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2004-16

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DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 30 Deutsche Binnenreederei sieht mittelfristige Geschäftsstrategie bestätigt Die Deutsche Binnenreederei AG (DBR) mit Sitz in Berlin ist zufrieden über die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003. Der Jahresüberschuss betrug 430.000 Euro bei Umsatzerlösen von 27,8 Millionen Euro. Dies ist, so DBR-Vorstandssprecher Robert Baack, das Ergebnis eines kräftigen Endspurts. In der ersten Jahreshälfte ist der Verkehrs auf der Havel- Oder-Wasserstraße (HOW) weiter angestiegen. Damit wird der positive Trend des vergangenen Jahres fortgesetzt. In Eberswalde rechnet das Wasser- und Schifffahrtsamt dieses Jahr mit einem Verkehrswachstum von zehn Prozent auf der Wasserstraße. Wie schon das Jahr 2002 habe auch 2003 ‘zwei Gesichter gehabt’. Denn kaum seien einzelne Wasserstraßenabschnitte – vor allem im Nordosten – nach dem harten Winter wieder befahrbar gewesen, so kam auch schon die lang anhaltende Trokkenheitsperiode mit Rekord- Niedrigwasserständen auf der Elbe, die das Geschäft der Reederei nicht nur auf der Elbe, sondern auch im Ost-West-Verkehr erheblich beeinträchtigte. Erst die Öffnung des Magdeburger Wasserstraßenkreuzes im Oktober brachte dann Erleichterung. ‘Die Tatsache dass die DBR die während dieser Periode durch fallende Produktivität und zusätzliche Kosten erlittenen Ergebniseinbußen wettmachen konnte, zeigt dass wir inzwischen wieder robust sind,’ stellt Baack fest. Die Geschäftsleitung führt diese positive Entwicklung darauf zurück dass die Maßnah- Bereits im letzten Jahr stieg die transportierte Gütertonnage an der Schleuse Lehnitz um mehr als zwölf Prozent. Am Schiffshebewerk Niederfinow wurde ein Wachstum von über 22 Prozent registriert. In der ersten Jahreshälfte 2004 war das Schiffshebewerk in Niederfinow elf Tage weniger im Betrieb als im Vergleichzeitraum 2003. Grund dafür waren umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an den Antrieben des Hebewerkes und eine zeitgleiche Vollsperrung der HOW im Bereich der Baustelle Pechteich, bei Marienwerder. Trotz der kürzeren Betriebszeit ist die Anzahl der Schleusungen und der geschleusten Gütertonnage annähernd konstant geblieben. Gleichzeitig ist die Größe der geschleusten Eichtonnen um fünf Prozent gestiegen. Die Flottenstruktur hat sich deutlich verändert und weist 27 weniger selbstfahrende Güterschiffe auf. Dafür ist der Anteil der Schubschifffahrt entsprechend angestiegen. men zur Umsetzung ihrer mittelfristigen Geschäftsstrategie stärker greifen. In den strategischen Geschäftsfeldern Containerlogistik, Schwergut und Projektlogistik sowie Wasserbautransporte sind die Umsätze 2003 gewachsen. Die Kosten der Leistungserstellung sind gesunken und die Rentabilität gestiegen. Baack sieht somit die Strategie der Reederei bestätigt, in Geschäftsfeldern zu wachsen, wo die Vorteile des Schubschifffahrtskonzeptes sowie die Struktur und Größe der DBR-Flotte optimal zum Tragen kommen. ‘Wir werden diesen Weg konsequent fortsetzen und Verkehrswachstum auf HOW hält an www.binnenvaartkrant.nl Das WSA Eberswalde geht dieses Jahr aus von einem Verkehrsanstieg um zehn Prozent auf der HOW. Garant für diese Wachstumsprognose ist die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Auf der Oder herrschen seit einigen Wochen Niedrigwasserbedingungen. Dagegen kann auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße, parallel zur Oder, weiter und stabil eine Abladetiefe von zwei Metern gefahren werden. Somit bleibt der Güterverkehr auf der Strecke Berlin-Szczecin unbeeinflusst von den Niedrigwasserereignissen auf der Oder. 27 JULI 2004 durch Investitionen forcieren.’ Die Containerverkehre der DBR entwickeln sich durchaus sehr erfolgreich. Insofern erwarte man auch für das laufende Geschäftsjahr positive Ergebnisse. Anlässlich der Hauptversammlung der Reederei zum Anfang des Monats wurden die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Georg Boeckler, Gerhard Döhring, Hans Gerd Heidenstecker, Dr. Dieter Holzinger und Dr. Martin Makait bestätigt. Für den nach zehnjähriger Mitgliedschaft aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Prof. Peter Tamm ist Hans Friedrich Blöcker in den Aufsichtsrat gewählt worden. Sturmlauf auf Schleusengruppe Kickers Fast 1.000 Interessierte haben am 20. Juni die Schleusengruppe Feudenheim am Neckar besucht. Im Rahmen des Aktionstages Lebendiger Neckar hatte das Wasserund Schifffahrtsamt (WSA) in Heidelberg zu einem Rundgang auf der Schleusenanlage eingeladen. Die Aktion wurde unterstützt durch das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. Während der Führungen erfuhren die Besucher alles zur Güterschifffahrt auf dem Neckar sowie zum Erhalt und Ausbau der Wasserstraße und ihrer Anlagen. Für das WSA war der Tag ein voller Erfolg, denn der Besucherandrang war höher als erwartet. Da war es teilweise gar nicht einmal so einfach, alle Fragen zu beantworten und gleichzeitig den Schleusenbetrieb durchzuführen. Bereits am 12. September hat das breite Publikum erneut die Chance, die Schleusengruppe zu besichtigen. Diesmal läuft der Tag der offenen Tür im Rahmen des Tages des offenen Denkmals. An diesem Tag öffnet ebenfalls das Wehr Wieblingen seine Tore. Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . ASS Allgemeine Schiffs - Service GmbH Motoren ◆ Getriebe ◆ Hydraulik ◆ Pneumatik IVECO ◆ ABC-Diesel ◆ REINTJES ◆ Parker Sempress Gartenstraße 22 ◆ 47198 Duisburg – Homberg Tel.0 20 66 /1 23 86 ◆ Fax 0 20 66 1 02 40 Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,50 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x € 8,00 ➙ 3x € 20,00 € 13,00 € 30,00 € 18,00 € 40,00 € 22,00 € 50,00 ✂ Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: € 27,00 € 60,00 € 32,00 € 70,00 € 37,00 € 80,00 Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. Daher abonniere ich die Zeitung für ein Jahr: Name, Vorname bzw. 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DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 31 27 JULI 2004 WSD NORDWEST PRÄSENTIERT UMFANGREICHE AGENDA Anpassung Stadtstrecke Oldenburg des Küstenkanals In einem ausführlichen Bericht hat die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nordwest ihre Arbeit in den kommenden Monaten dargestellt. Dabei steht die Erhaltung leistungsfähiger und sicherer Zufahrten zu den Seehäfen an der Ems, Jade und Weser ganz oben. Die WSD Nordwest übernimmt auch eine Vorreiterrolle bei der Einführung einer umfassenden Kosten- und Leistungsrechnung innerhalb der Wasserund Schifffahrtsverwaltung (WSV). Im Bereich Wasserstraßenbau steht dieses Jahr die Anpassung der Stadtstrecke Oldenburg des Küstenkanals an. Das Projekt beinhaltet die Vertiefung und Verbreiterung des Kanals von 27 Metern auf 32 Meter. Die erforderlichen Tiefbauarbeiten sollen in diesem Sommer vergeben werden. Die Anpassungsarbeiten sollen in etwa zwei Jahren abgeschlossen werden. Von Sarah ah De Preter Der Ausbau der Hunte schreitet mit Vertiefungsarbeiten, Engpassbeseitigungen in Verbindung mit Deichrückverlegungen zügig voran. Mit den Anpassungsarbeiten wird diese Binnenwasserstraßenverbindung zwischen der Unterweser mit den Häfen Bremen, Brake, Nordenham sowie Bremerhaven und dem Dortmund-Ems-Kanal den gestiege- Terminal CCS Koblenz erweitert Kapazität Neue Regeln für Abfalltransporte In den Niederlanden müssen Einsammler, Beförderer, Händler oder Makler von Abfällen bis zum 1. August auf einer landesweiten Liste eingetragen sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Transport über Straße, Schiene oder Wasserstraße erfolgt. Auch ausländische Unternehmen, die in den Niederlanden arbeiten, müssen sich anmelden. Die Liste wird bei der Stichting Nationale en Internationale Wegvervoer Organisatie (NIWO) (www.niwo.nl) geführt. Dort gibt es auch die Formulare zur Anmeldung. Drei Kriterien müssen erfüllt sein, um in der Liste geführt zu werden: Zuverlässigkeit, Kreditwürdigkeit und Fachkunde. In Deutschland gelten ähnliche Regelungen. Dort muss für den Transport bestimmter, vor allem Das Terminal Koblenz der Combined Container Service (CCS) investiert in die Erweiterung des Terminals. Dabei werden die Stellflächen verdoppelt auf 16.000 Quadratmeter. Es wird auch eine Gefahrgutwanne eingerichtet für die Zwischenlagerung von Gefahrgutcontainern. Darüber hinaus entsteht ein modernes Gatehouse für die zügige Abfertigung von ein- und ausfahrenden Lkw. Die Bauarbeiten werden bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Terminal ist eine wichtige Güterdrehscheibe am Mittelrhein. Es fungiert als Umschlagplatz für das Ladungsaufkommen aus dieser Region und als Umschlagshub für die Main- und Moseldienste, welche dort Anschluss an die Liniendienste der CCS von und nach den Westhäfen finden. gefährlicher, Abfälle eine Genehmigung beantragt werden. Dies gilt auch für ausländische Unternehmen, die in Deutschland Abfälle einsammeln und transportieren wollen. Für diese Genehmigung ist vor allem die Zuverlässigkeit und die Fachkunde nachzuweisen, ähnlich wie in den Niederlanden. Für die Fachkunde sind allerdings spezielle Kurse erforderlich. Eine ähnliche Genehmigung ist erforderlich, wenn man Abfälle makeln will. Hierbei ist zu beachten, dass auch das Befrachten unter den Begriff des Makelns fällt. Mehr Auskunft zu diesem Thema bekommen Sie bei der Unternehmensberatung AbfallinForm. Dr. Anja Rohen: Tel: 02801 – 70 65 30, E-Mail: anja.rohen@t-online.de nen Anforderungen an Sicherheit und Transportaufkommen angepasst. Das mit dem Ausbau angestrebte Verkehrsziel soll ebenfalls 2006 erreicht werden. In den kommenden Monaten wird auch die Restabwicklung der Schleusenbaumaßnahmen im Rahmen des Vorhabens Weser-Staustufe Bremen durchgeführt. An der Ems werden Neu- und Umbau von Buhnen durchgeführt, mit dem Ziel der Fahrwasserstabilisierung und wirtschaftlichen Unterhaltung. Für die Marineanlagen in Wilhelmshaven werden umfangreiche Unterhaltungsarbeiten durchgeführt. Zurzeit laufen auch die Planungs- und Instandsetzungsarbeiten für die Grundinstandsetzung der Großen Seeschleuse Wilhelmshaven. Für die Jahre 2004 und 2005 ist der Bau eines neuen Schleusentores geplant. In den Bundesverkehrswegeplan 2003 wurde die Anpassung der Unterweser, zur besseren Erreichbarkeit der Seehäfen Brake und Bremen, aufgenommen. Die WSD Nordwest hat eine gleichrangige Entscheidung der Bundesregierung zur weiteren Anpassung der Außenweser vorbereitet. Sobald der Planungsauftrag zu den Vorhaben erteilt ist, wird deren Vorbereitung in Angriff genommen. Diese Planungen unterstützen die Zielsetzung der Länder Niedersachsen und Bremen, die Hafenkapazitäten zu erweitern und zu konzentrieren. Die Länder wollen damit den wachsenden interkontinentalen Warenströmen und der dadurch bedingten Zunahme, vor allem der Container- und Massengutschiffsgrößen, gerecht werden. Modernisierung Die WSD will auch die Modernisierung ihrer Flotte in diesem Jahr weiterführen. Im vergangenen Jahr und zum Anfang dieses Jahren haben die Wasser- und Schifffahrtsämter in Bremen und Bremerhaven zwei neue Peilfahrzeuge in Betrieb genommen. Sie sind mit PDGPS (Precise Differential Global Positioning Die Gespräche mit den Containerumschlagbetrieben im Seehafen Antwerpen sind ergebnislos verlaufen. Die Binnenschifffahrt hatte angesichts der Probleme beim Beladen und Entladen von Schiffen an den Terminals bis zum 29. Juni eine akzeptable Lösung gefordert. Doch die Frist ist ungenutzt abgelaufen. Daher werden nun Zuschläge erhoben im Containerverkehr von und nach den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam. System) ausgestattet, das neben der exakten Ortung insbesondere eine präzise Tiefenlagenbestimmung ermöglicht. Die WSÄ in Wilhelmshaven und Emden rüsten ihre Peilschiffe ebenfalls mit diesem System nach. Darüber hinaus ist die WSD Nordwest Pilotbehörde zur bundesweiten Einführung einer umfassenden Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) in der WSV. Hierbei übernimmt die Behörde mit der Einführung der Standardsoftware SAP eine Vorreiterrolle. In Zukunft sollen alle Führungsebenen innerhalb der WSD mit einem umfassenden Informationssystem unterstützt werden, um die Leistungen der Verwaltung wirtschaftlicher und zielgerichteter auszurichten. Hierbei stehen nicht nur Kostenreduzierungen im Vordergrund, sondern auch die Qualität der Verwaltungstätigkeit und die Kundenzufriedenheit. Der Grundstein zu diesem Projekt wurde bereits im November 2000 gelegt. Ziel der Pilotphase ist es bis zum 1. Januar 2005 ein auf die Bedürfnisse der WSV ausgerichtetes SAP-System in Betrieb zu nehmen. Containerbinnenschifffahrt hebt Stauzuschlag Containerumschlag in Rotterdam. Bei der Abfertigung werden Seeschiffe gerne bevorzugt. (Foto Sarah De Preter) Brand auf Tanker Auf dem Rhein bei Mannheim ist am Samstag, den 17. Juli der niederländische Gefahrguttanker Stolt Praag in Brand geraten. Das Feuer im Maschinenraum konnte nach eineinhalb Stunden gelöscht werden. Das Schiff hatte Methyl-tert-butylether (MTBE) geladen. Brandursache war wahrscheinlich ein Kabelbrand. Personen sind bei dem Unfall nicht verletzt worden. Im Antwerpener Hafen werden Containerbinnenschiffe im Zwei-Schicht-Betrieb beladen und gelöscht. Doch die Schiffe sind rund um die Uhr im Einsatz, zeitliche Probleme sind somit vorprogrammiert. Die Umstellung auf einen Drei- Schicht-Betrieb würde den Ablauf der gesamten Umschlagsvorgänge im Seehafen beschleunigen und den Beteiligten an der Transportkette ins Hinterland Kosten ersparen. In Rotterdam verursacht das enorm anwachsende Containeraufkommen ebenfalls Probleme. Umschlagbetriebe bevorzugen dort Seeschiffe bei der Abfertigung. So kommt es immer öfter zu zeitlichen Verzögerungen für Containerbinnenschiffe. Da die Seehäfen keine Lösung parat haben, muss die Binnenschifffahrt nun ihre Kunden mit Zuschlägen für solche Container belasten die über Rotterdam und Antwerpen abgefertigt werden sollen. Die Unternehmen und Verbände aus der Containerbinnenschifffahrt zeigen sich auch weiterhin gesprächsbereit um über geeignete Maßnahmen zur Lösung der aktuellen Probleme in Antwerpen und Rotterdam Bei der zur Rhenus-Gruppe gehörenden Combined Container Services (CCS) hofft man, dass möglichst schnell wieder zeitgerechte Abfertigungen der Binnenschiffe stattfinden können. Doch die Aussichten sind düster: wahrscheinlich wird das Problem nicht vor diesem Herbst gelöst sein. Die CCS kann durch Wartezeiten von bis zu 60 Stunden ihre Fahrpläne nicht mehr einhalten. Es müssen zusätzliche Binnenschiffe eingechartert werden um die anschließenden Termine einigermaßen zu erreichen während die Schiffe der CCS- Stammflotte mit Minderauslastungen zu kämpfen haben. Im Durchschnitt ergeben sich daraus Mehrkosten zwischen 28 Prozent und 42 Prozent. Ab dem ersten August wird die CCS daher einen Congestion- Zuschlag von 25 Euro pro Container erheben. Sobald sich die Situation in Antwerpen und Rotterdam wieder verbessert, wird dieser Zuschlag aufgehoben.

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