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2004-04

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Schiffsverkehr im Raum

Schiffsverkehr im Raum Berlin zurückgegangen Im Raum Berlin wurden von Januar bis September 2003 12,3 Prozent weniger Güter von oder auf Binnenschiffe umgeschlagen als im Vergleichraum des Vorjahres. Der Binnenschiffsverkehr belief sich in dieser Periode auf 1,9 Millionen Tonnen. Davon entfielen rund 86 Prozent auf feste mineralische Brennstoffe. Steine und Erden erzielten einen Anteil von elf Prozent. Es handelte sich in 96 Prozent der Fälle um Güterempfang. An erster Stelle stehen in diesem Bereich Steinkohle und -briketts Meer Geschwindigkeitskontrollen auf Kanälen Auf den westdeutschen Kanälen wird es zukünftig mehr Geschwindigkeitskontrollen geben. Das schreibt der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) im Partikulier- Kurier. Hintergrund sind die zunehmend festzustellen Geschwindigkeitsübertretungen im Kanalbereich. Im Jahr 2002 führte die Bundesanstalt für Wasserbau Geschwindigkeitsmessungen von 243 Schiffen an der Guntruper Brücke bei DEK-km 82,6 durch. Dabei wurde deutlich dass die Mehrzahl der Schiffsführer die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten von 10 km/h für beladene Schiffe und 12 km/h für leere Schiffe deutlich überschritten. Hinzu kommt dass stets mehr Ladung über die Kanäle verfrachtet wird. Alles zusammen führt zu einer höheren Belastung der Infrastruktur. Die Wasserund Schifffahrtsverwaltung hat dramatische Schäden an den Deckwerken und der Kanalsohle festgestellt, die bei den anstehenden Kürzungen der Verkehrsinvestitionen nicht ausgeglichen werden können. Der BDB weist darauf hin dass im Falle einer Zunahme der Schäden an den Deckwerken der Kanäle plötzlich auftretende und kaum vorherzusehende Ausfälle der Wasserstraße drohen. Um die Leistungsfähigkeit der Kanäle zu erhalten, müsse sich die Schifffahrt daher kritisch fragen, ob die Fahrgeschwindigkeiten nicht an das vorhandene Kanalprofil angepasst werden müssen und ob Bugstrahlanlagen in Einzelfällen vorsichtiger einzusetzen sind. PAGINA 32 10 FEBRUARI 2004 sowie Sand und Kies. Der Güterversand über die Wasserstraßen verzeichnete einen starken Rückgang. Von den 71.000 Tonnen, welche die Berliner Umschlagstellen auf dem Wasserweg verließen, dominierten Zement und Kalk, gefolgt von Steinkohle und -briketts und Altglas. Der Groteil der umgeschlagenen Güter wurden innerhalb Deutschlands befördert. Dabei lag der Schwerpunkt mit einer beförderten Gütermenge von 860.000 Tonnen im Güterverkehr von und nach Brandenburg. Im grenzüberschreitenden Verkehr, hauptsächlich mit Polen, wurden etwa 30 Prozent des Gesamtumschlags bewegt. Der Schiffsladungsverkehr innerhalb Berlins hatte einen Anteil von 5,7 Prozent. Von den 6.101 gezählten Schiffsankünften bzw. -abgängen bis September 2003, fuhren 58 Prozent der Schiffe unter deutscher und 42 Prozent unter polnischer Flagge. Rund 87 Prozent der Schiffsgütertransporte von und nach Berlin führten über Spree und Dahme. Im rumänischen Schwarzmeerhafen Constanta ist ein neues Containerterminal eröffnet worden. Es hat eine Umschlagskapazität von 325.000 TEU pro Jahr. Für den Hafen Constanta bedeutet dies eine erhebliche Steigerung der Kapazität. Das Terminal gehört zum sogenannten Entwicklungsprojekt Südhafen Constanta. Die Errichtung des Terminals wurde mit einem Darlehen der japanischen Bank für Internationale Kooperation an die rumänische Regierung finanziert. Im ersten Quartal von diesem Jahr wird das Terminal den Betrieb aufnehmen. Containerterminal Constanta eröffnet www.binnenvaartkrant.nl www.binnenvaartkrant.nl ASS Allgemeine Schiffs - Service GmbH Motoren ◆ Getriebe ◆ Hydraulik ◆ Pneumatik IVECO ◆ ABC-Diesel ◆ REINTJES ◆ Parker Sempress Gartenstraße 22 ◆ 47198 Duisburg – Homberg Basel MultiTerminal gegründet Der Containerverkehr wächst stark. Um dafür gerüstet zu sein, haben die Basler Logistikunternehmen Rhenus Alpina und Natural van Dam die Basel MultiTerminal AG gegründet. An der neuen Gesellschaft ist die Rhenus Alpina AG zu 65 Prozent und die Natural van Dam AG zu 35 Prozent beteiligt. Die Multi- Terminal AG bietet ideale Voraussetzungen, um das neue Containerterminal am Nordkai im Hafenbecken II des Rheinhafens Basel-Kleinhüningen gemeinsam zu betreiben. Das gegenüberliegende, seit über 15 Jahren bestehende ACT-Containerterminal (Südkai) wird in die neue Gesellschaft integriert. Mit der MultiTerminal AG festigen Rhenus Alpina und Natural van Dam ihre Marktposition im Containerverkehr und im kombinierten Transport Schiff/Schiene. Im November 2003 hatte Rhenus Alpina in Basel plangemäß ein neues Logistikcenter in Betrieb nehmen. Insgesamt neun Monate hatte der Bau die- Kickers ses Zentrums gedauert. Die neue Plattform am Hafenbecken II wird der Logistik rund ums Containergeschäft dienen. Dabei soll die Abwicklung des Kombinierten Verkehrs Wasser/Schiene/Straße optimiert werden. Rhenus Alpina setzt moderne Informationstechnologie ein und kennt somit ab Übernahme der Container im Seehafen zu jedem Zeitpunkt den Status eines Transports. Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,50 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x € 8,00 ➙ 3x € 20,00 € 13,00 € 30,00 € 18,00 € 40,00 Tel.0 20 66 /1 23 86 ◆ Fax 0 20 66 1 02 40 € 22,00 € 50,00 ✂ F"llen 'ie den Abo-.oupon aus und senden 'ie ihn ohne 4riefmarke an: € 27,00 € 60,00 € 32,00 € 70,00 € 37,00 € 80,00 Ich mWchteM dass die 4innenvaartkrant auch =eiterhin f"r mich schreibt. :aher abonniere ich die Xeitung f"r ein Jahr: CameM Eorname bZ=. Firma: 'tra[e und Hausnummer: PostleitZahl/_rt: Dand: Telefonnr.: Imail: Pehr=ertsteuernr.: :e 4innnenvaartkrant Ant=ortnummer. 70133 CD-3070 E4 Rotterdam GCiederlandeH Iin Abonnement auf J:e 4innenvaartkrantK kostet € 60M- Gincl. 6O P.W.st.H jShrlich. Ihr Abonnement 'oll 2 Ponaten vorher schriftlich gek"ndigt =erden. Name Straße und Hausnummer Postleitzahl Unterschrift Mehrwertsteuer nr.: ❍ Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich € 5,- extra.* Senden Sie bitte Ihr ausgefülltes Kicker-Formular mit einem Postscheck hierauf vermeldet: Commerzbank- Duisburg, BLZ 350 400 38, Konto 4569588 an die folgende Adresse: Riomar BV-De Binnenvaartkrant, Postbus 24202 CD-3007 :I Rotterdam GCiederlandeH Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Ort / Land Achtung! Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Konto in Deutschland, Commerzbank-Duisburg, bank-leitzahl 350.400.38, konto-nr. Riomar BV 4569588 oder schicken Sie uns einen Überweisungsauftrag. Wenn Sie sich einen "Kicker unter Chiffre" wünschen, beachten Sie bitte die zusätzlichen Verwaltungskosten: € 3,- Faxen kann natürlich auch! Unsere Faxnummer lautet: 0031 - 10 414 02 12 * Das Angebot gilt nur ab 3 (Online)-Anzeigen

GLEICH DREI BINNENSCHIFF-HAVARIEN SORGTEN FÜR GROßES AUFSEHEN IM JANUAR PAGINA 33 10 FEBRUARI 2004 Ein einzigartiger Wettlauf gegen die Zeit Die Binnenschifffahrt im Fokus der Medien: Gleich drei Havarien mit Binnenschiffen sorgten im Januar in Norddeutschland für einen großen Auftrieb. Der mit Abstand spektakulärste Fall stellte die glückliche Bergung des polnischen Binnenschiffs BM 5247 bei Schnackenburg/Elbe dar. Doch auch die beim Beladen zerbrochenen und gesnukenen Binnenschiffe Labe 11 aus Tschchechien und Heimatland aus Salzgitter sorgten für Aufsehen. Eine Chronologie der Ereignisse. Der Panzer gehörte nicht dem THW, sondern war als Leihgabe eines Vereins zur Pflege historischer Militärtechnik zur Verfügung gestellt worden. Ein Teil der Bergungskosten war durch Spenden aufgebracht worden. Vor allem die Bürger Schnackenburgs hatten in den letzten Monaten eine Beispiel gebendes Band der Solidarität mit dem polnischen Schiffsführer geknüpft. Bevor das Schiff zu Wasser gelassen werden konnte, nahmen Experten den Rumpf genauestens unter die Lupe. Ihr Urteil: kaum Schäden. Zehn Monate saß der polnische Kapitän Wlodzimierz Rosik mit seinem in Bromberg beheimateten Frachtkahn im Wortsinne auf dem Trockenen. Der Schiffsfüherr hatte im März 2003 während des großen Elbe-Hochwasers die Einfahrt des Hafens Schnackenburg knapp verfehlt und geriet mit seinem Frachtkahn auf das Deichvorland. Dort saß er bombenfest. In einer in dieser Form beispiellosen Aktion schafften es rund 100 freiwillige Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW), das Schiff wieder flott zu bekommen. Von Eckhard-Herbert Arndt Für Wlodzimierz Rosik, den Kapitän des BM 52 47, ging mit dem 29.Janaur 2004 ein Traum in Erfüllung – und ein Albtraum ging zu Ende. Sein Frachter hatte im Wortsinne wieder Wasser unter dem Kiel. Für die Helfer des THW war es ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Wasser der Elbe drohte bereits wieder zurück zu gehen. Käpt´n Hilflos, wie die Bild-Zeitung den polnischen Schiffsführer nannte, zählte sich in dem Moment zu den glücklichsten Menschen der Welt. Bemerkenswert war das Spektrum der technischen Hilfsmittel, die die THW-Helfer einbrachten um das Schiff wieder seinem Element zu übergeben: von Hebekissen bis zu einer einzigarten Rollenkonstruktion aus Langhölzern und Stahlrohren reichte die Mittelvielfalt. Der Clou war der Einsatz eines Bergepanzers russicher Bauart der ehemaligen Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR, der das Schiff schließlich die entscheidenden Meter weiterbewegte. Viele Überraschungen Am 31.Januar endete eine weitere Bergungsaktion erfolgreich: Das am 14.Januar 2004 im Harburger Seehafen 2 in zwei Teile zerbrochene und binnen weniger Minuten gesunkene tschechische Binnenschiff Labe 11 war vollständig geborgen. Erleichterung über die erfolgreiche Bergung der 1976 gebauten Labe 11 beim Schiffseigner, der tschchechischen Reederei CSPL, beim federführenden Bergungsunternehmen Harms Bergung aus Hamburg und beim Kaiumschlagbetrieb Rhenus-Midgard, dessen Anlage im Seehafenbekken 2 seit der Havarie praktisch brach lag. So musste ein Massengutschiff in der Deutschen Bucht aufgestoppt werden, weil der Kai blockiert war. Tageskosten: 35.000 Dollar. Fest steht inzwischen: Die Erleichterung und Freude über die erfolgreiche Bergung wird nicht lange währen. Denn jetzt beginnt das knallharte Auf- und Abrechnen, ‘und das wird noch einigen Ärger geben’, meinte einer der Bergungsfachleute vor Ort. Schließlich sei bei den Tschchechen ‘kaum was zu holen’. Rückblickend stand bereits das gesamte Bergungs-Unternehmen Ein Bild des Jammers: das Achterschiff der Labe 11 ist nur noch ein Trümmerhaufen. (Foto Eckhard-Herbert Arndt) Das Vorschiff der Labe 11 ist am Haken des Schwimmkrans Roland. Das Achterschiff liegt bereits am dem Kai. (Foto Eckhard-Herbert Arndt) rund um die„Labe 11 unter keinem glücklichen Stern. So verging nach dem Unterngang fast eine Woche ehe die Tschechen glaubhaft versichern konnten: ‘Wir haben das Geld für die Bergung zusammen.’ Den Auftrag konnte die Harms Bergung aus Hamburg an Land ziehen. Ihr Plan: Das in zwölf Meter Tiefe, auf dem Grund des Hafenbeckens liegende Schiff sollte zunächst von seiner Ladung, einem hochwertigen Düngemittelrohstoff namens Apatit, sowie mehreren Tonnen Treibstoff befreit und anschließend mit einem Schwimmkran geborgen werden. Harms Bergung kaufte sich sämtliche, für die Bergung benötigte Dienstleistungen ein: vom Tauchereinsatz bis hin zum teuren Schwimmkran Roland aus Bremerhaven. Die Hamburger Umweltbehörde hatte ihrerseits das gesamte Hafenbecken mit einer Ölsperre absichern lassen. Ein Ölauffangschiff der Hamburger Firma Carl Robert Eckelmann fuhr pausenlos wie ein Staubsauger hin und her um noch austretende Restölmengen aufzunehmen. Bei der Umweltbehörde war man vor allem darüber erleichtert,dass von dem Ladegut Apatit keine Gefährdung für die Umwelt ausging. So richtig die Überlegungen von Harms Bergung waren: Die Wirklichkeit sah sehr schnell anders aus. Die Bergung des Rumpfes scheiterte immer wieder. Dabei stellten die Taucher fest dass der durch einen Doppelboden verstärkte Rumpf doch nicht vollständig durchbrochen war. Mit Spezialgerät musste, zentimeterweise, der Rumpf durchtrennt werden. Eine Knochenarbeit für die Taucher, die in dem trüben Hafenbecken gerade einmal 30 Zentimeter Sicht hatten und somit den Erfolg ihrer Arbeit im Wortsinne ertasten mussten. Bereits drei Tage vor dem schließlich erfolgreichen Abschluss der Aktion stand bereits fest: Die Kalkulation von Harms war nicht aufgegangen. ‘Die müssen jetzt sogar noch Geld mitbringen,’ hieß es fortan vor Ort hinter vorgehaltener Hand. Immer wieder mussten Taucher in das eiskalte Becken tauchen, mehrfach musste der schwere Schwimmkran seine Arbeit abbrechen. Am Freitag, den 30.Januar, dann der erste Teilerfolg: Das rund 250 t. schwere Achterschiff wurde der Tiefe entrissen und auf dem Kai abgesenkt. Am Sonnabendnachmittag des 31.Januar folgte dann das Vorschiff. Erst auf dem Kai sah man die Auswirkungen der Havarie auf das Schiff. Besonders beeindruckend: die Bruchstelle in der Mitte des Rumpfes. Der Stahl sah an dieser Stelle aus wie ausgefranst. Die Labe 11 ist jetzt ein Fall für den Schneidbrenner. In den nächsten Tagen wird sie verschrottet. Bemerkenswert war das Spektrum der technischen Hilfsmittel, die die THW-Helfer einbrachten um das Schiff wieder seinem Element zu übergeben. (Foto THW) Ein weiterer Bergungsfall stand bei Redaktionsschluss noch an: Das Heben des Frachters Heimatland. ‘Und das wird noch schwieriger,’ hieß es dazu in der Hamburger Umweltbehörde. Die „eimatland war beim Beladen mit Kupferplatten am Kai der Norddeutschen Affinerie (Affi) aus bislang ungeklärten Ursachen zerbrochen. Auch hier konnte sich die Besatzung in Sicherheit bringen. Aufgrund der beengten Verhältnisse konnte kein schweres Bergungsgerät eingesetzt werden.

De Binnenvaartkrant