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2003-20

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PAGINA 36 23 SEPTEMBER

PAGINA 36 23 SEPTEMBER 2003 18-22 November Amsterdam 2003 ✔ INTERNATIONALE EXPOSANTEN UIT DIVERSE SECTOREN VAN DE MARITIEME INDUSTRIE ✔ BREED AANBOD NIEUWE PRODUCTEN EN TECHNOLOGIEËN VOOR: Maritieme Industrie Bagger Offshore Binnenvaart ✔ INTERNATIONALE BEZOEKERS UIT MEER DAN 75 LANDEN ✔ GROOT AANTAL KOOPKRACHTIGE EINDBESLISSERS Wij zijn geïnteresseerd in deelname aan Europort 2003 Firmanaam: ✄ Contactpersoon: Adres: Postcode: Plaats: Telefoon: Fax: E-mail: Datum: Handtekening: De Binnenvaartkrant 31e internationale maritieme tentoonstelling 13e internationale binnenvaart tentoonstelling Europort 2003, Amsterdam RAI, Postbus 77777, 1070 MS Amsterdam Telefoon: 020 - 549 12 12, Fax: 020 - 549 18 89 E-mail: europort@rai.com Website: www.europort2003.com

PAGINA 37 23 SEPTEMBER 2003 BUSS PORTS + LOGISTICS KÜMMERT SICH UM DIE BAUSTELLELLOGISTIK AUF AIRBUS-ERWEITERUNGSGELÄNDE IN HAMBURG ‘Nichts wird dem Zufall überlassen’ Die Elbe erweist sich einmal mehr als Glücksfall für die Hafen- und Wirtschaftsmetropole Hamburg. Denn: Dank der Elbe kann die Großbaustelle auf dem Airbus-Areal in Hamburg-Finkenwerder optimal über die Wasserstraße Elbe ver- und entsorgt werden. Hierfür wurde eine maßgeschneiderte Logistik entwikkelt. Die Binnenvaartkrant sah sich vor Ort um. In den dreißiger Jahren war es ein Landeplatz für die großen Wasserflugzeuge: das Mühlenberger Loch am nordwestlichen Rand des Stadteils Hamburg - Finkenwerder. Seit Anfang 2001 entsteht auf einer rund 140 Hektar großen Teilfläche dieser künstlichen Bucht im Elbstrom die Fertigungsstätte für das größte Flugzeug der Welt, den Riesen-Airbus A 380. Von Eckhard-Herbert Arndt Das Vorhaben reiht sich in Hamburg ein in die Serie der so genannten Jahrhundertprojekte, zu der auch der Container Terminal Altenwerder (seit Oktober 2002 im Betrieb) und die künftige HafenCity gehöre. Letztere sieht die Umgestaltung des gesamten Nordufers der Elbe von einem Hafenquartier zu einem hoch attraktiven, citynahen Büro- und Wohnquartier vor. Alle Vorhaben verbindet noch eines: eine aufwendige Baustellenlogistik. Für die Verund Entsorgung der Großbaustelle Mühlenberger Loch zeichnet die Hamburger Hafenfirma Buss Ports + Logistics, Teil der Buss-Gruppe, verantwortlich. Steffen Beck muss gute Nerven haben. Das Handy klingelt unentwegt. Als Leiter der Logistikleitstelle für die Ver- und Entsorgung der Baustelle des Airbus-Erweiterungsgeländes muss er ständig erreichbar sein. Und doch. Der gelernte Speditionskaufmann hat seinen Traumjob gefunden. Ihn kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. ‘So ein Projekt, das ist eine Herausforderung, das bekommt man nicht jeden Tag geboten,’ sagt er, und dabei schwingt so etwas wie Stolz im Unterton mit. Gemeinsam mit seinem Kollegen Lars Kerschek, dem Disponenten, sorgt er dafür dass der Güterstrom nicht versiegt, dass alles just in time an der Steffen Beck, Leiter der Logistikleitstelle für die Ver- und Entsorgung der Baustelle des Airbus-Erweiterungsgeländes. Das Handy klingelt unentwegt. (Fotos Eckhard-Herbert Arndt) Baustelle ankommt beziehungsweise diese wieder verlässt. Beck vollzieht mehrmals täglich einen Arbeitsplatzwechsel. Mal hält er sich in der Logistikleitstelle auf dem Buss Hansa Terminal (BHT), im Bereich er 80- er Schuppenstrecke im Hamburger Freihafen, auf. Dann taucht er wieder auf dem rund 18 Km entfernten Airbus- Erweiterungsgelände auf, zur Feinabstimmung mit den Baufirmen, Behördenvertretern oder, um nur den Be- und Entladevorgang des Schlepper-Fährprahm-Verbandes zu koordinieren. Per Schiff Dieser ist das Herzstück des von der Buss-Gruppe ausgearbeiteten Transportkonzeptes für die Baustellenver- und entsorgung, mit dem sich das Hamburger Unternehmen im Ausschreibungsverfahren gegenüber anderen Mitbewerbern durchsetzen konnte. Dabei erfüllt Buss einen Schlüsselbestandteil des Planfeststellungsbeschlusses vom 8.Mai 2000. Und der lautet: ‘Der Transport der Baumaterialien und Baustoffe muss soweit wie möglich per Schiff erfolgen.’ Das hat einen konkreten Grund: Der Ortsteil Finkenwerder leidet – aufgrund einer fehlenden Umgehungsstraße, um die seit Jahrzehnten gerungen wird – unter hohem Duchgangsverkehr, so dass der Bevölkerung nicht noch ein weiteres Verkehrsaufkommen zugemutet werden durfte. Dies Auflage ‘soweit wie möglich’ wird sehr eng ausgelegt. ‘Als Vertreter der Bauherrenseite haben wir bei der Vertragsausgestaltung darauf geachtet dass soviel wie möglich über die Elbe an- und abgeführt wird. Und die Einhaltung dieser Vorgabe kontrollieren wir auch,’ bestätigt Reinhard Stadie, Projektleiter Mühlenberger Loch bei der A 380 Realisierungsgesellschaft Finkenwerder mbH (ReGe). Von den gewaltigen Mengen die bislang verbaut wurden, seien höchstens ‘fünf Prozent’ über die Straße zur Baustelle gelangt. Zu den wenigen Ausnahmen gehörte der Transport von schwerem Kleiboden, der für den Bau einer Hochwasserschutzanlage im Zuge des Airbus-Erweiterungsgeländes erforderlich war. Stadie: ‘Da wo der Kleiboden anfällt, gibt es keine geeignete Schiffsverladestelle. Somit blieb nur der Lkw.’ Allerdings wurde die Anfahrtroute so gewählt dass Finkenwerder davon nicht berührt wurde. Auch einige wenige Großbauteile für die gewaltigen Montagehallen, die sich nicht für den Ponton- Transport über die Elbe eigneten, wurden über die Straße herantransportiert Neue Kaianlage K Damit die Be- und Entladung des Schlepp- Ponton-Verbandes bei BHT im Freihafen und auf dem Airbus-Gelände mit Lkw erfolgen kann, stellte Buss zwei Ro/Ro-Rampen zur Verfügung. Beide wurden durch maßgeschneiderte technische Maßnahmen an die örtlichen Erfordernisse angepasst, mit dem Ergebnis dass die Be- und Entladungsvorgänge am Startund Zielhafen tidenunabhängig erfolgen können. Stadie verweist darauf dass der Bau der mobilen Ro/Ro-Rampe am Mühlenberger Loch zu den vordringlichsten Maßnahmen gehörte, nachdem die Einpolderung des Geländes sowie die gigantische Sandeinspülung des Polders vollzogen war. Die Buss-Rampe wurde da platziert wo auch die Airbus-eigene, neue Kaianlage realisiert wurde. Sie erlaubt die Abfertigung von Spezialschiffen, die künftig den Wechselverkehr zwischen Hamburg und Bordeaux – mit Weitertransport der Großbauteile über die Straße zum Airbus- Werk nach Toulouse (240 Km!) – durchführen werden. Zur Hamburger Kaianlage (Baukosten: 8,4 Mio. EUR) gehört eine weitere, stationäre Ro/Ro- Rampe, deren Einrichtung Anfang April diesen Jahres erfolgte und die am 16.September offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde. Die bei Neptun Stahlbau in Rostock gebaute Rampe ist in dieser Form ‘einzigartig’, schwärmt Diplom- Ingenieur Olaf Brucki, der zum Mitarbeiterstab von Reinhard Stadie gehört: ‘Es ist eine Hubbrücke und eine Ro/Ro-Anlage in einem. Sie kann wie ein Fahrstuhl hoch- und runtergefahren werden. Das ist einzigartig in Deutschland. Deshalb interessieren sich sehr viele Fachleute dafür.’ Die Ro/Ro-Brücke ist auf die Dimensionen der Riesenbauteile optimal zugeschnitten: Sie ist 65 m lang, 23 m breit und kann bis zu 200 to schwere Bauteile wuppen. Im Baupreis der 700 to schweren Rampe spiegelt sich die hohe Leistungsfähigkeit wider: 8,1 Mio. EUR. Die Lage der Ro/Ro-Rampe ist kein Zufallsstandort. Sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Sektionsbauhalle, der ersten von insgesamt drei Großhallen auf dem Airbus-Erweiterungsgelände. Genauer FahrplanF Für den Schlepper-Fährprahm- Verband verpflichtete Buss die Hamburger Firma Harms Bergung Transport & Heavylift GmbH & Co. KG. Herzstück ist ein 1500 to tragender, 67 m langer und 17 m breiter Schwimmponton. Er bietet Platz für bis zu 15 Lkw bis 18 m Länge. Logistik-Chef Beck: ‘Die erste Abfahrt wurde am 22.April 2002 durchgeführt. Der Vertrag mit Harms läuft bis Ende 2004, wenn auch die Baustelle Mühlenberger Loch abgeschlossen sein wird.’ Ursprünglich hatte man auch überlegt eine klassische Fähre einzusetzen. Doch die größere Flexibilität sprach schließlich für die Schlepper- Fährprahm-Lösung. Der Verband verbindet den BHT und die Großbaustelle nach einem festen Fahrplan, ‘der so genau wie möglich eingehalten werden soll,’ betont Beck. Die erste Morgenabfahrt beginnt um 6.00 Uhr, die zweite folgt um 9 Uhr, und, bei Bedarf, am Nachmittag. Eine halbe Stunde zuvor beginnt die Beladung des Pontons. Der Fährbetrieb wird an fünf Wochentagen aufrecht erhalten. Etwa eine Stunde benötigt der Schleppverband für den Transfer. Beck: ‘Monatlich befördern wir zwischen 300 und 400 Lkw.’ Und dann gibt es noch Sondertransporte, etwa mit Montagekränen oder Bürocontainer-Elementen, die für die Errichtung eines Bürokomplexes auf dem Airbus-Erweiterungsgelände benötigt werden. Diese Elemente werden auf dafür angepasste Rollcontainer platziert, die dann mittels Mafi-Zugmaschine auf den Prahm gezogen beziehungsweise heruntergeholt werden. (Lesen Sie weiter auf Seite 39)

De Binnenvaartkrant