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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 36 Schifffahrtsmuseum Spitz erstrahlt im neuen Glanz “Was(s)erleben” Seit einigen Wochen sind die Türen des Museumsschiffes in Mannheim wieder geöffnet. Ein Rundgang durch den historischen Schaufelraddampfer am Neckarufer bei der Kurpfalzbrücke führt die Besucher durch die Geschichte der Binnenschifffahrt. Neu ist eine Sonderausstellung zum Thema Leben auf dem Wasser. Dabei können Kinder beim Spielen und Experimentieren erfahren wie sich der Neckar geändert hat, wie man Seemannsknoten macht und wie eine Schleuse arbeitet. Die Ausstellung richtet sich vor allem an Schulen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen. An Sonn- und Feiertagen steht das Schiff allen Besuchern offen. Die Ausstellung wird von der Europäischen Union unterstützt. Mehr Informationen: www.landesmuseum-mannheim.de. TOS sucht: Steuerleute und (Voll)Matrose Steuerleute mit Patenten (Voll)Matrose: • mit Dienstenbuch • (inter)nationalen Schifffahrt Im österreichischen Spitz ist nach einer umfangreichen Modernisierung das Schifffahrtsmuseum wiedereröffnet worden. Das ursprünglich 1970 eröffnete Museum widmet sich als einziges Spezialmuseum in Mitteleuropa dem Thema Nichtmotorisierte Binnenschifffahrt. Jährlich lassen sich circa 8000 Gäste in dem Museum über die Geschichte der Donauschifffahrt informieren. Während der vergangenen fünf Monaten wurde das Museum einer umfangreichen Attraktivierung unterzogen. Dabei wurde der Eingangsbereich völlig neu gestaltet und eine Kinderecke eingerichtet. An den nagelneuen Videostationen sollen künftig drei Filme über die Schifffahrt gezeigt werden. In der sogenannten Schwarzen Küche können Besucher erleben wie es im Inneren eines Schiffes aussieht. Neu ist auch der verstärkte Fokus auf die Bedeutung der Donauschifffahrt. Zudem wurde das Angebot des Museums um zahlreiche Leihgaben des niederösterreichischen Landesmuseum ergänzt. Durch die Modernisierung des Museums, die auf einem Beratungskonzept aus 2003 basiert, erhofft die Museumsleitung eine Steigerung der Besucherzahlen auf 10.000 pro Jahr. Das Schifffahrtsmuseum Spitz ist von 15. April bis 31. Oktober täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen kann es zwischen 10 und 16 Uhr besucht werden. Wassertaxi für Düsseldorf Die Düsseldorfer Politiker haben sich gemeinsam für ein Wassertaxi zwischen dem Hafen und der Altstadt ausgesprochen. Die Grünen und die SPD wollen sogar noch mehr: das Taxi sollte auch die Messe anfahren. SPD und Grüne haben die Verwaltung nun aufgefordert zu prüfen ob dies realistisch sei. Es sollten keine Kosten für die Stadt entstehen. Während die Politiker noch über das Thema im Gespräch sind, arbeitet die lokale Wirtschaft bereits an einem tragfähigen Konzept. Unter anderem die Weiße Flotte ist daran beteiligt, eine solche Fährverbindung auf den Weg zu bringen. dé maritieme vacaturesite www.tos.nl "Interessiert? Bitte kontaktieren Sie uns per Telefon oder Internet. TOS ROTTERDAM • WESTERKADE 7a 3016 CL ROTTERDAM • TEL. (+31)10 - 436 62 93 TOS VLISSINGEN • BOULEVARD BANKERT 308 4382 AC VLISSINGEN • TEL. (+31)118 - 44 09 11 7 juni 2006 Im Elbe-Hafen herrschgt Hochbetrieb Der Containerrriese Cosco Guangzhou (im Hintergrund) hatte zum zweiten Mal seit seiner Indienststellung den Hamburger Hafen angelaufen. (Foto Eckhard-Herbert Arndt) Kollision auf der Donau Im niederösterreichischen Pöchlarn (Bezirk Melk) hat sich am 25. Mai ein Unfall mit einem Passagierschiff ereignet. Gegen sechs Uhr morgens kollidierte die River Empress backbordseitig mit dem mittleren Pfeiler der dortigen Donaubrücke. Dabei wurden zwei Fahrgäste und ein Besatzungsmitglied leicht verletzt. Die River Empress hatte 111 Gäste an Bord, hauptsächlich aus den USA, Kanada und Australien. Nach dem Aufprall gelang es dem Kapitän, das Schiff unter Kontrolle zu bringen und am Donauufer vor Anker zu legen. Die Urlauber stiegen von Bord und wurden anschließend mit Bussen abtransportiert. Durch die Kollision entstand ein Leck im Bug des Schiffes. Taucher dichteten das Leck provisorisch ab. Der Brückenpfeiler wurde durch den Aufprall leicht beschädigt. Es brummt im Hamburger Hafen und damit auch auf der Elbe. Ein solch dichter Schiffsverkehr – der Seemann spricht gerne vom “Wuling“, also einem gewissen Durcheinander – erfordert die volle Konzentration von allen Beteiligten. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden in Hamburg fast zwölf Prozent mehr Standardcontainer (TEU) umgeschlagen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In absoluten Zahlen waren das 2,8 Mio. TEU, ergaben Binnenvaartkrant-Recherchen. Gleichzeitig besuchen immer größere Containerfrachter den Elbe-Hafen. Dazu gehört auch der rund 9.500 TEU tragende K I C K E R S Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? Großfrachter Cosco Guangzhou der chinesischen Reederei Cosco. Er war jetzt zum zweiten Mal in Hamburg, wo am Tollerort Container Terminal (TCT) der HHLA für knapp eineinhalb Tage festgemacht hatte, danach den Elbe-Hafen wieder mit Ziel Fernost zu verlassen. In dieser Zeit löschte er 1365 TEU und nahm 1570 TEU wieder mit an Bord. Den Umschlagkai des TCT musste sich der Containerriese mit seinen kleineren Brüdern den so genannten Feeder-Schiffen teilen, wie etwa der Uppland (750 TEU) und der Öland (822 TEU), zwei Schiffe, die durch die Hadag-Hafenfähre St.Pauli verdeckt werden. Die Feeder Uppland und Öland verkehren gewissermaßen vor der Haustür des Hamburger Hafens – nämlich in der Ostsee. Die St. Pauli ist ein Schiff das zur so genannten Bügeleisen-Serie der Hadag gehört, mit der das Unternehmen sehr erfolgreich tätig ist. Es fährt – wie auch seine Schwesterschiffe – im Liniendienst. Allein im vergangenen Jahr nutzten mehr als 5,6 Millionen Passagiere das attraktive Angebot des Traditionsunternehmens Hadag. B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,60 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x € 9,00 3x € 21,00 € 14,00 € 31,00 € 19,00 € 42,00 € 23,00 € 52,00 € 28,00 € 62,00 € 33,00 € 72,00 JA! .. Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: De Binnenvaartkrant Antwortnr. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet € 62,- (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. .. Daher abonniere ich die Zeitung bis auf Widerruf für wenigstens ein Jahr: Versandadresse: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Mehrwertsteuernr: Email: Fakturadresse dasselbe wie Versandadresse Fakturadresse anders, nämlich: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) 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Unsere Faxnummer lautet: 0031 - 10 414 02 12 * Das Angebot gilt nur ab 3 (Online)-Anzeigen

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 37 7 juni 2006 Binnenschifffahrtstag in Linz abgeschlossen mit Resolution ‘Potential der Wasserstraßen ausreichend nutzen’ Über zweihundert Menschen haben am 12. Mai im Linzer Hafen den ersten österreichischen Wasserstraßentag besucht. Dort informierte der österreichische Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein (ÖWSV) über den Stand der Dinge in der Binnenschifffahrt. Der ÖWSV überreichte dem für Transport und Verkehr zuständigen Staatssekretär Helmut Kukacka eine Resolution, in der die Regierung aufgefordert wird, sich weiterhin für die Donauschifffahrt einzusetzen – nicht nur in Österreich, sondern auch in den Nachbarnländern. Bereits seit Jahren findet das österreichische Binnenschifffahrtsgewerbe bei Helmuth Kuckaka ein offenes Ohr für seine Ideen und Wünsche. Auf dem Binnenschifffahrtstag in Linz zeigte sich der Staatssekretär erneut von der Binnenschifffahrt überzeugt. In seiner Festrede hob Kuckaka die Bedeutung der Wasserstraßen hervor. Denn der Güterverkehr in der Europäischen Union wird weiter wachsen und während die beiden Landverkehrsträger Straße und Schiene zusehends an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen, weisen die Wasserstraßen noch beachtliche Kapazitätsreserven auf. Allein im österreichischen Donaukorridor wird zwischen 2000 und 2015 eine Verdopplung des grenzüberschreitenden Transportaufkommens erwartet. Was das bedeutet, kann man laut Helmut Kuckaka täglich auf den Autobahnen und Bundesstraßen die nach Osten oder Südosten führen, beobachten. Daher sein dringendes Anliegen: Die Wasserstraßen müssen einen größeren Beitrag zum Gütertransport im Donauraum leisten. Dabei verwies der Staatssekretär auf das Binnenschiffsaktionsprogramm NAIADES der EU-Kommission, in dem dies ebenfalls erkannt wird. Kuckaka: ‘Europa ist heute von den Wasserstraßen durch ein blaues Band verbunden. Wir können es uns nicht leisten, dieses Potential nur unzureichend zu nutzen.’ Engstellen Besonders für die Donauschifffahrt gibt es im Infrastrukturnetz noch einige Engstellen zu beseitigen. In Österreich ist dies die Sportliches Binnenschiff tourt durch Deutschland Donaustrecke östlich von Wien. Wie Staatssekretär Kuckaka angibt, seien die Österreicher auf einem sehr guten Weg, dieses Problem zu beheben. Er sprach sich ebenfalls für die Beseitigung von Engstellen auf der Donau außerhalb von Österreich aus: In Ungarn, Rumänien und zwischen Straubing und Vilshofen. Darüber hinaus betonte Kuckaka die Notwendigkeit eines verbesserten Schleusenmanagements. Lange Schleusen-Wartezeiten aufgrund anstehender Revisionsarbeiten seien zu vermeiden. Am Ende seines Vortrages nahm Helmut Kukacka eine vom Vorstand des Österreichischen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein ausgearbeitete Resolution an die Österreichische Bundesregierung entgegen. Der ÖWSV als unabhängige und überparteiliche Plattform hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vorteile der Binnenschifffahrt sowohl für die Güter- wie auch für die Personenschifffahrt einem breiten Publikum und speziell den politischen Entscheidungsträgern näher zu bringen. Der Verein fordert dass die österreichische Bundesregierung sich weiterhin für das Gewerbe einsetzt und die dazu notwendigen Finanzmittel zur Verfügung stellt. Die Österreichische Bundesregierung sollte sich auch für die Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse im Bereich Straubing-Vilshofen einsetzen, so der ÖWSV. Parlamentarische Abend Fahrgastschifffahrt Im Informatikjahr 2006 ist eine fahrende Ausstellung zum Thema Sport und Informatik auf Deutschlands Wasserstraßen unterwegs. Das MS Wissenschaft hat vor wenigen Tagen in Magdeburg die Türen geöffnet. Es handelt sich um das Binnenschiff MS Jenny, das in den vergangenen Jahren bereits öfters zum Ausstellungsschiff umgebaut worden war. Der Auftraggeber ist Wissenschaft und Dialog, eine Initiative die Wissenschaft und Eine außergewöhnliche Unterrichtsstunde erlebten die zukünftigen Binnenschiffer im dritten Lehrjahr an der Berufsschule Schönebeck-Frohse am 22. Mai. An diesem Tag beantwortete der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ulrich Kasparick ganze 45 Minuten lang Fragen zu den Zukunftsperspektiven von jungen Binnenschiffern in Deutschland. Im Vorfeld hatten die Jugendlichen ein Fragenkatalog erstellt Forschung einem breiten Publikum zugänglich machen will. An Bord dreht sich diesmal alles um elektronische Geräte, welche die Leistung von Sportlern unterstützen und verbessern. Besucher sind dazu eingeladen die Exponate selbst auszuprobieren. So kann man testen wie der StepMan vom Fraunhofer-Institut den Puls und Sauerstoffgehalt im Blut eines Joggers auf dem Laufband registriert. Und wie der High-Tech-Speer die Technik und nach Berlin geschickt. Dabei handelte es sich um eine Vielzahl von Themen rund um die deutsche Binnenschifffahrt. Wieviel investiert die Bundesregierung in die Wasserstraßen? Wer gibt Jugendlichen die Garantie dass sie später einmal Arbeit in der Binnenschifffahrt bekommen? Und werden außer Rhein und Mittellandkanal auch noch andere Wasserstraßen ausgebaut? Die Jugendlichen wollten es wissen und deshalb kam der eines Speerwerfers optimiert. Das Projekt MS Wissenschaft wird finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Telekom Stiftung. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Das Schiff wird bis zum 18. September 34 deutsche Städte an Elbe, Rhein, Main, Mosel und Donau anlaufen. Den genauen Fahrplan finden sie unter www. ms-wissenschaft.de. Staatssekretär vor der Klasse Staatssekretär persönlich in ihre Schule. Innerhalb einer Stunde behandelte er die 45 Fragen der Jugendlichen. Sogar nach dem Klingelzeichen wurde weiterdiskutiert. Damit setzte die Berufsschule Schönebeck-Frohse ein klares Signal Richtung Bundesregierung: In Deutschland glauben immer noch junge Menschen an einer beruflichen Zukunft auf dem Wasser. In der Berufsschule Schönebeck-Frohse werden seit 1895 Binnenschiffer ausgebildet. Auf Initiative der Interessengemeinschaft RiverCruise und des Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt (BDB) hat am 17. Mai ein Parlamentarischer Abend zum Thema Fahrgastschifffahrt stattgefunden. Eingeladen waren die Mitglieder des Tourismus-Ausschusses des Deutschen Bundestags, die Sprecher der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt sowie Vertreter aus Bundesministerien und Wirtschaft. Bei einer abendlichen Schiffsfahrt durch Berlin wiesen die Initiatoren auf die derzeitigen Der Landesrechnungshof in Sachsen-Anhalt hat die Verschwendung von öffentlichen Geldern im Bundesland kritisiert. Bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2005 übte der Rechnungshof- Präsident Ralf Seibicke harte Kritik an die Investitionspolitik. Für extrem verschwenderisch hält der Rechnungshof den Ausbau des Hafens in Halle. In den letzten zehn Jahren habe die Stadt Halle etwa 30 Millionen Euro in ihren Hafen investiert, davon 18,7 Millionen Fördermittel. Obwohl seit Mitte der neunziger Jahre bekannt gewesen sei dass die Saale nicht ausgebaut werde und der Umschlag stetig zurückgegangen sei. Somit schreibt die Hafengesellschaft den Rechnungsprüfern zufolge seit ihrem Bestehen rote Zahlen. Allein von 2002 bis 2004 hätten die Verluste mehr als 1,7 Millionen Euro betragen. Ralf Seibicke gab an dass der Stadthaushalt dadurch zu sehr belastet wird. Die Stadt Halle habe ein strukturelles Defizit von 50 Millionen Euro. Der Rechnungshof kritisiert weiter dass Sachsen-Anhalt den Probleme der Fahrgastschifffahrt. Die Branche leidet unter hohen Treibstoffkosten und Versicherungsprämien sowie strengen Bau- und Umweltvorschriften. BDB-Vorstandsmitglied Norbert Schmitz der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt AG, bat daher dass der derzeitige Steuersatz von sieben Prozent auf die Personenbeförderung mit Schiffen nicht erhöht wird. Die Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus, Marlene Mortler (CDU/CSU), versprach man werde die Anliegen des Gewerbes intensiv prüfen. Rechnungshof: ‘Geldverschwendung im Hafen Halle’ Hafen noch 1996 als besonders förderwürdig eingestuft hat. Das Wirtschaftministerium Sachsen- Anhalts verweist zur Rechtfertigung auf den Bundesverkehrswegeplan, in dem der Ausbau der Saale lange Zeit aufgenommen war. Nachdem der Ausbau gestrichen wurde, seien auch keine Fördermittel mehr geflossen. Auch die Magdeburger Verkehrsbetriebe kamen bei der Vorstellung des Jahresbereichtes 2005 nicht ohne Warnung davon. Seibicke kritisierte zwei Klausurtagungen bei denen sich die Aufsichtsräte der Verkehrsbetriebe in den Jahren 2000 und 2002 versammelt hatten. Dabei hätte dem Rechnungshof zufolge das Rahmenprogramm sowohl kostenmäßig als auch zeitlich dominiert. Die Treffen hätten je 4000 Euro gekostet. Wie der Rechnungshof angibt, hatte Sachsen-Anhalt Ende 2005 mit 19, 3 Milliarden Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung der deutschen Bundesländer. Auf jeden Bewohner entfielen rund 7.730 Euro Schulden.

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