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2005-08

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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 40 12 APRIL 2005 BEHANDEL JE CAT ® NIET ALS EEN HOND! G e n e r a t i n g P o w e r f u l S o l u t i o n s Pon Power BV Ketelweg 20 3356 LE Papendrecht T +31 (0) 78 6 420 420 F +31 (0) 78 6 157 122 I www.pon-cat.com E power.nl@pon-cat.com Reviseer uw motor op tijd Uw Cat ® motor is zo trouw als een hond. Doet wat hij moet doen, zonder storingen en productieverlies. Maar alles wat beweegt is op den duur aan slijtage onderhevig. Dus behandel uw Cat ® niet als een hond en geef hem tijdig waar hij recht op heeft: een toprevisie of complete revisie van Pon Power. Vakkundig uitgevoerd met garantie op de standtijd. Tegen een prijs die u beïnvloedt!

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 41 Die Elbmeile ist das siebente “Bügeleisen” im Hamburger Hafen Es gibt Schiffe die wirken einfach prägend. Das galt für die in den fünfziger und Anfang der sechziger Jahre gebauten, so genannten Typschiffe der Hamburger Traditionsfährreederei Hadag ebenso wie für die neuartigen Typ 2000-Fähren. Während von den erstgenannten Fahrzeugen, die auch vielen Hamburgern ein Begriff sind, derzeit nur noch ein Schiff für die Hadag fährt, wächst die Flotte der Typ 2000-Schiffe beständig an. Ende Februar wurde im Beisein von zahlreichen Ehrengästen, darunter Hamburgs Stadtentwicklungs-Senator Dr. Michael Freytag, bei wildem Schneegestöber und schneidendem Wind, das vorläufig letzte Schiff dieser Serie auf den Namen Elbmeile getauft und in Dienst gestellt. Doch damit nicht genug: Jetzt will die 1888 gegründete Reederei noch zwei weiteren Fähren dieses Typs beschaffen. Von Eckhar d-Herbert Arndt Die Bezeichnung “Bügeleisen” hat sich sehr schnell verbreitet, räumt auch Jens Wrage, Vorstand der Hadag, im Gespräch mit de Binnenvaartkrant ein. Als 1997 das erste Schiff dieser neuen Klasse in Hamburg auftauchte, da hätten nicht Wenige komisch geguckt, andere äußersten scharfe Kritik am “unmöglichen” Aussehen und Dritte kamen mit beißender Kritik. Von alldem ist nichts mehr zu vernehmen. Ganz im Gegenteil: Schiffe wie die innerhalb von zehn Monaten gebaute Elbmeile und ihre sechs Schwestern ‘kommen bei den Fahrgästen ausgesprochen gut an. Ja, heute sagen mir die Leute: Diese Schiffe gehören einfach zum Hafen,’ freut sich Wrage. Das Lob der Passagiere betrifft viele Details: Es beginnt bei den breiten Rampen im Ein- und Ausstiegsbereich, setzt sich über den großzügig gestalteten Fahrgastraum sowie gesonderten Stauraum für Fahrräder fort und wird mit dem einzigartigen Freideck abgerundet das sich vor der Schiffsbrücke erstreckt und einen im besten Wortsinne freien Blick auf das Umfeld gewährt. Gerade während der Sommermonate genießen die Fahrgäste dieses Deck, das fast wie ein Logenplatz wirkt. Als ausgsprochen kundenfreundlich erweisen sich zudem die großflächigen, beleuchteten Fahrtzielanzeiger an Steuerbord- und Backbordseite. Alle wichtigen Informationen können problemlos abgelesen werden. Einmann-Betrieb Bis zu 250 Passagiere können mit der bei der SSB Spezialschiffbau Oortkaten (im Südosten der Stadt) Elbmeile auf einen Schlag befördert werden. Auch für den – hoffentlich nie eintretenden – Notfall ist das Schiff bestens gewappnet: Zur Sicherheits-Ausstattung gehören zwei so genannte Mini-Slide-Rettungssysteme über die die Fahrgäste schnell evakuiert werden könnten. Aus Hadag-Sicht sind die Fähren ausgesprochen wirtschaftlich. Es sind so gennante Einmann-Schiffe, das heißt es lediglich ein Schiffsführer an Bord. Von der Brücke aus hat er im Wortsinne alles im Blick und im Griff. Modernste Technik wurde eingebaut. So wird das gesamte Geschehen an Bord über mehrere Kameras verfolgt, die ein einwandfreies Lagebild auf die Brücke übertragen. Ein erheblicher Sicherheitsgewinn für den Fahrbetrieb ist das neue, Elbkarten-gestützte Radarsystem. Es wurde von ELNA Elektro-Navigation und Industrie aus Rellingen (bei Hamburg) geliefert, eingebaut und wird von ihr auch technisch betreut. Das neue Radar wurde bislang – einschließlich der Elbmeile- in elf Schiffe eingebaut. Gerade bei komplexen Wettersituationen, etwa bei Nebel, entfaltet sich der volle Nutzen dieses Systems, das mittels DGPS auf den Meter genau gesteuert wird. Der Schiffsführer bedient das Schiff mittels zweier Joystickähnlicher Hebel. Dank der innovativen CRP-Ruderpropeller (das steht für contrarotating-propellers) kann die Elbmeile gewissermaßen “auf dem Teller” gedreht werden. Neben ihrer günstigen Wirkung auf die Manövrierbarkeit machen sich diese Propeller auch beim Gasölverbrauch kraftstoffsparend bemerkbar. Sie prägten über Jahrzehnte hinweg das Bild im Hamburger Hafen: Die so genannten Typschiffe. Hier die noch aktive Kirchdorf im historischen Hadag-Farbanstrich. Aus den späten 1950-er und frühen 1960-er Jahren. Heute fahren noch zwei von diesen robusten Schiffsoldies im Hamburger Hafen. Einige Fahrzeuge wurden nach ihrer Ausmusterung sogar ins Ausland verkauft. Doch eine noch größere Einsparung erzielt die Hadag dank der neuartigen Motoren. Sie stammen aus dem Hause Volvo Penta. Ronald Schröder, Verkauf Schiffsdieselmotoren bei Volvo Penta Central Europe in Kiel, hat von der Reederei bislang nur Positives über die Motoren erfahren, von denen zwei pro Fähre eingebaut sind und die jeder für sich 331 Kw leisten. Die Schweden kamen auch bei den Hilfsaggregaten zum Zuge. Schröder: ‘Wir haben jetzt den zweiten Neubau des Typ 2000 mit unseren Motoren ausstatten können. Und wir hoffen dass wir uns auch bei den beiden geplanten Neubauten gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen können.’ Neben der hohen Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit spielte bei der Motoren- Auftragsvergabe auch die Service-Betreuung vor Ort eine wichtige Rolle. Dafür ist die in diesem Jahr ihren 100.Geburtstag feiernde Ur- Hamburger Firma Carl Baguhn verantwortlich. Sie betreut übrigens alle Hadag- Fähren technisch und ist wiederum langjähriger Vertragspartner von Volvo Penta. Erfreulicher Anstieg Ermutigt vom Erfolg der Typ 2000-Schiffe, aber auch mit Blick auf die günstigen Wachstumsaussichten Hamburger Hafen- und Berufsverkehr, hat sich die stadteigene Hadag dazu entschlossen zwei weitere Schiffe bauen zu lassen. Wrage: ‘Wir haben das europaweit gemacht, vornehmlich bei Werften in Deutschland, den Niederlanden und in Dänemark.’ Im 12 APRIL 2005 Die sehr eigenwillige Heckansicht gab den Ausschlag für die volkstümliche Namensgebung: Bügeleisen. Das Bild zeigt die Elbmeile nach ihrer Taufe im Hamburger Hafen. (Fotos Eckhard-Herbert Arndt) April wird die Ausschreibung abgeschlossen. Im Laufe des nächsten Jahres sollen sie dann in Dienst gestellt werden, und zwar auf dem weiter wachsenden Liniennetz im Hafenfähr- und Berufsverkehr. Dieser ist eingebunden in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Die Elbe wird damit im besten Wortsinne zu einer Schnellbusspur auf dem Wasser, das frei von Staus ist. Die Hadag fuhr 2004 ein sehr gutes Ergebnis ein. Mit rund fünf Mio. Fahrgästen wurde das Vorjahresergebnis um 17 Prozent überschritten. Wrage: ‘Gegenüber 1997 sind das sogar unglaubliche 129 Prozent mehr.’ Das Unternehmen profitiere damit auch vom anhaltenden Schwung des Wirtschaftsmotors Hamburger Hafen. Neue Wachstumsimpulse erwartet Wrage daher auch von der im Aufbau befindlichen HafenCity, dem neuen Büround Arbeitsquartier auf dem Nordufer der Elbe. Es entsteht da, wo bis vor wenigen Jahren noch alte Schuppenanlagen waren. Eines steht schon jetzt fest: Die Namen für die beiden Neubauten werden ebenfalls ein gutes Stück Hamburg widerspiegeln, so wie die neue Elbmeile. Wrage: ‘Dieser name steht für die einzigartige Perlenkette am Nordufer der Elbe zwischen dem Hamburger Fischmarkt und Neumühlen. Ein Quartier, das sich in einem rasanten Viertel befindet.’ Und dieser Schwung reißt auch die altehrwürdige Hadag mit, deren Dienstleistung auch die Touristik mit einschließt.

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