtig.’ So mag es nicht verwundern dass der BDB-Präsident vor fünf Jahren mit an der Wiege der Europäischen Binnenschifffahrts Union (EBU) stand. 2004 übernahm Hofmann den Vorsitz dieser internationalen Organisation. ‘Es hat einfach nicht mehr gereicht sich nur auf nationaler Ebene für die Binnenschifffahrt einzusetzen. Auch in Brüssel bekam unsere Branche nicht die Aufmerksamkeit welche sie verdient. Somit haben nationale Binnenschifffahrtsorganisationen die Kräfte gebündelt in der EBU. Zusammen sind wir ein starkes Team.’ Rotation Seit ihrer Gründung strebt die EBU eine pan-europäische Interessenvertretung der Binnenschifffahrt an. Wie weit ist diese Ambition vorangeschritten? ‘Wir bemühen uns intensiv um die Mitarbeit neuer Mitgliedstaaten wie Polen, der Slovakei und Ungarn. Dort werben wir auch mit Veranstaltungen. Problematisch ist dass in diesen Ländern noch keine starken nationalen Heinz Hofmann: ‘Die Binnenschifffahrt könnte soviel mehr transportieren wenn die Wasserstraßen gut ausgebaut wären. Sie sind das Korsett des Wasserstraßensystems.’ (Archivfoto Sarah De Preter) Binnenschifffahrtsorganisationen existieren. So lange es diese nicht gibt, bleibt die Mitarbeit in der EBU ein schwieriges Thema. Wir sind aber daran. Tschechien ist übrigens schon Mitglied.’ Mit seinem Abschied aus dem Binnenschifffahrtsgewerbe hat Heinz Hofmann auch den Vorsitz der EBU an die Niederlande übertragen. Er hofft dass die Organisation in seinem Sinne fortgeführt wird. ‘Das gemeinsame Ziel sollte es sein die Binnenschifffahrt europaweit weiter voranzubringen. Das erfordert eine gemeinsame internationale Politik.’ In Frage stellt Hofmann das Rotationsverfahren, nach dem die EBU alle zwei Jahre einen neuen Vorsitzenden anweist. ‘Ich bin kein großer Befürworter dieses permanenten Wechsels. Vielleicht Wäre es viel sinnvoller wenn die EBU einen Vorsitzenden für längere Zeit hätte. Dieser könnte seine europäischen Kontakte dadurch besser vertiefen.’ Stabilität In Brüssel wird nur auf die EBU gehört wenn sie sich einig ist mit der Europäischen Schiffer Organisation (ESO). Wie verläuft die Zusammenarbeit beider Organisationen? ‘In zahlreichen nautisch-technischen Kommissionen arbeiten wir durchaus gut zusammen,’ sagt Hofmann. ‘Doch wenn es an den Schwur geht, gibt es oftmals noch Probleme. Als EBU-Präsident habe ich versucht Annäherung zur ESO hinzubekommen. Das halte ich nach wie vor für wichtig.’ ‘Wie auch auf nationaler Ebene ist dies ein mühsamer Prozess. So hat es zwischen dem BDB und dem BDS viele Bemühungen gegeben sich zu vereinigen. Das hat nicht geklappt: die Strukturen beider Organisationen sind einfach zu unterschiedlich. Ähnliches sehe ich auf europäischer Ebene. Was ich bei der ESO bemängele, ist dass es wenig Geschlossenheit gibt. Innerhalb der EBU sind wir uns meistens schnell über Grundprinzipien einig, auch wenn wir nicht immer eine Meinung haben. Damit hat die ESO große Probleme.’ ‘Es fehlt an Stabilität. Nur durch Geschlossenheit wird man in Brüssel ernst genommen. Ich bin der Meinung dass die Gelder aus dem Reservefonds längst an die Binnenschifffahrt zurückgeflossen wären, wenn es innerhalb der ESO mehr Stabilität gegeben hätte.’ Euphorie Trotz der Hindernisse in der Zusammenarbeit zwischen ihren europäischen Interessenvertretern genießt die Binnenschifffahrt Anno 2006 in Brüssel eine gewisse Aufmerksamkeit. Das Aktionsprogramm Naiades der Europäischen Kommission löste anfangs Euphorie im Gewerbe aus. Doch der Enthusiasmus scheint längst wieder abgekühlt. Dazu Hofmann: ‘Naiades ist zweifellos ein Schritt in der guten Richtung. Doch nun stehen wir bereits seit einiger Zeit im Stillstand. Wir kommen einfach nicht weiter, ich habe große Bedenken.’ ‘In Brüssel hat man offensichtlich kein Budget eingeplant für die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Naiades-Programm. Die Binnenschifffahrt ist bereit ihre 40 Millionen Euro aus dem Reservefonds zur Umsetzung von Naiades einzusetzen. Wir erwarten dass auch die EU entsprechend Mittel zur Verfügung stellt. Sonst werden auch wir kein Geld hergeben.’ Akte von Mannheim Einer der Punkte aus dem Naiades-Programm ist die Neustrukturierung der Regelgebung in der Binnenschifffahrt. Damit möchte die Europäische Kommission der Zersplitterung ein Ende setzen. Welche Zukunft sieht Hofmann für die Flusskommissionen? ‘Auf dem Rhein hat sich die Binnenschifffahrt in den letzten Jahrzehnten kräftig entwickelt,’ stellt er klar. ‘Das ist nur auf die Akte von Mannheim zurückzuführen. Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) halte ich für eine sehr wichtige Institution. Ich habe ihre Rolle nie in Zweifel gezogen; sie sollte auch unter dem Druck der EU ihre Arbeit weiter verrichten können.’ ‘Selbstverständlich halte ich es für notwendig dass es für die Binnenschifffahrt auf pan-europäischer Ebene einen institutionellen Rahmen gibt. Nach meiner Meinung liegt die Zukunft in der Bildung einer gemeinsamen Binnenschifffahrts-Institution für alle Flussanrainerstaaten, einer Art Europäischen Zentralkommission für die Binnenschifffahrt. Sie sollte über alle Kompetenzen verfügen die notwendig sind um sich mit den sämtlichen Aspekten der Binnenschifffahrt befassen zu können. Dabei ist die ZKR das Fundament.’ Neubau Zu allen möglichen Aspekten der Binnenschifffahrt hat sich Heinz Hofmann in den letzten Jahren geäußert. Ganz besonders hat er sich für die Änderung des Paragraphen 6b eingesetzt. ‘Ich bin stolz dass wir die notwendige Änderung dieses Paragraphen im deutschen Einkommenssteuergesetz nun doch durchgesetzt haben. Das wird der deutschen Flotte, und dadurch auch der internationalen Flotte, Aufschub bringen. Viele Partikuliere denken bereits über Neubau oder Modernisierung nach.’ Durch die Änderung des Paragraphen 6b können nun auch deutsche Schiffer den Erlös aus dem Verkauf ihrer Schiffe steuerfrei in den Bau eines neuen Fahrzeugs investieren. In den Niederlanden war dies bereits seit Jahren möglich. Immer größer wurde dadurch der Konkurrenzunterschied: Während die deutsche Flotte in Hochtempo veraltete, haben die Niederländer mit Eifer in neue Schiffe investiert. Doch wie sieht es aus wenn nun auch Deutschland anfängt neue Fahrzeuge zu bauen? Sieht Heinz Hofmann bereits eine drohende Überkapazität? ‘Nicht wirklich. Dennoch verstehe ich die Neubau-Euphorie nicht ganz. Derzeit haben wir es mit hohen Stahlpreisen zu tun. Bei der MSG habe ich letztes Jahr einen neuen Koppelverband bauen lassen. Dieses Schiff würde uns heute um eine Million mehr kosten. Ich hätte gerne noch einen zweiten Verband, halte aber die derzeitigen Stahlpreise für nicht akzeptabel. Daher hält sich meine Neubau- Euphorie in Grenzen.’ ‘Heute wird auch meistens in große Schiffe investiert. Das ist günstig für die Verlader, für Partikuliere sehe ich jedoch Probleme. Was passiert wenn die Frachtpreise nicht ansteigen? Das wäre ein Schlag ins Gesicht vieler Schiffer die in große Neubauten investiert haben. Daher bin ich etwas skeptisch.‘ Infrastruktur Immer wieder hat Heinz Hofmann im Laufe seiner Karriere auf die Notwendigkeit gut ausgebauter Wasserstraßen hingewiesen. Er ruft die nationalen und europäischen Regierungen zu mehr Verantwortung auf: ‘Wenn man es wirklich ernst meint mit der Binnenschifffahrt, so muss man auch in die Wasserstraßeninfrastruktur investieren. Noch immer weist das europäische Wasserstraßennetz große Engpässe auf.’ ‘Der deutschen Bundesregierung werfe ich vor dass sie so lange inaktiv bleibt in Sachen Donau- Ausbau. Ich bin der Meinung dass die Europäische Kommission mehr Druck auf die nationalen Regierungen ausüben sollte, damit diese sich um ihre Wasserstraßen kümmern. Die Binnenschifffahrt könnte soviel mehr transportieren wenn die Wasserstraßen gut ausgebaut wären. Sie sind das Korsett des Wasserstraßensystems.’ Harte Arbeit Mit Glanz hat Heinz Hofmann zwanzig Jahre lang sein Unternehmen kombiniert mit vielen Ehrenämtern in der Binnenschifffahrt. Wo hat er Kraft für diese Tätigkeiten geschöpft? ‘Ich hatte mein Unternehmen gut im Griff. Dadurch hatte ich den Kopf frei für die viele Verbandsarbeit. Selbstverständlich musste ich auch oft private Interessen zugunsten der Binnenschifffahrt zurücksetzen. Doch vor allem habe ich viel gearbeitet: Sogar meine Reden und Pressemitteilungen habe ich bis zum letzten Tag selbst geschrieben. Das war schon fast nicht mehr normal. Dennoch bin ich der Meinung, dass man nur so zum Erfolg kommt.’ ‘Da ich aus der Binnenschifffahrt komme, kannte ich die Branche sehr gut. Und man hat mich gekannt. Ich habe ständig versucht den Finger in die Wunden zu legen. Das allerwichtigste war aber dass die MSG mir Stabilität geboten hat. Wir sind eine Genossenschaft, da ändern sich die Sachen nicht von heute auf morgen. Ich hoffe dass immer wieder Binnenschifffahrtsunternehmer sich für die Verbandsarbeit begeistern werden. Unsere Branche verdient es dass man für sie kämpft.’ Wird Hofmann sich nicht langweilen, wo er doch so viel Freizeit hat demnächst? ‘Davor habe ich keine Angst. Ich bin nun im sechsundsechzigsten Lebensjahr. Ich war fast ein halbes Jahrhundert bei der MSG aktiv und werde dies noch bis Ende 2007 sein. Ich habe mich mit viel Herzensblut für die Binnenschifffahrt eingesetzt. Nun stehen noch so viele andere schöne Sachen auf meiner Agenda.’

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