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2005-04

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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 28 DEUTSCHE BIJLAGE Allgemeine ASS Schiffs - Service GmbH Motoren ◆ Getriebe ◆ Hydraulik ◆ Pneumatik IVECO ◆ ABC-Diesel ◆ REINTJES ◆ Parker Sempress Am Hühnerort 29 ◆ 47198 Duisburg Tel. (+49)-(0)-2841/1733117 Fax (+49)-(0)-2841/1733338 Neubau am Nordkai Regensburg Rund 7.000 Quadratmetern sind am Nordkai des Regensburger Westhafens langfristig an einen neuen Ansiedler vermietet worden. Das auf den Handel mit Streusalz spezialisierte Unternehmen plant für 2005 den Neubau einer rund 6.000 Quadratmeter großen Lagerhalle. Das derzeit am Nordkai in Säcken zwischenlagernde Streusalz wurde per 15 FEBRUARI 2005 Schiff aus Osteuropa nach Regensburg transportiert. Ebenfalls am Nordkai hat die BB Rohstoff-Handels GmbH ihr Betriebsgrundstück um 3.000 Quadratmeter erweitert. Hier werden per LKW angelieferte Altmetalle gesammelt und sortiert und dann mit dem Schiff oder der Bahn weiter transportiert. Österreich: Neuregelung In Österreich ist am 1. Januar das neue Wasserstraßengesetz in Kraft getreten. Damit geht eine grundlegende Neuregelung der Bundesaufgaben für die Wasserstraßen einher. Die Österreichische Wasserstraßen- Gesellschaft hat mit Beginn des Jahres 2005 die Planung, Vergabe und Kontrolle von Wasserbauarbeiten, die Verwaltung von Grundsatzdaten auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft, die Umsetzung der Verwaltungsagenden des Donauhochwasserschutz-Verbandes DHK sowie die Durchführung von Entwicklungsaufgaben für die Binnenschifffahrt übernommen. Diese neu gegründete Gesellschaft geht aus der Verschmelzung der Österreichischen Donau-Betriebs AG, der Österreichischen Donau- Technik GmbH, der Entwicklungsgesellschaft mbH für Telematik und Donauschifffahrt sowie der organisationsprivatisierten Wasserstraßendirektion hervor. Das Management der Gesellschaft obliegt den gemeinsam vertretungsbefugten Geschäftsführern Manfred Seitz, der für das Geschäftsfeld Finanzen und Schifffahrt verantwortlich ist, und Dipl.- Ing. Helmut Pablé, der dem Geschäftsfeld Wasserstraßenmanagement vorsteht. Fascination of Power Die MTU-Detroit Diesel Mannschaft im Deutschland und in den Niederländen wünscht TMS Cascade eine gute Fahrt Kickers Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,50 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag ➙ www.mtu-online.com www.detroitdiesel.com 1x € 8,00 3x € 20,00 € 13,00 € 30,00 € 18,00 € 40,00 DaimlerChrysler Off-Highway € 22,00 € 50,00 ✂ Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: € 27,00 € 60,00 € 32,00 € 70,00 € 37,00 € 80,00 Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. Daher abonniere ich die Zeitung für ein Jahr: Name, Vorname bzw. Firma: Straße und Hausnummer: Postleitzahl/Ort: Land: Telefonnr.: Email: Mehrwertsteuernr.: De Binnnenvaartkrant Antwortnummer. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet € 60,- (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. Name Straße und Hausnummer Postleitzahl Unterschrift Mehrwertsteuer nr.: ❍ Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich € 5,- extra.* Senden Sie bitte Ihr ausgefülltes Kicker-Formular mit einem Postscheck hierauf vermeldet: Commerzbank- Duisburg, BLZ 350 400 38, Konto 4569588 an die folgende Adresse: Riomar BV-De Binnenvaartkrant, Postbus 24202 NL-3007 DE Rotterdam (Niederlande) Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Ort / Land Achtung! Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Konto in Deutschland, Commerzbank-Duisburg, bank-leitzahl 350.400.38, konto-nr. Riomar BV 4569588 oder schicken Sie uns einen Überweisungsauftrag. Wenn Sie sich einen "Kicker unter Chiffre" wünschen, beachten Sie bitte die zusätzlichen Verwaltungskosten: € 3,- Faxen kann natürlich auch! Unsere Faxnummer lautet: 0031 - 10 414 02 12 * Das Angebot gilt nur ab 3 (Online)-Anzeigen

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 29 15 FEBRUARI 2005 DETLEF MAIWALD AUS HOOPTE AN DER ELBE IST PARTIKULIER AUS ÜBERZEUGUNG ‘Tankschifffahrt bedeutet einen Haufen Verantwortung’ Es gab sie einst auch der Elbe: eine große Gemeinschaft von Betrieben die sich dem Binnenschifffahrtsgewerbe verschrieben hatten. Viele kleiner Dörfer entlang des großen Flusses beherbergten Schipper-Familien. Doch das ist Geschichte. Heute muss man der Elbe die noch aktiven Binnenschifffahrtsbetriebe mit der Lupe suchen. In Hoopte, einem typischen Elbdorf im Osten Hamburgs, auf dem südlichen Elbufer gelegen, stößt man auf die Familie Maiwald. Gleich drei Mitglieder des Maiwald-Clans verdienen mit der Binnenschifffahrt ihr Brot. Die Anfänge der Maiwaldschen Schiffer-Tradition reichen bis ins 19.Jahrhundert zurück. de Binnenvaartkrant besuchte Schiffseigner Detlef Maiwald und Ehefrau Ilona auf ihrem TMS Cascade. Einem etwas mehr als 30 Jahre alten Tankschiff, das übrigens auf einer niederländischen Werft gebaut wurde. Von Eckhard-Herbert Arndt Am Wasserliegeplatz 82 im Zuge der Süderelbe liegt die Cascade an den Dalben. Ilona (42) und Detlef (38) haben es sich im modernen Steuerhaus ihres Schiffes bequem gemacht. Sie haben an diesem Morgen noch Zeit bis zum Beladetermin gegen Mittag. Zeit, das ist ein wertvolles Gut auch und gerade in der Binnenschifffahrt. Mittags geht es weiter, dann fährt Maiwald wieder eines der großen Tanklager an, wie sie im südlichen Teil des Hamburger Hafens massiert sind, an, nimmt neue Nahrung für den Wirtschaftskreislauf auf, um das Ladegut zu einem anderen Tanklager in einem anderen Teil des Elbe-Hafens zu befördern, von wo aus das Gut dann weiterverteilt werden soll. Diese “Hafenumfuhr” ist ein dankbares Geschäft für ihn, aber auch für seine Familie. Man kann fast von einem geregelten Arbeitsablauf sprechen. Die Kinder gehen derweil zur Schule, Ilona Maiwald verbringt dann normalerweise den Tag im Stein gewordenen Lebensmittelpunkt in Hoopte, sprich dem eigenen, vor wenigen Jahren gebauten Haus. Für Detlef Maiwald stand schon sehr früh fest dass auch er “Schipper” werden will. Nach der Realschule machte er eine Ausbildung als Matrose in der Binnenschifffahrt. ‘In Duisburg,’ erzählt er. Auch das stand schon früh für ihn fest: Er wollte so schnell wie möglich zu einem eigenen Schiff kommen, sein eigener Herr sein. Maiwald qualifizierte sich weiter, erwarb alle wesentlichen, für die Ausübung des Partikuliers in Europa erforderlichen Patente und Befähigungszeugnisse, oder wie er es sagt ‘einmal das volle Programm’. Dem Wunsch nach einem eigenen Schiff kam er 1989 ein gutes Stück näher. Gemeinsam mit seinem Bruder Frank, der auch heute noch Partikulier ist, erwarb er einen Trockenfrachter, die Alegro. Drei Jahre später kaufte er mit seinem Vater Manfred das TMS Nautic. Übrigens: Auch er, der schon längst das Rentnerdasein genießen könnte, ist noch aktiv – ‘es macht ihm immer noch viel Spaß,’ sagt Detlef Maiwald. 1993 erblickten seine beiden Kinder, Lukas und Anna-Franziska, das Licht der Welt. Was zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnen konnte. Die Namen der Warten auf die nächste Beladung: Das TMS Cascade am Wasserliegeplatz 82 an der Hamburger Süderelbe. In diesem Teil des Hamburger Hafens befinden sich die großen Tanklager. ‘Das ist das gute Stück.’ Detlef Maiwald freut sich über den neuen, rund 950 PS starken Schiffsdiesel aus der MTU-Produktion. Der Einbau der neuen und der Ausbau der kaputten Maschine erfolgte bei der Hitzler- Werft in Lauenburg an der Elbe. (Bilder Eckhard-Herbert Arndt) Zwillinge bildeten später die Grundlage für die Namensgebung des ersten, eigenen Schiffes das Ilona und Detlef Maiwald 1995 erwarben: Es führte fortan den Namen Luka. Maiwald wollte weiter in der Tankschifffahrt verbleiben. Aus vielerlei Gründen. Ganz wichtig: In diesem Segment der Binnnenschifffahrt lässt sich mehr verdienen als etwa in der Trockenfahrt. Denn: ‘Tankschifffahrt zu betreiben, bedeutet, einen Haufen Verantwortung zu tragen.’ Die Technik dieser Schiffe ist sehr anspruchsvoll, und die Anforderungen der Industrie, also der petrochemischen Industrie oder der Mineralölindustrie, sind sehr hoch. Nicht zu vergessen die hohen, immer weiter verschärften gesetzlichen Auflagen. Kurzum: Wer in dieser Sparte erfolgreich sein will, muss über eine solide Finanzausstattung verfügen, muss ein guter Kaufmann und auch ein Techniker sein. Das hat seinen Preis. Großer Marktdruck Dass aber die Welt in der Tankschifffahrt heile sein soll, dem kann auch Maiwald nicht zustimmen. ‘Der Marktdruck ist groß.’ Er kommt natürlich aus den eigenen Reihen, von Betrieben die meinen, über den Preis Ladung akquirieren zu müssen, mit dem Ergebnis dass sie den Markt kaputt machen und oftmals am Ende selbst auf der Strecke bleiben. Er kommt aber auch von anderen Verkehrsträgern, Bahn und Lkw. Dessen ist sich Maiwald bewusst, aber er nimmt diese Herausforderungen gerne an. ‘Das ganze Drumherum in einem Binnenschifffahrtsbetrieb liegt mir. Aber man muss sicherlich auch hier das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite haben.’ Und auch einen zupakkenden Partner, so wie Ehefrau Ilona. Das TMS Luka war auch nur eine Zwischenstation. Im Herbst 2001 erfolgte ein erneuter Quantensprung hin zum TMS Cascade, das einmal als Lombardia in den Niederlanden in Dienst gestellt wurde. Maiwald: ‘Ich habe immer zugesehen dass ich mich mit den Schiffen immer wieder verbessere.’ Das Schiff gehört hinsichtlich seiner Abmessungen zur Europa-Schiff-Klasse: 85 m lang, 9,50 breit. Das Herzstück sind zehn Tanks mit zusammen 2000m3 Fassungsvermögen. Die Zuladefähigkeit beträgt 1500 t. Alle Tanks sind von innen beschichtet (gecoated), eine Ausstattung die vor alle für die qualitätsbewusste Kundschaft in der petrochemischen und Mineralölindustrie gefordert ist. Der Gesamtbetrieb ist ISO-zertifiziert – auch das ist heute, zumindest in der Tankschifffahrt, ein unerlässlicher Standard. Viel Geld investiert Mit der Cascade sind Detlef und Ilona Maiwald zufrieden. Sie haben in den zurückliegenden Jahren viel Geld hineingesteckt um das Schiff weiter aufzuwerten. Dazu gehört auch er gesamte Wohnbereich im Achterschiff. Man hat das Gefühl sich in einer modernen, gemütlichen Ferienwohnung zu bewegen. Die beiden Kinder, die erfolgreich das Gymnasium in der Kreisstadt Winsen/Luhe besuchen, sind sehr gern an Bord. Ilona Maiwald: ‘Sie freuen sich vor allem darüber dass Mama und Papa immer griffbereit sind.’ Beide legen, bei aller beruflichen Anspannung, großen Wert darauf ein ausgeglichenes Familienleben zu führen. Das fällt auch anderen auf. Etwa den Lehrern in der Schule. Mutterstolz schwingt mit als Ilona Maiwald sagt: ‘Eine Lehrerin hat mich kürzlich angesprochen und gesagt dass meine Kinder sehr ausgeglichen seien und sehr konzentriert bei der Sache sind. Das hat mich sehr gefreut.’ Das Bordleben ist eben ein Besonderes. Neben dem Hamburger Hafen, in dem Maiwald das Jahr über mitunter längere Zeit ‘in einem Stück’ arbeitet, bereist er mit seinem TMS Cascade auch andere Teile Deutschlands, ja, Europas. Sein Grundsatz: ‘Mein Einsatzgebiet hängt davon ab was wirtschaftlich Sinn für uns macht.’ So ist er regelmäßig im Raum Berlin oder Magdeburg, oder fährt in den Westhäfen oder nach Basel. Für die Abläufe an Bord hat er einen eigenen Matrosen. Ja, und dann gönnt sich die Familie auch mal so etwas wie Urlaub, ohne das Schiff. Dann wird ein Ablöser hereingenommen. Maiwald hat auch zum Urlaub so seine Meinung: ‘Ich sage immer, ich mache keinen Urlaub, ich bummel Überstunden ab.’ Ein Lachen kann er sich dabei aber trotzdem nicht verkneifen als er diesen Satz über die Lippen bringt. Detlef Maiwald arbeitet sehr eng mit ausgesuchten Befrachtern zusammen, wobei er großen Wert darauf legt, ‘nicht an einen bestimmten vertraglich gebunden zu sein’. Die Erfahrungen im Umgang mit seinern Befrachtern sind gut. ‘Sie kennen den Markt, haben den besten Überblick,’ sagt er. Ein wichtiger Auftraggeber im Hamburger Hafen ist derzeit die Vopak Hamburg. Pech mit dem Motor Und doch: Auch beim Partikulier Detlef Maiwald wird nur mit Wasser gekocht. Ende letzten Jahres hatte er eine Pechsträhne. Die Hauptmaschine ging kaputt: Motorwellenschaden. ‘Das hat uns sehr überrascht. Noch Anfang 2004 hatten wir allle erforderlichen Klasse-Arbeiten mit Erfolg abgeschlossen. Ein solcher Schaden war nicht abzusehen.’ Unterm Strich zog die Havarie einen mehrwöchigen Betriebsausfall nach sich. Viele Telefonate und Gespräche waren zu führen um das Problem zu lösen. Mit MTU wurde er sich über einen neuen Motor handelseinig. Und in der altehrwürdigen Hitzler-Werft in Lauenburg an der Elbe – sie liegt in direkter Nachbarschaft zum Elbe-Seiten-Kanal – fand der einen Schifffbaubetrieb der den Motorenaus und - einbau, sowie weitere Arbeiten, perfekt ausführen konnte. Ilona und Detlef Maiwald sparen nicht mit Lob: ‘Wir sind mit der Gesamtausführung mehr als zufrieden.’ Kurz vor Weihnachten hieß es dann wieder: ‘Leinen los, TMS Cascade.’ Detlef Maiwald nimmt es gelassen: ‘Gott sei Dank ist ein Großteil des Schadens durch die Versicherung abgedeckt. Auch ein solches Ereignis gehört zum Dasein eines Partikuliers. Da muss man eben durch.’ Ilona Maiwald blickt in dem Moment auf die Uhr: ‘Du, wir müssen los.’ Detlef Maiwald hält inne. ‘Stimmt,’ sagt er, ‘denn der Kunde liebt es pünktlich.’ Schon bald liegt der Waserliegeplatz 82 an der Süderelbe hinter ihnen.

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