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2004-01

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TransportBarometer:

TransportBarometer: Preise und Mengen werden steigen Die vom ZEW und der Prognos AG befragten Transportexperten erwarten dass das Mengenaufkommen bei Straße, Schiene und Binnenschifffahrt in den nächsten sechs Monaten ansteigen wird. Das geht aus dem neuesten Transportmarkt- Barometer der beiden Forschungsinstitute hervor. Für die Binnenschifffahrt rechnen die meisten Experten mit steigenden Gütermengen in der Trokkengutschifffahrt auf dem Rhein. Nach dem trocknen Sommer soll sich also jetzt der Aufschwung auch bei der Binnenschifffahrt bemerkbar machen. Der Kombinierte Verkehr wird von den befragten Experten PAGINA 24 6 JANUARI 2004 schon seit einiger Zeit als Wachstumsmarkt eingeschätzt. Aktuell rechnen für das kommende Halbjahr 49 Prozent mit steigendem Aufkommen im Binnenverkehr, 46 Prozent im Westeuropaverkehr und 32 Prozent im Osteuropaverkehr. Hinter diesen Erwartungen dürfte der boomende Containermarkt stehen. So wächst der grenzüberschreitende Seecontainerverkehr deutscher Seehäfen seit Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten. Trotz der aktuellen Ungewissheit in Sachen Maut rechnen noch immer 50 Prozent der Experten im Osteuropaverkehr und 77 Prozent im Fernverkehr mit einer Steigerung der Preise im Straßengüterverkehr. Die Schienentarife werden überwiegend als stabil eingeschätzt. Die Erwartungen der Preisentwicklung in der Binnenschifffahrt im kommenden Halbjahr zeigen deutliche Parallelen zu den Einschätzungen der Mengenentwicklung. Auch wenn mehrheitlich von stabilen Preisen ausgegangen wird, rechnen immerhin 35 Prozent der Experten in der Trockengutschifffahrt auf dem Rhein mit steigenden Preisen. In der Tankschifffahrt, die in der Vergangenheit teilweise deutliche Mengeneinbußen hinnehmen musste, sind es 24 Prozent. Eisbrecher Parat Pünktlich zur Winterzeit ist der Eisbrecher Eber wieder einsatzbereit. Das Fahrzeug des Wasserund Schifffahrtsamtes in Eberswalde wurde in den vergangenen Monaten umgebaut. Während des Eisaufbruchs im vergangenen Winter hatte das Schiff eine Havarie an der Hauptantriebsanlage. Durch diesen Maschinenschaden konnte die Eber nicht mehr eingesetzt werden. Auf der Neuen Oderwerft in Eisenhüttenstadt erfolgte daraufhin eine Grundinstandsetzung und der Umbau des Eisbrechers. Dabei wurden die gesamte Elektroanlage, die Hilfsdiesel DIE DEUTSCHE BEILAGE und der Innenausbau des Eisbrechers sowie das Steuerhaus erneuert. Diese Anlagenteile basierten noch auf dem Bauzustand von 1966. Die ausgefallene Hauptmaschine wurde komplett überholt und instandgesetzt. Der Eisbrecher Eber wurde 1966 gebaut. Auf Grund des geringen Tiefganges von nur 1,45 Metern wurde das Fahrzeug dann aber verlegt und ist seit Ende der siebziger Jahre an der Oder im Einsatz. Im Jahr 1986 wurde der Antrieb des Eisbrechers von zwei Schrauben/Maschinen auf eine Schraube/Maschine umgebaut, weil die alte Doppelmotorenanlage sehr störanfällig war. ✂ SATRANS MANNHEIM GMBH Schifffahrt Baustoffhandel Rheinvorlandstrasse 10 68159 Mannheim Telefon: 0621 1234777 Telefax: 0621 1234799 Baustoffe: 0621 1234780 Schifffahrt: 0621 1234790 Verwaltung: 0621 1234789 Email: satrans@aol.com HTTP://www.satrans-mannheim.de SCHEEPSSLOPERIJ TREFFERS BV 01ü2 3445 I625 A8923:; A8923:;?@AA3B5 CAD 3AD525 ?25=85AD5 O8E5;?5FG TN3&7WN3

Zum November 2003 ist der 39jährige Christian Böllhoff als Geschäftsführer der Prognos AG berufen worden. Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung Gustav Greve (52) verlässt das Politikund Wirtschaftsberatungsunternehmen im besten Einvernehmen, teilt Prognos mit. Greve hatte Prognos seit März 2001 vorgestanden. Der neue Geschäftsführer ist seit 2000 für die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck tätig, zuletzt als Sonderbeauftragter für Hauptstadtprojekte. Davor war er als Geschäftsführer der Handelsblatt GmbH in Düsseldorf für die Zeitung Handelsblatt verantwortlich. Der Diplom-Kaufmann war zuvor u.a. Mitglied der Geschäftsleitung von Gemini Consulting, wo er für den Strategiebereich und das Berliner Büro verantwortlich zeichnete. Böllhoff freut sich über den neuen Job. In Berlin wurde am 18. Dezember die Schleuse Charlottenburg eingeweiht. Gütermotorschiffe mit einer Länge bis zu 110 Metern können somit über die Spree zum Westhafen gelangen. Die Sozialdemokratische Partei Österreich (SPÖ) in Wien hat einen Antrag der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) abgelehnt zur Schaffung einer regelmäßigen Personenschiffverbindung entlang des Donaukanals in Wien. Nach Auffassung der ÖVP hält sich die SPÖ damit nicht an ihrem Versprechen mehr Verkehre auf die Wasserstraße verlagern zu wollen. Doch die SPÖ gibt an, mit der abgezielten Verlagerung seien nicht Personen, sondern Güter gemeint. Wie der verkehrspolitische Sprecher der ÖVP, Gerstl, mitteilt, habe die SPÖ in Wien schon 1979 selbst die Planung eines Personenlinienverkehrs auf dem Donaukanal überlegt. Letzte konkrete Überlegungen und Der Bau der Anlage hat etwa fünf Jahre gedauert und 74 Millionen Euro gekostet. Er gehört zum Verkehrsprojekt 17 Deutsche Einheit, das den Ausbau der Wasserstraßen zwischen Hannover, Magdeburg und Berlin vorsieht. Die Schleuse wurde im neu angelegten Durchstichkanal errichtet. Die Schleusenkammer ist 115 Meter lang und 12,50 Meter breit. In der Kammer wird eine Wasserstandsdifferenz von 1,30 Metern ausgeglichen. Die Anlage ersetzt die alte Doppelschleuse, welche 1883 bis 1885 errichtet wurde und sich etwas östlich befand. Die Abmessungen der alten Schleuse entsprachen nicht mehr denen der modernen Güterschiffe. Umweltschützer haben im Rahmen der Einweihung wieder heftig gegen den Wasserstraßenausbau protestiert. Der Bund Naturschutz (BUND) und das Aktionsbündnis gegen den Havelausbau forderten dass die Schiffe dem Fluss angepasst werden und nicht umgekehrt. Die Naturschützer lehnen den aus ihrer Sicht überdimensionierten Schleusenneubau einschließlich der Spreebegradigung ab. Einer von ihnen trug bei der PAGINA 25 6 JANUARI 2004 ‘Personenliniendienst in Wien nicht rentabel’ ‘Die Prognos AG ist im deutschsprachigen Raum einzigartig mit ihrer wissenschaftlich-fundierten Zukunftsexpertise und dem breiten interdisziplinären Themenspektrum. Ich freue mich mit diesem ausgewiesenen Expertenteam weiter zukunftsweisende Lösungen für Politik und Wirtschaft zu entwickeln.’ einen technischen Vorbericht zur Einrichtung eines solchen Verkehrs habe es im Jahr 1999 gegeben. Damals hätte man sogar auch schon einen Betreiber gefunden. Umso unverständlicher findet es Gerstl, dass dieses ‘durchaus sinnvolle Projekt für Wien’ jetzt nicht realisiert wird. ‘Gerade nun, kurz vor der EU- Erweiterung, werden neuerliche Christian Böllhoff neuer Geschäftsführer bei Prognos Schleuse Charlottenburg eingeweiht Christian Böllhoff. (Foto Prognoss) Einweihung einen schwarzen Sarg auf den Schultern. Dieser sollte ein Symbol sein ´für das Versenken des Projektes Wasserstraßenausbau der Bundesregierung, das viel kostet und kaum Nutzen bringt`. BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm ist der Ansicht dass die Einweihung der Schleuse Charlottenburg der Schlusspunkt sein sollte für den Ausbau der Schifffahrtswege nach Berlin. ´Große Binnenschiffe gelangen jetzt auch ohne zusätzliche Naturzerstörung an Havel und Spree in die Stadt. Das überdimensionierte und umweltschädliche Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 muss gestoppt werden.` Bemühungen der ÖVP-Wien hinsichtlich eines alternativen Verkehrsweges aus parteipolitischem Interesse abgelehnt,’ stellt er fest. ‘Mit der Einführung eines Linienverkehrs auf dem Donaukanal wäre auch eine zusätzliche Verkehrsverbindung nach Bratislava geschaffen.’ Ungeeignet Doch SPÖ-Gemeinderat Günther Reiter bezeichnete den Vorschlag der ÖVP als ‘ungeeignet zur Lösung von im Zuge der EU-Erweiterung entstehenden Verkehrsfragen’. Dabei räumt er ein dass es bereits in der Vergangenheit solche Überlegungen gegeben hat. Doch am Ende sei man nach Prüfung der ökonomischen Aspekte von diesem Projekt wieder abgekommen. Außerdem hätte man damals keineswegs einen Betreiber gefunden, so Reiter. Der Duisburger Hafen hat einen neuen Pächter im Logport- Gelände in Rheinhausen gewonnen. Es handelt sich um die Gesellschaft für Umweltdienste mbH (GUD). Das Unternehmen aus Bocholt pachtet ein 8.000 Quadratmeter großes Grundstück am Südufer des Logport-Hafens, direkt gegenüber vom DIT-Containerterminal. Nach Angaben des GUD- Geschäftsführers Andreas Frye war diese Nähe ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung: ‘Der wichtigste Vorteil dieses Standortes ist die unmittelbare Nachbarschaft zu DIT. Wir planen über das Containerterminal jährlich 100.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe in Empfang zu nehmen. Das sind etwa 4.000 40-Fuß-Container, mehr als 300 monatlich. Der Zwischenverkehr per Lkw entfällt, denn die Straddle Carrier von DIT bringen uns die Container direkt aufs Gelände. Wir Wichtiger als massive und rigorose Kontrollen im LKW-Transitverkehr ist es die Schiene auszubauen. Dies hat der Verkehrsreferent der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ), Erich Haider, während eines Transit- Gipfels in Wien gesagt. ‘Nur durch eine effektive Verlagerung der Transitgüter auf die Schiene und auch auf die Wasserstraßen kann die LKW-Lawine wirkungsvoll zurückgedrängt werden,’ so Haider. ‘Man sollte der Bevölkerung keinen Sand in die Augen streuen und den Menschen nicht suggerieren, Kontrollen alleine seien das Allheilmittel.’ Nach seinen Angaben sprechen mehr Fakten gegen als für die Realisierung des ÖVP-Vorschlags. Abgesehen von den Kosten existierten entlang und im Einzugsbereich des Donaukanals bereits zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel. Noch vor einiger Zeit sei die Auflösung des letzten Fährbetriebs über den Kanal erfolgt, weil er nicht rentabel war. Reiter wies auch darauf hin dass es auf dem Donaukanal bereits Rundfahrten gäbe, die vor allem Touristen in Anspruch nehmen. Des weiteren stellte er klar dass der Wiener Verkehrsstadtrat vordringlich die bessere Nutzung der Donau als Alternative zum LKW-Verkehr im Großraum Wien nach der EU-Erweiterung angesprochen hat. Und dies habe eben nichts mit einem Personenliniendienst auf dem Donaukanal zu tun. GUD investiert auf Logport sind froh so ideale Bedingungen für die Erweiterung unseres Geschäfts gefunden zu haben.’ Die Ersatzbrennstoffe kommen mit dem Schiff aus ganz Europa, vor allem aus Irland, Spanien und Portugal. GUD nimmt eine Qualitätskontrolle vor und konfektioniert die Ware neu. Anschließend wird sie per Lkw in Kraft- und -Zementwerke gebracht und verfeuert. ‘Stoffe die zum Stauben oder zu Geruchsemissionen neigen, werden von uns ausschließlich verschlossen umgeschlagen und in der Halle geschlossen gelagert,’ erklärt Frye. Anfang 2004 beginnt GUD mit dem Bau einer 2.500 Quadratmater großen Umschlaghalle. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2004 geplant. Mit der Investition ist die Schaffung von zehn Arbeitsplätzen verbunden. Es besteht eine Option zur Nutzung weiterer 8.000 Quadratmeter. ‘Güterverlagerung statt nur LKW-Kontrollen’ Allerdings hält der Verkehrsreferent der SPÖ Kontrollen im LKW-Transit für durchaus notwendig. ‘Sie dienen der Hebung der Verkehrssicherheit aber dazu ist viel mehr Personal bei der Exekutive notwendig. Denn es können nur voll ausgebildete Exekutivbeamte gemeinsam mit den Fachleuten des Landes und der Ministerien derartige Kontrollen auch wirkungsvoll durchführen. Private Überwachungsorgane sind dazu nicht in der Lage. Eine Verlagerung der Güter auf Schiene und Wasserstraße ist wesentlich nachhaltiger als nur auf Kontrollen zu setzen.’

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