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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 24 Neues Hebewerk geplant Am Elbe-Seiten-Kanal in Scharnebeck soll in den kommenden Jahren ein neues Schiffshebewerk entstehen. Das jetzige Hebewerk, 1975 für den Schiffsverkehr freigegeben, ist zu klein geworden. Außerdem ist das Hebewerk renovierungsdürftig. Der Schiffsverkehr auf dem Kanal nimmt aber ständig zu, so dass eine neue Anlage dringend notwendig ist. Die Tröge des alten Schiffshebewerks in Scharnebeck sind 100 Meter lang und 12 Meter breit. Moderne Güterschiffe passen nicht mehr hinein. Probleme gibt es auch mit der Funktionstüchtigkeit der Anlage. In diesem Frühjahr musste das Hebewerk monatelang repariert werden und die Binnenschifffahrt musste lange Wartezeiten im Kauf nehmen. Trotz des Neubaus soll die Anlage vorerst nicht abgerissen werden, denn für kleinere Binnenschiffe ist sie durchaus noch geeignet. Außerdem besuchen jährlich rund 500.000 Touristen das Bauwerk am Fluss. Das neue Hebewerk befindet sich erst in der Planungsphase und wird frühestens in zehn Jahren fertig sein. Neben der Wirtschaftlichkeit muss auch die Verteilung der Kosten geprüft werden. An dem Bau des alten Hebewerks hatten sich der Bund, sowie die Bundesländer Niedersachsen und Hamburg beteiligt. Botschaft berät Schuttevaer Die internationale Abteilung der nautisch-technischen Organisation Koninklijke Schuttevaer hat die niederländische Botschaft in Berlin um Rat gebeten. Der Anlass ist der fortschreitende Abbau von Liegeplätzen für die Binnenschifffahrt in Deutschland. In den letzten Monaten erreichten dem Sekretariat der Koninklijke Schuttevaer viele Fragen über das Verschwinden von Liegeplätzen. Die Organisation hat daher beschlossen, neben den bestehenden Kontakten auch neue Kontakte zu nutzen um Entscheidungsnehmer in Deutschland beeinflussen zu können. Die niederländische Botschaft in Berlin informiert der Organisation nun in dieser Sache. Hauptziel der Koninklijke Schuttevaer ist es dass die Liegeplätze für die Binnenschifffahrt erhalten bleiben. ‘Hindernislauf’ Im Rahmen des Elbschifffahrtstages 2006 am 8. September in Riesa hat der Elbstromverein die Bundesregierung aufgefordert zügig für eine barrierenfreie TOS sucht: Steuerleute und (Voll)Matrose Steuerleute mit Patenten (Voll)Matrose: • mit Dienstenbuch • (inter)nationalen Schifffahrt Elbe zu sorgen. Wie Dr. Eberhard Hirsch, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Elbstromgebietes, bemängelte, ähnelt die Binnenschifffahrt Neue digitale Schifffahrtskarten Die Via Donau hat die elektronische Landkarte der österreichischen Donau um ein entscheidendes Stück ergänzt. In Zusammenarbeit mit dem Wiener Hafen und dem Ennshafen wurden digitale Schifffahrtskarten der beiden Häfen erstellt. Die Schifffahrtskarten werden von den Häfen für die verbesserte Planung zukünftiger Projekte und Serviceleistungen genutzt, stehen aber auch den Schifffahrtstreibenden zur Verfügung. Sie sind auf den Websites www.wienerhafen.com bzw. www. ennshafen.at abrufbar. Auf www.doris.bmvit.gv.at stehen ENC Karten für die gesamte österreichische Donau zur Verfügung. Standvorteil Allein wegen der direkten Verbindungen zu Automobilwerken in der Mitte und im Süden Deutschlands braucht Reederei Maersk einen deutschen Hafen. Das hat Maersk-Chef Eivind Kolding angegeben. Nach Angaben von Kolbing wartet Maersk auf den neuen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven. Dabei weist er auf die Notwendigkeit guter Hinterlandverbindungen für den neuen Jade-Weser-Port. Vor allem ein direkter Zugang zum deutschen Bahnnetz sei erwünscht. Dann habe Wilhelmshaven gegenüber Rotterdam den gleichen Standortvorteil wie die übrigen deutschen Containerterminals. Der Bau des Tiefseehafens soll Anfang 2007 beginnen. dé maritieme vacaturesite www.tos.nl "Interessiert? Bitte kontaktieren Sie uns per Telefon oder Internet. TOS ROTTERDAM • WESTERKADE 7a 3016 CL ROTTERDAM • TEL. (+31)10 - 436 62 93 TOS VLISSINGEN • BOULEVARD BANKERT 308 4382 AC VLISSINGEN • TEL. (+31)118 - 44 09 11 auf der Elbe derzeit einem Hindernislauf. Aus einem aktuellen Gutachten der LUB Consulting in Dresden geht hervor dass auf der Elbe zwischen Geesthacht und der Tschechischen Grenze jährlich 5,8 Millionen Tonnen mehr Güter transportiert werden könnten wenn die Elbe weiter ausgebaut würde. Besonderen Anteil daran hat der stark wachsende Containerumschlag im Hamburger Hafen. Nicht nur die Vertiefung der Elbe, sonder auch bessere Bedingungen auf der Saale, würden der Binnenschifffahrt Schub geben. Die Staatssekretärin im Bundesverkehrministerium Karin Roth stellte beim Elbschifffahrtstag klar dass der Bund derzeit jährlich sechs Millionen Euro für Unterhaltungsund Reparaturmaßnahmen an der Elbe investiert. Damit sollen bis 2010 die Hochwasserschäden aus Ausgebremst Eis und Niedrigwasser haben die Binnenschifffahrt auf Deutschlands Wasserstraßen in der ersten Jahreshälfte ausgebremst. Das geht aus einer Statistik des Bundesamtes für Statistik hervor. Von K I C K E R S 26 SEPTEMBER 2006 Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? 2002 beseitigt sein. Daraufhin klagte Hirsch laut dass die Binnenschifffahrt so lange warten soll bis die Bundesregierung alle Hochwasserschäden am Flusslauf repariert hat, seien doch die Zerstörungen an Land schon längst beseitigt. Er drängte die Regierung neben einer schnellen Reparatur aller Flutschäden an den Strombauwerken auch die Abschlussund Restarbeiten bei Magdeburg, Dömitz und Torgau zügig zu vollenden. Vor allem die 13 Kilometer lange Reststrecke bei Dö mitz schränkt die Leistungsfähigkeit der Elbschifffahrt erheblich ein. Der Elbstromverein wies erneut darauf hin dass eine Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter auch in Niedrigwasserperioden ohne negative Auswirkungen auf das Ökosystem der Elbe möglich ist. Januar bis Juni wurden knapp 120 Millionen Tonnen auf den deutschen Wasserstraßen transportiert. Das ist ein Prozent weniger als im Vergleichsraum des Vorjahres. B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,60 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x € 9,00 3x € 21,00 € 14,00 € 31,00 € 19,00 € 42,00 € 23,00 € 52,00 € 28,00 € 62,00 € 33,00 € 72,00 JA! .. Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: De Binnenvaartkrant Antwortnr. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet € 62,- (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. .. Daher abonniere ich die Zeitung bis auf Widerruf für wenigstens ein Jahr: Versandadresse: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Mehrwertsteuernr: Email: Fakturadresse dasselbe wie Versandadresse Fakturadresse anders, nämlich: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Email: Mehrwertsteuernr: Name Straße und Hausnummer Postleitzahl Unterschrift Mehrwertsteuer nr.: Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich € 5,25 extra. Das Angebot gilt nur ab 3 (Online)-Anzeigen Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Ort / Land € 38,00 € 83,00 Wenn Sie sich einen "Kicker unter Chiffre" wünschen, beachten Sie bitte die zusätzlichen Verwaltungskosten: € 3,10 Zahlung Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Konto in Deutschland, Commerzbank-Duisburg, bank-leitzahl 350.400.38, Konto-nr. Riomar BV 4569588 oder schicken Sie uns einen Überweisungsauftrag an die folgende Adresse: Riomar BV-De Binnenvaartkrant, Postbus 24202 NL-3007 DE Rotterdam (Niederlande) Ihr ausgefülltes Kicker-Formular können Sie auch an diese Adresse schicken oder faxen an: 0031-10-4140212

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 25 Umsetzung der EU-Gefahrenabwehrrichtlinie in NRW: Binnenhäfen befürchten Kostenexplosion Obwohl noch nicht klar ist wie die verschärften Sicherheitsvorschriften im Hafenbereich in Zukunft aussehen werden, befürchten die 14 Binnenhäfen in Nordrhein-Westfalen Häfen bereits jetzt eine starke Steigerung der Kosten. Seit den Anschlägen am 11. September 2001 in New York hat sich das Sicherheitsbedürfnis der Amerikaner geändert. Dies hat unter anderem dazu geführt dass die Vereinigten Staaten nur noch Seehäfen anlaufen wollen die ausreichend in Sicherheitsmaßnahmen investieren. Auf europäischer Ebene gibt es eine Sicherheitsrichtlinie zur Erhöhung der Gefahrenabwehr in den Häfen. Seehäfen in ganz Europa arbeiten derzeit an ihren Sicherheitsplänen. Von Sarah de Preter Auch Binnenhäfen die eine direkte Verbindung zur offenen See haben, sind von der Richtlinie betroffen. So wie beispielsweise die Binnenhäfen in NRW. Zusammen mit den Häfen soll nun das Bundesland die europäische Richtlinie in ein Gesetzt umwandeln. Im Juli nächsten Jahres soll dann die sogenannte Hafensicherheitsrichtlinie umgesetzt sein. Noch ist unklar wie sich dies in der Praxis auswirken wird. Zu hohen Umzäunungen und komplette Videoüberwachung wird es in den Binnenhäfen nach aller Wahrscheinlichkeit nicht kommen. Dennoch machen sich die Geschäftsführer der 14 NRW- Binnenhäfen Sorgen. Denn durch die angeschärften Sicherheitsmaßnahmen könnten die Kosten in den Häfen explodieren, wenn zum Beispiel in der Zukunft alle Lastwagen und Waggons überprüft werden müssten. Auch für Unternehmen, die im Hafen ansässig sind, könnte dies zu Mehrkosten führen. Der Bundesverband öffentlicher Im rumänischen Bukarest hat eine pan-europäische Verkehrsministerkonferenz zur Binnenschifffahrt stattgefunden. Dabei sprach sich der österreichische Staatssekretär Helmuth Kukacka erneut dafür aus dass ein Innovationsfonds für die europäische Binnenschifffahrt geschaffen wird. Auch müsse die Donaukommission reformiert werden. Die Österreicher erwarten dass die Europäische Kommission noch in diesem Jahr einen Vorschlag präsentiert zur Errichtung des Innovationsfonds für die Binnenschifffahrt, der mit mindestens hundert Millionen Euro dotiert sein soll. Unter österreichischer EU-Ratspräsidentschaft war zur Errichtung eines solchen Fonds beschlossen worden. Darüber hinaus will Österreich eine Reform der Donaukommission und eine Revison der Belgrader Akte, welche die internationalen Rahmenbedingungen für die Schifffahrt auf der Donau regelt. Durch die Reform soll Duisport, der wichtigste Binnenhafen in Nordrhein-Westfalen. (Foto Sarah De Preter) Binnenhäfen (BöB) warnt die Regierung in Nordrhein-Westfalen: Das Abwälzen der Finanzierung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen auf die Betreiber von Hafenanlagen würde die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenhäfen im Bundesland extrem gefährden. Mit zusätzlichen Kosten bis zu 800.000 Euro je Anlage drohen den betroffenen Binnenhäfen laut BöB erhebliche Wettbewerbsnachteile. Während doch eigentlich das Bundesland die Finanzierung übernehmen müsste. Der BöB verweist auf einen aktuellen Bericht der EU- Kommission zur Gefahrenabwehr im Verkehrbereich. Darin wird klar dass Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie grundsätzlich von der öffentlichen Hand in voller Höhe zu finanzieren sind. Die Pläne der nordrhein-westfälischen Regierung erstaunen den BöB umso mehr als gerade NRW bislang fast schon eine Vorreiterrolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Systems Wasserstraße eingenommen habe. ‘Die aktuellen Planungen konterkarieren nachhaltig die Zielsetzungen des Wasserstraßenverkehr- und Hafenkonzepts Nordrhein-Westfalen,’ sagt dazu BöB-Geschäftsführer Karl Michael Probst. In diesem Monat machten die Binnenhäfen zusammen mit dem Verkehrsministerium eine Bestandaufnahme von bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen. So gibt es bereits heute im Hafen Düsseldorf-Neuss spezielle Sicherheitszonen wo genau kontrolliert wird. Verkehrsministerkonferenz in Bukarest: ‘Innovationsfonds vorantreiben’ die Donaukommission zukünftig – wie die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt – verbindliche Beschlüsse fassen können. Bisher kann die Donaukommission nur Empfehlungen geben. Die Europäische Union sollte zu dieser Konvention zutreten. Nur so, sagte Kukacka, können einheitliche Rahmenbedingungen in der europäischen Binnenschifffahrt geschaffen werden. Donau-Ausbau Der österreichische Staatssekretär unterhielt sich in Bukarest auch mit seinem deutschem Amtskollegen Jörg Hennerkes. Nach Angabe des österreichischen Staatssekretärs hat Hennerkes zugesichert,dass die deutsche Bundesregierung ihr möglichstes tun wird um so schnell wie möglich zu einer Lösung für die Donau-Engstelle zwischen Straubing und Vilshofen zu kommen. ‘Auch Deutschland wird das Thema Binnenschifffahrt bei ihrer nächstjährigen EU-Präsidentschaft auf die Agenda nehmen,’ freut sich Kukacka schließlich. ‘Damit ist gewährleistet dass die Förderung der Binnenschifffahrt, nachdem sie unter österreichischer Präsidentschaft in Gang gesetzt wurde, weiterhin auf der europäischen Verkehrsagenda bleibt.’ Unfall in Schleuse Iffezheim An der Schleuse Iffezheim ist es am 12. September zu einem Schiffsunfall gekommen. Dabei sind voraussichtlich Schäden in Höhe von 20.000 Euro entstanden. Gegen 19 Uhr abends schleuste ein Passagierschiff zu Tal. Nach Verlassen der Kammer fuhr der Kapitän eines nachfolgenden Schubverbandes aus Basel auf das vorfahrende Schiff. Personen wurden bei dem Aufprall nicht verletzt. Weder das Passagierschiff, noch der Schubverband erlitten sicherheitsrelevante Schäden. Beide Schiffe konnten wenige Stunden nach dem Unfall ihre Reise fortsetzen. Zweites Leben für ‘Fritz’ Der Industriehafen Rosslau hat zu Begin dieses Monats einen neuen Kran in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um den ‘Fritz’, an den sich viele noch erinnern werden aus dem Hafen Köln-Mülheim. In Mülheim war der 38 Meter hohe und 250 Tonnen schwere Kran jahrzehntelang vorrangig für die Verladung von Deutz- Motoren genutzt worden. Mit den Jahren wurde er mehr und mehr zu einem Wahrzeichen des Mülheimer Hafens und Anwohner nannten ihn schließlich Fritz. Nach der Schließung des Hafens gab es auch für Fritz keine Arbeit mehr. Er stellte sogar eine Gefahr dar, da der Einsturz drohte. Während andere Kränen im Rheinau- Hafen zu Industriedenkmälern umfunktioniert wurden, blieb Fritz einsatzbereit. Der Kran wurde regelmäßig gewartet und kontrolliert. Nachdem es aber keine Arbeit mehr gab, dachte der Eigentümer Häfen und Güterverkehr Spannung im Heilbronner Hafen, denn in den kommenden Wochen fällt der Grundbeschluss ob der Hafen ein neues Containerterminal bekommt. Das Vorhaben muss durch das Wasser- und Schifffahrtsamt in Münster genehmigt werden. Die Frankfurter Studiengesellschaft für den kombinierten Verkehr hat ein Gutachten erstellt und dem Bund vorgelegt. Hieraus ergeben sich keine große Hindernisse für das Projekt. Das neue Terminal soll auf 38.000 Quadratmeter Fläche entstehen. Im ersten Bauabschnitt werden ein Liegeplatz für ein Containerschiff und eine Lagerkapazität von 600 Containern entstehen. Diese Phase würde etwa zehn Millionen Euro kosten. In der zweiten Phase soll der Terminal erweitert werden; dies würde noch einmal fünf Millionen Euro kosten. Der Bund beteiligt sich an den Kosten mit einem Zuschuss von bis zu 85 Prozent. Die Heilbronner Versorgungs 26 SEPTEMBER 2006 Köln (HGK) schließlich darüber nach den Kran zu verschrotten. Dann aber meldete sich Kapitän Detlef Bütow von der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe. In Rosslau konnte man den Kran gut gebrauchen. Somit wurde Fritz Ende 2004 in Einzelteile zerlegt und auf zwei Schiffen nach Sachsen-Anhalt transportiert. Dort wurde er entrostet und neue lackiert. Am 5. September hat er nun feierlich den Betrieb wieder aufgenommen. Im Hafen Rosslau freut man sich über den neuen Kran, der Güter bis zu einem Stückgewicht von 70 Tonnen umschlagen kann. Der Industriehafen Rosslau setzt vor allem auf Container und Projektladungen, die vom Hafen aus per Binnenschiff, Eisenbahn oder LKW weitertransportiert werden. Containerterminal für Heilbronn? Betrunken unterwegs GmbH (HVG) übernimmt den Rest. Wenn das Terminal fertig ist, können an der Anlage wöchentlich fünf bis sieben Zu- und Abfahrten stattfinden. Dabei sollen im Jahr mehr als 50.000 Container verladen werden. Zwar hält die HVG für die Realisierung des Projektes den Ausbau der 27 Neckarschleusen nicht für zwingend erforderlich, eine Stimulierung für den Schiffsverkehr wäre dies aber schon. Nur wenn die Schleusen von 105 auf 140 Meter ausgebaut werden, kann der Neckar künftig von Großmotorschiffen mit einer Länge bis zu 135 Metern genutzt werden. Der Umbau der Schleusen würde etwa 80 Millionen Euro kosten. Im vergangenen Jahr sind im Heilbronner Hafen vier Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden, die mit Schiffen über den Neckar von und nach Heilbronn transportiert wurden. Beamte der Nürnberger Wasserschutzpolizei haben am 15. September einen betrunkenen Binnenschiffer auf dem Main- Donau-Kanal erwischt. Wie die Polizei berichtet, war der 63- jährige an der Schleuse Kriegenbrunn bei Erlangen aufgefallen weil er auf ein anderes Binnenschiff aufgefahren war und dieses leicht geschrammt hatte. Als die Polizisten das Schiff, das in Richtung Lengfurt am Main unterwegs war, anhielten, staunten sie nicht schlecht. Ihnen schlug eine deutliche Alkoholwolke entgegen. Eine Atemalkoholüberprüfung beim Kapitän ergab schließlich einen Wert von mehr als zwei Promille. Bei dem niederländischen Schiffsführer wurde eine Blutentnahme veranlasst und ihm die Weiterfahrt bis zu seiner Ausnüchterung untersagt. Das 85 Meter lange und 1164 Tonnen schwere Binnenschiff hatte keine Ladung an Bord. Gegen den Schiffsführer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.

De Binnenvaartkrant