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2005-17

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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 28 Schifffahrt blockiert auf der Donau Einige Beispiele Unsere Preise für Generalüberholung Austauschmotoren Scania D 11 € 6550,- Scania DS 11 € 6950,- (incl. Turbo) Scania DS 14 € 9350,- (incl. Turbo) DAF DKA 1160 € 6550,- DAF DKS 1160 € 6925,- (incl. Turbo) Mercedes OM 402 € 8470,- Mercedes OM 442A € 9255,- (incl. Turbo) Volvo TD 100 A € 7409,- (incl. Turbo) Volvo TD 120 A € 7552,- (incl. Turbo) Motor generalüberholen incl. Brennstoffpumpen und Turbinen. Preise excl. MwSt. Ein querstehender Schiffsverband hat in der Nacht zum 5. August auf der Donau bei Parkstetten den Schiffsverkehr komplett lahmgelegt. Das mehr als hundert Meter lange Fahrzeug war bei Niedrigwasser nach einem Fahrfehler auf einer Seite im Uferbereich aufgesetzt. Anschließend drehte sich der gesamte Verband und ragte mit dem Heck bis ans andere Ufer. Danach war aus mit der Schifffahrt auf der Donau; es ging gar nichts mehr. Bei dem Havaristen handelte es sich um einen österreichischen Schiffsverband (Gerit), geladen mit 1.100 Tonnen Erz und 750 Tonnen Sojaschrot. Der Kapitän, ein 55jähriger Ungare, verständigte nach dem Unfall sofort die Schleuse Straubing. Am Freitagmittag traf ein Havariekommissar bei dem festliegenden Schiffsverband ein und traf die Entscheidung dass die Koppeldrähte, die die vorgespannten Leichter mit dem Schubboot verbinden, gelöst werden. Dadurch kam der Schiffsverband wieder Frei. Kurz darauf konnte die Donau wieder für die Schifffahrt freigegeben werden. Diesel in die Mosel geflossen Ein Passagierschiff hat Ende Juli versehentlich Dieselkraftstoff in die Schleusenanlage bei Fankel gepumpt. Wie das Wasserschutzpolizeiamt Rheinland- Pfalz mitteilt, ist der Kraftstoff durch die Entlüftungsöffnungen des Brennstofftanks am Heck des Schiffes ausgetreten. Ein Mitarbeiter der Schleuse war auf den Dieselgeruch aufmerksam geworden und informierte sofort den Kapitän des Passagierschiffes. Vermutlich durch einen technischen Defekt an der Pump-Elektrik hatte sich das automatische Befüllen der Kraftstoff-Tagestanks nicht selbsttätig ausgeschaltet. Es sind 2500 Liter Diesel in die Mosel geflossen. Schiff rammte Steganlage Im Hafen Maxau hat ein niederländisches Binnenschiff die Steganlage des örtlichen Motorbootclubs gerammt. Der Aufprall war so groß dass der Steg abknickte. Bei dem Unfall wurde auch ein Sportboot erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Wie die Wasserschutzpolizei in Karlsruhe mitteilt, lässt sich das unglückliche Manöver wahrscheinlich auf eine Fehlbedienung der Ruderanlage zurückführen. Am Verursacherschiff konnte die Polizei nur Lackschäden feststellen. Nach Schätzungen des Vorsitzenden des Motorbootvereins dürfte sich der Schaden an Steg und Boot auf über 100.000 Euro belaufen. Wegen eines Versto- Mitarbeiter der Feuerwehr und Wasserschutzpolizei Cochem konnten den Kraftstoff in der Schleuse zurückhalten und abpumpen. Dennoch gelangte eine nicht bestimmbare Menge unterhalb der Schleuse in die Mosel. Die Wasserschutzpolizeistation Cochem sucht noch nach den Ursachen des Unglücks. ßes gegen seine Sorgfaltspflichten wird die Wasserschutzpoli- zeistation Karlsruhe gegen den 69 Jahre alten Schiffsführer eine Ordnungswidrigkeiteinanzeige bei der Stadt Karlsruhe vorlegen. SCHEEPSSLOPERIJ TREFFERS BV 'für alle Ihre Abwrackschiffe, Abwracktonnage und andere treibende Objekte." +31(0) 23-5325211 +31(0) 6-53187317 Barzahlung E-mail: treffers@hetnet.nl Hendrik Figeeweg 35, 2031 BJ Haarlem Schleusenautomatisierung K I C K E R S 16 AUGUSTUS 2005 Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? In Minden und Verden arbeiten die Wasser- und Schifffahrtsämter an der Automatisierung und Fernsteuerung ihrer Schleusen. In Zukunft sollen die Schleusen der Mittelweser, die Mindener Schleusen und die Schleusen am Stichkanal Osnabrück von einer Fernbedienzentrale beim WSA Minden aus bedient und überwacht werden. Von den sechs Schleusen des WSA Verden an der Mittelweser sind bereits seit März letzten Jahres die Schleusen Petershagen und Schlüsselburg an die Fernbedienung angeschlossen. Jetzt stehen auch die Bauarbeiten für den Anschluss der nächsten beiden Schleusen in Landesbergen und Drakenburg unmittelbar vor dem Abschluss. Der Probebetrieb für die Schleuse Landesbergen begann am 13. Juni. Seit Anfang August hat die Fernbedienzentrale nunmehr den Betrieb endgültig übernommen. Das feste Bedienpersonal wurde von der Schleuse Landesbergen abgezogen. Alle Steuerbefehle und Überwachungsbilder werden über ein Lichtwellenleiterkabel zwischen Minden und Landesbergen ausgetauscht. Das Konzept der Fernsteuerung der Schleusen berücksichtigt auch die Möglichkeit einer Verlängerung der Schleusenbetriebszeiten bis hin zum 24-Stunden Betrieb mit Einführung der Nachtschifffahrt. Zurzeit werden die Schleusen überwiegend 16 Stunden pro Tag betrieben. Mitte August wird in einem nächsten Schritt die Schleuse Drakenburg an die Fernbedienzentrale angeschlossen. B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,50 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Motoren Lieferbar mit CCR-Zertifikat Generalüberholung sämtlicher Schiffsdieselmotoren, Brennstoffpumpen, Einpritzdüsen, Anlasser und Lichtmaschinen, Kurbelwelle schleifen, Zylinder schleifen, Zylinderköpfe überholen, Lieferung und Einbau von ua. SCANIA, DAF, VOLVO und Mercedes A. Huismanstraat 5, NL-Staphorst Tel. +31(0)522/46 14 35 - Fax.: +31(0)522/46 20 60 Priv.: +31(0) 522/26 14 74 internet : http://www.ktbkoning.nl SATRANS MANNHEIM GMBH Schifffahrt Baustoffhandel Rheinvorlandstrasse 10 68159 Mannheim Telefon: 0621 1234777 Telefax: 0621 1234799 Baustoffe: 0621 1234780 Schifffahrt: 0621 1234790 Verwaltung: 0621 1234789 Email: satrans@aol.com HTTP://www.satrans-mannheim.de • Baustofftransporte ab: Ober-, Mittel-, Niederrhein und deutschen, holländischen und belgischen Stationen • Befrachtung • LKW-Spedition Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x € 8,00 3x € 20,00 € 13,00 € 30,00 € 18,00 € 40,00 € 22,00 € 50,00 € 27,00 € 60,00 Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: € 32,00 € 70,00 € 37,00 € 80,00 Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. Daher abonniere ich die Zeitung für ein Jahr: Name, Vorname bzw. Firma: Straße und Hausnummer: Postleitzahl/Ort: Land: Telefonnr.: Email: Mehrwertsteuernr.: De Binnnenvaartkrant Antwortnummer. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet € 60,- (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. Name Straße und Hausnummer Postleitzahl Unterschrift Mehrwertsteuer nr.: Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich € 5,- extra.* Senden Sie bitte Ihr ausgefülltes Kicker-Formular mit einem Postscheck hierauf vermeldet: Commerzbank- Duisburg, BLZ 350 400 38, Konto 4569588 an die folgende Adresse: Riomar BV-De Binnenvaartkrant, Postbus 24202 NL-3007 DE Rotterdam (Niederlande) Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Ort / Land Achtung! Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Konto in Deutschland, Commerzbank-Duisburg, bank-leitzahl 350.400.38, konto-nr. 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DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 29 Österreichisches Flussbauliches Gesamtkonzept ‘Kompromiss zwischen Umwelt und Schifffahrt’ 16 AUGUSTUS 2005 In Österreich wird das von einer hochrangigen Expertengruppe beschlossene Flussbauliche Gesamtkonzept für die Donau einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Bis 2010 soll die Schifffahrt auf der Donau östlich von Wien das ganze Jahr 2,5 Meter abladen können. Momentan werden auf der österreichischen Donau jährlich rund zwölf Millionen Tonnen transportiert. Verkehrspolitisches Ziel ist es, diese Menge bis 2015 zu verdreifachen. Mit dem 200 Millionen Euro teueren Flussbaulichen Gesamtkonzept wurde ein Kompromiss zwischen Ökologie und Ökonomie erreicht, erläutert Josef Schwanzer. Der ehemalige Mitarbeiter der Obersten Schifffahrtsbehörde in Wien ist seit der Pensionierung auf freiwilliger Basis als Consultant bei der Via Donau tätig. ‘Ursprünglich waren östlich von Wien Staustufen angedacht zur Beseitigung der Engstellen für die Schifffahrt. Nach massivem Widerstand verschwanden diese Pläne vom Tisch. Wir versuchen es jetzt mit flussbaulichen Maßnahmen.’ Von Sarah De Preter Momentan werden auf der österreichischen Donau jährlich rund zwölf Millionen Tonnen transportiert. Die freifließende Donaustrecke zwischen Wien und der Grenze zur Slowakei ist gekennzeichnet durch eine anhaltende Sohlerosion von bis zu 3,5 Zentimetern pro Jahr. Die kontinuierliche Eintiefung der Donau beeinträchtigt das ökologische Gleichgewicht des Nationalparks Donau-Auen. Die geringen und zeitlich stark schwankenden Wasserstände in diesem Bereich schränken die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt stark ein. Schwanzer: ‘Nicht immer können die Schiffe ganz ausgelastet werden. Außerdem sind Transporte durch die schwankenden Wasserstände schlecht planbar. Will sie erfolgreich sein, so muss die Schifffahrt aber zuverlässig für Verlader sein. Deshalb ist eine Verbesserung der Wasserstraßeninfrastruktur absolut notwendig.’ Anpassungen der Stromsohle und die Errichtung von Regulierungswerken sollen diese Situation nun ändern. Zugleich werden die Donauauen vor weiterer Austrocknung geschützt. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Baumaßnahmen bereits im nächsten Jahr beginnen und circa 2010 vollendet sein. Unumstritten sind die österreichischen Pläne jedoch nicht. Unter anderem der WWF kritisiert das Vorhaben. Zwar räumen die Umweltschützer ein dass in Österreich auf die Sensibilität der Flussstrecke Rücksicht genommen und zahlreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen geplant würden, die Gefahr drohe jedoch jenseits der österreichischen Grenze. Die Flussarbeiten östlich von Wien seien der erste Dominostein in einer langen Kette, warnt der WWF, der befürchtet dass weiter östlich, in anderen Donauländern, die Umwelt durch den Ausbau der Donau zerstört werden könnte. Deutsche Donau Tatsächlich ist die Strecke östlich von Wien nicht die einzige Engstelle für die Binnenschifffahrt. Auch in Ungarn fehlt es an Tiefe, sagt Schwanzer. Dort seien zwanzig Kilometer richtig problematisch, sogar gefährlich für die Schifffahrt. Als problematisch hebt er auch die Situation im Donauabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen hervor: ‘Ich hoffe, dass auch dort ein Konsens erreicht wird. Das müsste schon möglich sein. Immerhin hat man in der Vergangenheit “Ja” gesagt zum Bau des Main-Donau-Kanals. Dadurch sind die Transitverkehre stark angestiegen. Der Ausbau der Donau in Bayern würde zu einer weiteren Stärkung der Binnenschifffahrt führen.’ Österreich hat großes Interesse daran die Donau bis zum Schwarzen Meer für die Schifffahrt auszubauen. Durch die EU-Osterweiterung wird der Transport im Donaukorridor stark zunehmen. Bereits im vergangenen Jahr ist der österreichische Außenhandel mit der Slowakei, Rumänien und Bulgarien stark angestiegen. Im Osten tut sich was, bekräftigt auch Josef Schwanzer: ‘Der Schwarzmeerhafen Konstanza kennt eine große Dynamik und wird in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren weiter kräftig wachsen. Dort wird der Umschlag von derzeit etwa fünf Millionen Tonnen pro Jahr auf hundert Millionen verdoppeln. Der Hafen hat sich zum Ziel gesetzt, der zweitgrößte europäische Hafen zu werden. Unter anderem japanische und amerikanische Investoren sind dort tätig. Dies wird sich günstig auf die Transporte der oberösterreichischen Häfen von und nach Osten auswirken.’ Angesichts dieser Entwicklung arbeitet Österreich verstärkt an den Beziehungen mit den östlichen Nachbarstaaten. Auch der Schifffahrt kommt dabei eine wichtige Rolle zu. So vereinbarte eine österreichische Wirtschaftdelegation bei einem Besuch in Rumänien vor wenigen Monaten, Unterstützung zu leisten bei der Beseitigung von Engpässen auf der rumänischen Donau. Es wurde auch eine gemeinsame Task-Force für den weiteren Ausbau des Hafens Konstanza eingerichtet. Auch in Kroatien helfen die Österreicher aktiv bei der Entwicklung der Binnenschifffahrt. Dort sollen satellitengesteuerte River-Information Services, nach Vorbild des österreichischen DoRIS-Systems entwickelt werden. Darüber hinaus wird Via Donau die Zusammenarbeit mit dem kroatischen Entwicklungszentrum für die Donauschifffahrt vertiefen. Unter anderem soll gemeinsam ein Container- Liniendienst auf der Donau zwischen den österreichischen und kroatischen Häfen errichtet werden. ‘Bereits vor zwanzig Jahren wurde der Kanal von der Donau bis zum Schwarzen Meer fertiggestellt,’ sagt Schwanzer. ‘Damit haben wir eine perfekte Anbindung an das Meer. Ich bin Donau in der Wachau. (Fotos Via Donau) mir sicher, dass, wenn die Wasserstraßeninfrastruktur optimiert wird, die Binnenschifffahrt sich explosiv entwickeln wird.’ Investitionen Das Streben der österreichischen Regierung ist derzeit die Transportmengen auf der Donau bis 2015 zu verdreifachen. Für 2006 wird ein Budget von 77 Millionen Euro für den Ausbau der Wasserstraßen zur Verfügung gestellt. Mit diesem Geld sollen wachsende Investitionen im Hochwasserschutz, Hafenausbau und im Wasserstraßenausbau finanziert werden. Es sind drei Millionen Euro für das flussbauliche Gesamtprojekt vorgesehen. Die Regierung will die EU-Präsidentschaft Österreichs im nächsten Jahr nutzen, um die Förderung der Binnenschifffahrt in der europäischen Verkehrspolitik noch stärker als bisher zu verankern. So wird im Februar 2006 ein hochrangiges Treffen zum Thema Europäische Binnenschifffahrt in der Hofburg stattfinden. ‘Die Binnenschifffahrt hat noch viel derzeit unbenutztes Potential,’ sagt Schwanzer. ‘Wenn wir die Engstellen beseitigen, kann sie ihre Substanz behalten und ihre Position gegenüber anderen Verkehrsträgern weiter ausbauen.’ Umstieg von Einhüllen- auf Doppelhüllentankschiffe Viele Güter die heute mit Einzelhüllenschiffen transportiert werden, sollen zukünftig in Doppelhüllenschiffen über die Wasserstraßen befördert werden. Aufgrund ihres wasserverunreinigenden Charakters wird Massengütern wie Benzin, Diesel und Heizöl ein höherer Schiffstyp als bisher zugeordnet werden. Im Rahmen der Diskussion über die verstärkte Einführung von Doppelhüllentankern hat sich der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) für eindeutige Vorschriften zum Bau von Doppelhüllentankern des Typs N eingesetzt. Die neuen Vorschriften können bereits zum 1. Januar 2007 in Kraft treten, freut sich BDB-Tankschifffahrtsexperte Erwin Spitzer: ‘Problematisch an den jetzigen Bauvorschriften im ADNR ist dass sie mehrere Interpretationen zulassen. Besonders der Abstand zwischen der Innen- und Außenhaut ist nicht klar definiert und kann rein theoretisch zum Beispiel drei Zentimeter betragen. Einem solch geringen Abstand kann keine ernst zu nehmende Schutzwirkung zugeschrieben werden. Die neuen Vorschriften sind zu begrüßen, denn sie würden eine angemessene Antwort auf das gestiegene Sicherheitsbedürfnis in der Tankschifffahrt geben.’ Spitzer ist sich sicher: Der neu definierte Schiffstyp N wird zum Regelschiff werden für die Massengüter, die heute noch mit Einzelhüllen transportiert werden dürfen. ‘Es gibt einen wesentlichen Baukostenunterschied zwischen Typ C- und Typ N Doppelhüllen. Außerdem eignen sich die Typ N Doppelhüllen besonders für den Kanalbereich.’ Deutlichkeit über die Zeitschiene gebe es noch nicht, doch wahrscheinlich werde bereits zum Anfang 2009 im ADNR die Zuordnung von Einhüllen- auf Doppelhüllenschiffe umgestellt. ‘Interessant ist in diesem Kontext die Frage, wie lange Einzelhüllenschiffe noch übergangsweise für den Transport solcher Güter eingesetzt werden dürfen. Fünf Jahre halte ich für zu kurz, zehn bis zwölf Jahre wären realistischer.’ Bundesregierung: Binnenschifffahrt wird wachsen Die Bundesregierung rechnet damit dass die Verkehrsleistung der Binnenschifffahrt bis 2015 auf rund 90 Milliarden Tonnenkilometer steigen wird. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion hervor. Im Juni hatte die CDU/ CSU-Fraktion Auskunft über die Perspektiven der Binnenschifffahrt verlangt. Sie wollte wissen wie die Bundesregierung die Stärken und Schwächen, Entwicklungspotentiale und Handlungsoptionen der Binnenwasserinfrastruktur einschätzt. Die Regierung hat nun angegeben im Binnenschiff einen unverzichtbaren Bestandteil des europäischen Verkehrssystems zu sehen. Beim Transportaufkommen der Binnenschifffahrt erwartet sie bis 2015 eine Steigerung auf rund 300 Millionen Tonnen. Weitere Investitionen seien erforderlich um die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Binnenwasserstraßen zu erhalten. Wie die Regierung mitteilt, wird das Alter der Anlagen zu einem überproportionalen Anstieg der Risiken für die Betriebssicherheit führen wenn es nicht gelingt rechtzeitig Ersatzinvestitionen vorzunehmen. Nach eigener Aussage strebt die Regierung an die Investitionsmittel für die Wasserstraßeninfrastruktur anzuheben. Sie verweist dabei auf das 2-Milliarden-Euro-Programm zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.

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