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2005-06

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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 30 Keine zweite Schleuse in Fankel In Fankel wird vorerst keine zweite Moselschleuse gebaut. Der Bund hat bis 2008 voraussichtlich kein Geld für das rund 30 Millionen Euro teure Projekt. Wirtschaft und Lokalpolitiker hatten auf den Ausbau gedrängt, weil die Güterschifffahrt behindert wird. Vor allem im Sommer entstehen an der vorhandenen Schleuse Wartezeiten von bis zu zehn Stunden. Fahrgasten haben Vorrang vor Güterschiffen. DEUTSCHE BIJLAGE Allgemeine ASS Schiffs - Service GmbH Motoren ◆ Getriebe ◆ Hydraulik ◆ Pneumatik IVECO ◆ ABC-Diesel ◆ REINTJES ◆ Parker Sempress Am Hühnerort 29 ◆ 47198 Duisburg Tel. (+49)-(0)-2841/1733117 Fax (+49)-(0)-2841/1733338 Im vergangenen Jahr passierten rund 13.000 Schiffe mit einer Gütermenge von 15 Millionen Tonnen die Mosel. Im Jahr zuvor waren es 12,9 Millionen Tonnen gewesen. Die bei ihrer Planung in den fünfziger Jahren für zehn Millionen Tonnen bemessenen Schleusen werden neben der Güterschifffahrt noch durch die vorschleusungsberechtigte Fahrgastschifffahrt, der sogenannten weißen Flotte beaufschlagt. Zu den 12.100 Güterschiffen kommen im Zeitraum April bis Oktober noch 1.700 (Schleuse Koblenz), bzw. 2.600 Fahrgastschiffe (Schleuse Fankel) hinzu. Die Schleuse Fankel ist somit nach der Schleuse Zeltingen (zusätzlich 4.300 Fahrgastschiffe) die am höchsten ausgelastete Schleuse an der Mosel. Die Folgen der hohen Auslastung sind steigende Wartezeiten vor den Moselschleusen für die Güterschifffahrt und ein wachsender volkswirtschaftlicher Verlust, der nur durch den Bau zweiter Schleusenkammern beseitigt werden kann. Eigentlich hätten die Bauleistungen für die zweite Schleuse in diesem Winter ausgeschrieben und im Frühjahr vergeben werden sollen. Ursprünglich hatte sogar bereits im zweiten Halbjahr 2003 mit dem Bau der zweiten Schleuse begonnen werden sollen. Dazu war es aber nicht gekommen, weil die Gemeinde Bruttig-Fankel vor dem O b e r ve r wa l t u n g s g e r i c h t Koblenz gegen den Ausbau der Schleuse vor ihrer Haustür geklagt hatte. Wegen der Schleusen-Bauarbeiten fürchtete man massive Einbußen im Fremdenverkehr durch Lärm, Behinderungen und Schmutz. Doch die Klage wurde abgewiesen. Das Projekt in Fankel war noch 2003 im Anti-Stau-Programm der Bundesregierung aufgeführt worden. Doch Schubverband fest In Bacharach am Rhein hat sich Anfang März ein mit Eisenerz beladenes Binnenschiff aus Wien festgefahren. Der Schiffsverband war auf der Reise nach Linz. Aufgrund der starken Strömung in diesem Rheinabschnitt wurde es durch ein Vorspannboot geschleppt. Im Bereich der Rheinkrümmung bei Bacharach fuhr sich das Binnenschiff, vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers, außerhalb der Fahrrinne fest. Im Vorschiffsbereich des nichts ist passiert. Die Binnenschifffahrt, die örtlichen Landes- und Bundespolitiker und die Präsidenten der Industrieund Handelskammern Koblenz, Saarland und Trier haben sich intensiv für den Schleusenbau eingesetzt. In Briefen an Bundesverkehrsminister Stolpe hatten sie sich in der letzten Dezemberwoche für die Bereitstellung der Mittel stark gemacht. ‘Dillitantisch’ nennt CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Bleser die Tatsache dass nun keine zweite Schleusenkammer gebaut werden kann. Der Fall sei nach dem Desaster bei der Einführung der Maut ein weiteres Beispiel für die Arbeitsweise des Bundesministeriums. Vor dem Hintergrund der Prioritätseinstufung des Schleusenbaus durch das Ministerium im vordringlichen Bedarf, sei die Entscheidung zum Baustopp umso unverständlicher. Kurioses Detail: Als vorbereitende Maßnahme für den Schleusenneubau wurde bereits im November 2004 eine gewaltige Spundwand vor den Toren Bruttig-Fankels ins Ufer gerammt. Damit wurden schon einige Millionen Euro buchstäblich im Moselbett versenkt. Schubleichters entstand durch die Grundberührung ein Leck. Zur Weiterfahrt musste ein Teil der Ladung entnommen werden. Die Schifffahrt konnte die Unfallstelle mit entsprechender Sorgfalt passieren. Neu !! Schiffsfenster und Beschläge Qualität hat einen Namen: Service hat eine Nummer: Tel.: 0049 (0)2 03/93 27 30 Fax: 0049 (0)2 03/93 27 3-66 WITTIG GmbH Kickers 15 MAART 2005 Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? internet: http://www.wi-du.de E-Mail: info@wi-du.de w w w. v l o o t s c h o u w. n l Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,50 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x € 8,00 ➙ 3x € 20,00 € 13,00 € 30,00 € 18,00 € 40,00 € 22,00 € 50,00 ✂ Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: € 27,00 € 60,00 € 32,00 € 70,00 € 37,00 € 80,00 Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. Daher abonniere ich die Zeitung für ein Jahr: Name, Vorname bzw. Firma: Straße und Hausnummer: Postleitzahl/Ort: Land: Telefonnr.: Email: Mehrwertsteuernr.: De Binnnenvaartkrant Antwortnummer. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet € 60,- (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. Name Straße und Hausnummer Postleitzahl Unterschrift Mehrwertsteuer nr.: ❍ Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich € 5,- extra.* Senden Sie bitte Ihr ausgefülltes Kicker-Formular mit einem Postscheck hierauf vermeldet: Commerzbank- Duisburg, BLZ 350 400 38, Konto 4569588 an die folgende Adresse: Riomar BV-De Binnenvaartkrant, Postbus 24202 NL-3007 DE Rotterdam (Niederlande) Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Ort / Land Achtung! 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DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 31 15 MAART 2005 “Alte” Binnenhäfen stehen vor einer Renaissance Viele der vor allem in den wirtschaftlichen Ballungszentren gelegenen, in den letzten Jahren oftmals vernachlässigten, Binnenhäfen stehen vor einer Renaissance. Davon geht Dr. Hermann Niehues, Vorstandsvorsitzender der Rethmann AG & Co. KG aus, dem inzwischen auf Logistik und Entsorgung spezialisierten, 1934 gegründeten Mischkonzern. ‘Diese Standorte werden als logistische Stützpunkte für die Warenverteilung im Hinterland immer wichtiger. Dabei profitieren sie neben der geographischen Lage vor allem von ihrer Fähigkeit zur Trimodalität,’ so Niehues vor den Teilnehmern des traditionellen Wirtschaftstreff der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven. Von Eckhard-Herbert Arndt Von diesem Trend profitiere auch die Rethmann-Gruppe, die über den Logistik-Spezialisten Rhenus Logistics neben zahlreichen Standorten an der Küste auch tief im Hinterland umfassend präsent sei. Damit allerdings die Binnenhäfen ihre volle Wirkung entfalten könnten, müssten sie optimal an das übergeordnete Verkehrsnetz angeschlossen sein. Das gelte auch und gerade für das Wasserstraßennetz und damit für den Verkehrsträger Binnenschiff. Niehues wörtlich: ‘Wir brauchen die Binnenwasserstraßen um das Hinterland erreichen zu können.’ Das Unternehmen verfolge beharrlich das Ziel über das Standortnetzwerk ein weiteres Netz zu spannen das einen optimalen Warenfluss zwischen den einzelnen Knoten optimal. Dabei bediene sich das Unternehmen aller Verkehrsträger, wo möglich Bahn und Binnenschiff. Immerhin: In seinem europäischen Netzwerk befördere der Konzern inzwischen beispielsweise 600.000 TEU. ‘Wir sind also kein kleines Unternehmen im Containerverkehr mehr.’ Zur Revitalisierung der “alten” Standorte im Hinterland trägt zum einen der Massengutverkehr bei, zum Beispiel Kraftwerkskohle. Doch auch andere Branchen zögen die Binnenhafen-Lagen bei ihren Logistik- Konzepten näher in Betracht, zum Beispiel die Getränkebranche. Nieuhues: ‘Sie sucht ganz intensiv nach einer Alternative zum Lkw, einerseits wegen der Maut-Thematik, andererseits aufgrund der hohen Anforderungen, was die Leergut- Rückführung und die Verteilung von Leergut betrifft.’ Die Rethmann-Gruppe habe inzwischen eine umfassende Palette mit branchenspezifischen Logistik-Lösungen auf dem Gebiet der so genannten Kontraktlogistik entwickelt und vermarkte sie erfolgreich. Was die Kontraktlogistik betrifft, beschreite man auch den Weg der Zusammenarbeit mit ausgesuchten Partnern. Niehues führte hier beispielhaft die Hamburger HHLA an, mit der man vor zwei Jahren die Gemeinschaftsfirma HHLA Rhenus Logistics gegründet habe. Am Standort Hamburg baue man jetzt ein neues Logsitikzentrum für rund 20 Mio. Euro. Wilhelmshafen Dr. Hermann Niehues: ‘Die Reeder sprechen uns auf unsere Möglichkeiten bei Cuxport an.’ (Bilder Eckhard-Herbert Arndt) Mit der gleichzeitigen Präsenz an vielen Verkehrsknotenpunkten, ob an der Küste oder im Hinterland, verfolge der Konzern ein weiteres Ziel: einen gesunden Wettbewerb zwischen den Standorten, der wiederum das gesamte Netzwerk stärkt. Niehues sieht die Gruppe vor allem entlang der deutschen Küstenlinie gut aufgestellt. Dafür habe man hart gearbeitet und werde dies auch in Zukunft tun. Ein Unternehmen wie zum Beispiel Weserport in Bremen habe sich bis heute eine sehr stabile Marktposition erarbeiten können und 2004 rund 7,8 Mio. to umgeschlagen. So sorgten die zum Luxemburger ARCELOR-Stahlkonzern gehörenden Stahlwerke Bremen für eine hohe Grundauslastung der Terminalanlagen von Weserport. Niehues: ‘Der ARCE- LOR-Konzern verfolgt ganz klar die Politik nur noch die Standorte zu fördern die über das Wasser gut erreichbar sind.’ Überhaupt das Massengut: Deutschland brauche nach seinem Dafürhalten eine klare Kompetenz beim Umschlag und der Weiterbearbeitung von Massengut. Das bedeute auch dass die Bundesrepublik einen Hafen benötige der einen entsprechenden Tiefgang für die Massengutschifffahrt gewähren könnte. Genau davon habe der Rotterdamer Hafen bis heute profitieren können. Niehues sieht daher in Wilhelmshaven auch einen interessanten Standort für weitere Massengutverkehre, und zwar über das heute schon vorhandene Öl hinaus. Denn Wilhelmshaven liege direkt am Tiefwasser, das eine entsprechende Abladetiefe der Seeschiffe erlaube. Die Rhenus-Gruppe habe sich sehr bewusst als Kandidat für den geplanten Container-Terminal in Wilhelmshaven, das Projekt JadeWeserPort, entschieden. Ein gleichzeitiges Engagement in Wilhelmshaven und in Cuxhaven, wo das Unternehmen seit 1997 über die Gemeinschaftsfirma Cuxport GmbH vertreten ist, schlössen einander nicht aus, betonte Niehues. Ganz im Gegenteil: Durch eine Präsenz an beiden Hafenstandorten werde ein beachtliches Ergänzungspotenzial freigesetzt, von dem nicht nur das Unternehmen, sondern auch die beiden Hafenstandorte Nutzen zögen. Niehues berichtetete dass die Unternehmens-Gruppe sehr ambitionierte Pläne für den Containerverkehr bei Cuxport habe, zumal die so genannte Containersperrklausel quasi nicht mehr bestehe. ‘Die Reeder sprechen uns auf unsere Möglichkeiten bei Cuxport an.’ Die deutsche Seehafenwirtschaft als Ganzes sieht Niehues im Aufwind. Sie profitiere nicht zuletzt afugrund ihrer geographischen Lage eindeutig von der EU-Osterweiterung, und zwar mehr als die Westhäfen. Letztere litten zudem über immer größere Engpässe bei den Umschlagkapazitäten, was Reeder dazu bringe sich nach leistungsstarken Alternative in Europa intensiv umzusehen. Bei der Weiterentwicklung der Rethmann-Gruppe setzt Niehues neben Deutschland vor allem den europäischen Markt. ‘Das ist ein spannendes Betätigungsfeld.’ Auch wenn der Konzern an einigen ausgesuchten Standorten in Übersee präsent sei, ‘erheben wir keinen Anspruch auf globale Präsenz’. Anrainerstaaten wollen saubere Elbe Die Elbeanrainerstaaten Deutschland, Polen, Tschechien und Österreich wollen die Elbe bis 2015 in einen sauberen Zustand versetzen. In den kommenden vier Jahren wird ein Bewirtschaftungsplan erarbeitet in dem konkrete Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung festgelegt werden. Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Vertreter aus den Umweltministerien der anderen Staaten haben hierzu eine Erklärung verabschiedet. In de Erklärung wird auch die Einleitung gefährlicher Stoffe aus der Landwirtschaft in den Fluss kritisiert. Zugleich wird festgehalten dass sich die Wasserqualität im Einzugsgebiet der Elbe in den vergangenen 15 Jahren deutlich verbessert hat. Nach Angaben Trittins sei dies unter anderem durch den Bau neuer Klär- und Wasserwerke erreicht worden, für die in Deutschland 1,2 Milliarden Euro ausgegeben wurden. Der Umweltminister betont dass die EU-Mitgliedsstaaten nach der europäischen Wasserrahmen-Richtlinie verpflichtet sind ihre Gewässer bis zum Jahre 2015 in einen guten Zustand zu versetzen. Die Regierung in Prag plant den Bau einer Staustufe in die Elbe bei Decin (Nordböhmen). Dazu wird bis zum Jahr 2006 eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht. Hierbei spielt aber auch der deutsche Standpunkt eine große Rolle. Bundesumwelt Trittin erteilt diesen Plänen eine Absage: ‘Das kommt nicht in Frage’. Wiesheu verteidigt erneut Donauausbau Umschlag bei Cuxport: Die Möglichkeiten des Containerverkehrs sollen in Zukunft stärker erschlossen werden. Auf Grund gelaufen Ein ungarischer Schubschiffverband ist Anfang März in der Donau bei Joching/Wösendorf auf Grund gelaufen. Die Donau führt wenig Wasser, weshalb es vorher zu einer Kollision mit einem Felsen gekommen war, die zu einer Beschädigung des Rumpfes geführt hatte. Der Kapitän konnte das stromaufwärts fahrende Schiff schließlich gesichert ankern. Die Feuerwehr versuchte mit Pumpen den 2,50 Meter unter Wasser stehenden Wohntrakt wieder trocken zu bekommen. Taucher des Landesfeuerwehrverbandes konnten nach Stunden zwei Lecks am Schiff abdecken. Nach Abschluss der Pumparbeiten wurde das Schiff flott gemacht und in den Hafen Krems zur Entladung und Reparatur geschleppt. Die Bergungsarbeiten verliefen schwierig, denn es herrschte Glätte, ein eisiger Wind und Temperaturen von minus sieben Grad. Menschen wurden nicht verletzt. Eine sachorientierte Diskussion hat Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu von den Vertretern der Landtags-SPD beim Umgang mit dem Thema Donauausbau gefordert. ‘Es bringt uns nicht weiter, wenn von der SPD immer wieder die gleichen Scheinargumente vorgebracht werden. Auch der Bund hat nie bestritten dass die Prüfung naheliegender Ausbauvarianten sinnvoll ist. Auch für die Öffentlichkeit ist es doch nur von Vorteil wenn im Raumordnungsverfahren alle zur Diskussion stehenden Varianten beleuchtet werden.’ Die Landtags-SPD in Bayern hatte dieses Vorgehen angeprangert. Wiesheu interpretiert dies als ‘Unwissen der bayerischen Genossen oder als ein Versuch die Öffentlichkeit bewusst in die Irre zu führen.’ Er wies darauf hin dass durch die Prüfung verschiedener Varianten das Verfahren nicht verzögert wird. Vor allem sei die Prüfung staugestützter Varianten aufgrund der Erfordernisse der Binnenschifffahrt notwendig. ‘Bayern hat den Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen immer auch im europäischen Kontext gesehen. Nur eine durchgängige und zuverlässige Main-Donau-Wasserstraße hilft uns den weiter steigenden Güterverkehr zu bewältigen. Und das geht mit der flussbaulichen Lösung nicht, wie sämtliche Untersuchungen zeigen.’ Der bayerische Verkehrsminister kritisiert auch die Äußerungen der Grünen zum Hochwasserschutz an der Donau. Die Partei fordert diesbezüglich schnell Maßnahmen zu ergreifen. Dazu Wiesheu: ‘Bereits 1998 haben Bund und Bayern sich über gemeinsame Hochwasserschutzmaßnahmen an der Donau verständigt. Wir haben 2003 bekräftigt dass unabhängig von den unterschiedlichen Auffassungen zum weiteren Ausbau der Donau dem Hochwasserschutz der Bevölkerung zwischen Straubing und Vilshofen höchste Priorität zukommt. Wir haben die Vereinbarung von 1998 bis 2007 verlängert und neue Maßnahmen im Umfang von rund 40 Millionen Euro in das Hochwasserschutzprogramm aufgenommen. Bis einschließlich 2004 sind Hochwasserschutzmaßnahmen in Höhe von 30 Millionen Euro vorgenommen worden.’

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