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2003-16

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PAGINA 40 29 JULI

PAGINA 40 29 JULI 2003 Kräftige Umschlagsteigerung in Krems Der Umschlag im österreichischen Mierka Donauhafen Krems betrug im ersten Halbjahr mehr als eine Million Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 38 Prozent. Beigetragen zu diesem positiven Ergebnis haben die Kunden, die Stadt Krems und nicht zuletzt die Mitarbeiter des Hafens. Geschäftsführer Hubert Mierka zeigt sich zufrieden. Die stärksten Zuwachsraten waren in den vergangenen sechs Monaten im Umschlag von Schotter zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr hat dieser sich verdreifacht. Doch auch ohne Schotter ist der Umschlag im Hafen Transportzentrale Rhein besteht nicht mehr Aufgelöst wurde jetzt die Transportzentrale Rhein (TZ Rhein) durch den Bundesverband der Selbstständigen, Abteilung Binnenschifffahrt (BDS) und den Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB). Infomobil gehört jetzt dem BDB Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) und der Bundesverband der Selbständigen, Abteilung Binnenschifffahrt (BDS) haben sich über die Verteilung der Restbestände des gemeinsam durchgeführten Werbeprogramms aus dem 100-Mio-Programm geeinigt. Dies meldet der BDB. Das Infomobil, um das es vor einem halben Jahr einen heftigen Disput zwischen den beiden Verbänden gab, ist jetzt in das Eigentum des BDB übergegangen. Der Duisburger Verband wird das Fahrzeug dem BDS wie auch allen anderen interessierten Nachdem vor rund zehn Jahren in Rahmen der Liberalisierung der Binnenschifffahrtsmärkte in Deutschland die FTB-Frachten abgeschafft worden waren, entfiel auch die Organisationsgebühr die die Kasse der Transportzentrale füllte. Nachdem mittlerweile die finanziellen Mittel aufgebraucht sind und es für die TZ Rhein keine Aufgaben mehr gibt, war die Auflösung der Organisation die logische Konsequenz. Organisationen gerne zur Verfügung stellen. Das Infomobil, das auf binnenschifffahrtsbezogenen Veranstaltungen eingesetzt wird, ist ein idealer Werbeträger um die breite Öffentlichkeit auf die Binnenschifffahrt und deren Leistungsfähigkeit aufmerksam zu machen. gestiegen: um über 16 Prozent auf den neuen Rekordwert von 774.000 Tonnen. ‘Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem unseren Kunden zu danken, die sich trotz des schwierige wirtschaftlichen Umfeldes erfolgreich an den Märkten behaupten,’ kommentiert Hubert Mierka. ‘Darüber hinaus konnten neue Produkte wie Salz und Metalle akquiriert werden. Erfreulich ist auch die Umschlagssteigerung in den Bereichen Getreide, Mineralien und chemische Rohstoffe.’ Die gute Auslastung vom Hafen fand auch ihren Niederschlag in der Lagerbewegung. Vor einigen Monaten wurde mit dem Bau einer neuen Lagerhalle begonnen. Die 2000 m2 große Halle wurde Ende Juni fertiggestellt. Erweitert wurde auch das Stuffen und Strippen Service für Container. ‘Dadurch konnten wir zusätzliche Containerprodukte nach Krems akquirieren und den Rückgang von Containerverkehren Richtung US $-Raum, der wechselkursbedingt zu verzeichnen ist, kompensieren. Demzufolge lag die Auslastung unseres Containerterminals mit nahezu 20.000 TEU nur knapp unter dem Vorjahrswert (21.200 TEU).’ Dieser Containerterminal wird über Wiencont Krems betrieben. Anteilhaber sind der Mierka Donauhafen Krems (74 Prozent) und Wiencont Wien (26 Prozent). Auch über die langjährige Zusammenarbeit mit der Stadt Krems und deren hundertprozentige Tochter Kremser Hafen- und Industriebahn GmbH, freut sich der Hafenchef. ‘Seitens unserer Partner wurden weitere Ausbaumaßnahmen für das Hafenbecke II gesetzt, womit die Hafenexpansion weitere Fortschritte macht. Auch wird intensiv an der Umsetzung des geplanten Schleusentores für einen noch weiter verbesserten Hochwasserschutz im Hafen Krems gearbeitet.’ Serbien Die freie Schifffahrt auf der Donau ist auf Dauer nicht gewährleistet. Zu diesem Ergebnis muss man kommen, wenn man die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit betrachtet. ‘Störenfried’ ist Serben mit seiner unkalkulierbaren Vorgehensweise. Im Prinzip ist diesem Land nicht beizukommen; es kann machen, was es will, da es nirgendwo eingebunden ist. Serbien ist kein aktueller Anwärter auf einen EU-Beitritt und durch keine Schifffahrtsabkommen bzw. internationalen Verträge gebunden. Von Hermann Blankmann Auch die Donaukommission hat letztlich keinen Einfluss, da deren Empfehlungen völkerrechtlich nicht bindend sind. Das Land agiert völlig autonom, Sanktionen sind nicht möglich – sei denn, ein Staat, der sich als Weltpolizist fühlt, marschiert ein, was in niemandem Interesse sein kann. Dass Serbien von heute auf morgen die Donauschifffahrt praktisch zu erliegen bringen kann, hat sich Anfang Juni gezeigt. Seinerzeit hatte die Regierung des Landes angesichts erheblicher Verstöße gegen Transit- und Kabotagebestimmungen bestimmter osteuropäischer Staaten kurzerhand eine Gesetzesänderung vorgenommen. Für den Transit oder die Einreise wurden bei der Zollabfertigung nur noch mit Siegel versehene Original- Rechnungen und Original-Lieferscheine, die vom Versandland ausgestellt worden waren, akzeptiert. Für Transitverkehre wurden ungewöhnlich hohe Zollgebühren verlangt, angeblich beliefen sich diese auf bis zu 40 Prozent des Wertes der Ladung. Diese Gebühren diente als eine Art Kaution während des Transits durch Serbien. ✂ Ich 7YchteP dass die Bi;;e;HaartFra;t a&ch Ieiterhi; f>r 7ich schreibt. Daher ab";;iere ich die Zeit&;X f>r ei; [ahrG Na7eP V"r;a7e b\I. =ir7aG Stra]e &;d Ha&s;&77erG P"st:eit\ah:_OrtG La;dG Te:ef";;r.G E7ai:G MehrIertste&er;r.G www.binnenvaartkrant.nl ASS Allgemeine Schiffs - Service GmbH Motoren ◆ Getriebe ◆ Hydraulik ◆ Pneumatik IVECO ◆ ABC-Diesel ◆ REINTJES ◆ Parker Sempress Gartenstraße 22 ◆ 47198 Duisburg – Homberg Tel.0 20 66 /1 23 86 ◆ Fax 0 20 66 1 02 40 =>::e; Sie de; Ab"-C"&p"; a&s &;d se;de; Sie ih; "h;e Brief7arFe a;G De Bi;;;e;HaartFra;t A;tI"rt;&77er. /*K.. NL-.*/* VB R"tterda7 8Nieder:a;de< Ei; Ab";;e7e;t a&f MDe Bi;;e;HaartFra;tN F"stet € O*P** 8i;c:. OR M.W.st.< jVhr:ich. Ihr Ab";;e7e;t S":: ( M";ate; H"rher schrift:ich XeF>;diXt Ierde;. Kickers Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. 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Der Vorsitzende des BDS- Binnenschifffahrt, Jürgen Schlieter, hat in einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister Niedrigwasserhilfen für deutsche Partikulierunternehmen gefordert. ‘Die Folge der niedrigen Wasserstände für die Schifffahrtsunternehmen ist dass sie 30 bis 50 Prozent weniger abladen können bzw. die Schiffahrt zum Teil ganz eingestellt ist,’ schreibt Schlieter. ‘Ladungen werden zurückge- PAGINA 41 29 JULI 2003 BDS fordert Niedrigwasserhilfen für deutsche Partikuliere halten oder wandern auf die anderen Verkehrsträger ab.’ ‘Die kleinen und mittleren Unternehmen sind besonders betroffen, weil das Schiff in der Regel ihre einzige Einnahmequelle darstellt und sie keinen anderen Ausgleich durch die Tätigkeit auf anderen Geschäftsfeldern haben. Die Lage wird sich noch weiter verschärfen, da die in der Landwirtschaft zu erwartenden hohen Ernteausfälle sich negativ auf das Transportaufkommen in der Binnenschiffahrt auswirken werden.’ ‘Auf Grund der ohnehin schwierigen Ertragslage der Partikulierunternehmen steht daher zu befürchten, dass die nun hinzukommenden Ausfälle viele Unternehmen in ihrer Existenz bedrohen werden. Ich halte es für dringend erforderlich dass die Bundesregierung sich nicht nur um die Bauern kümmert, sondern auch für die nicht Moderne Technik für Wasserbewirtschaftung eingeweiht In der Fernsteuerzentrale Wasserversorgung in Datteln (FZW) wurde zu Beginn des Monats eine neue Fernwirk- und Bedientechnik eingeweiht. Durch den Einsatz dieser Technik ist eine vorausschauende planmäßige Wasserbewirtschaftung des umliegenden Kanalnetzes in der Zukunft jederzeit gewährleistet. Von der FZW aus wird rund um die Uhr dafür gesorgt dass der Schifffahrt immer und an allen Stellen des Kanalnetzes die notwendige Wassertiefe zur Verfügung steht. Sowohl in trockener Jahreszeit als auch im Hochwasserfall. Den Kanälen geht durch Schleusungen sowie Verdunstung und Versickerung ständig Wasser verloren. Auch nutzen Kraftwerke, Industriebetriebe, Landwirtschaft und Wasserversorgungsunternehmen das Kanalwasser zum Kühlen, Produzieren, Bewässern und zum Anreichern des Grundwassers. Dieses Wasser wird zum großen Teil aus der Lippe ersetzt, teils auch durch Pumpen aus Ruhr und Rhein. Durch die installierten Pumpen kann in Trockenzeiten umgekehrt die Lippe angereichert werden. Die FZW steuert bereits seit 1984 diese Wasserzufuhr in enger Abstimmung mit dem Lippeverband und dem Wasserverband Westdeutsche Kanäle. Diese sind mit Beiträgen ihrer das Wasser nutzenden Mitglieder auch an der Finanzierung der FZW beteiligt. Schifffahrtssperren Rhein in Flammen S c h i f f f a h r t s p o l i z e i l i c h e Anordnung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen: Wegen der Großveranstaltung Der Rhein in Flammen von Spay/Braubach bis Koblenz werden für Samsta, den 09.08.2003 Schifffahrtssperren gemäß § 1.22 Rhein- bzw. Moselschifffahrtspolizeiverordnung (RheinSchPV / MoselSchPV) angeordnet. 1. auf dem Rhein für die Bergund Talfahrt zwischen Rheinkm 568,00 (Kamp) und Rheinkm 594,50 (Koblenz-Wallersheim) von 17:30 Uhr bis ca. 24:00 Uhr; 2. auf der Mosel im Mündungsbereich zwischen Moselkm 0,00 und Mosel-km 0,50 berg- und talwärts zum Rhein, von 18:00 Uhr bis 10.08.2003 ca. 00:30 Uhr. Die Schifffahrtssperren gelten für Fahrzeuge aller Art. Ausgenommen von diesem Verbot sind nur die für die Veranstaltung zugelassenen Fahrzeuge einschließlich der Rettungsund Hilfsfahrzeuge sowie die im Sperrbereich verkehrenden Fähren. Bei Annäherung des Schiffskonvois und während des Feuerwerks ist der Fährverkehr jedoch einzustellen. Während den Sperrzeiten ist allen anderen Fahrzeugen einschließlich der Sport- und Kleinfahrzeuge, das Stilliegen innerhalb der Sperrstrecken sowie im Lahnmündungsbereich verboten. weniger betroffenen Partikulierunternehmen eine Beihilferegelung ins Auge fasst.’ Schlieter bittet den Verkehrsminister darum kurzfristig ein Gespräch mit dem Binnenschiffahrtsgewerbe zu führen. Schubschiff rammte Schleuse in Passau Bei der Passauer Donauschleuse Kachlet hat sich am Donnerstag den 10. Juli ein Schiffsunfall ereignet. Kurz nach Mitternacht befand sich das österreichische Schubschiff Carrera 7 im Schubverband mit zwei mit Sojaschrot beladenen Güterschubleichtern auf der Fahrt von Deggendorf in Richtung Ungarn. Beim Einfahren in die Schleusenkammer kam einer der Schubleichter in Schräglage und beschädigte das sogenannte Halslager des Schleusentores an der Seite der Mittelmauer. Das Tor der Schleuse wurde dadurch beschädigt, so dass diese Schleuse nicht mehr benutzt werden konnte. Da bei der zweiten Schleuse derzeit Revisionsarbeiten durchgeführt werden, war auch deren Benutzung nicht möglich. Der Güterschubleichter wurde etwa einen Meter über das Wasseroberfläche am Bug beschädigt. Durch den Unfall entstand eine etwa zwei Meter lange und 0,5 Meter breite Öffnung. Zu einem Wassereintritt kam es nicht. Der Havarist hatte 778 Tonnen Sojaschrot, der zweite Schub-leichter 807 Tonnen des gleichen Gutes geladen. Der Schubverband wurde von einer serbischen Besatzung, bestehend aus fünf Personen, geführt. Nach deutschem Recht ist diese Besatzung für eine sogenannten Rund-um-die-Uhr- Fahrt nicht ausreichend. Die Weiterfahrt wurde durch die Wasserschutzpolizeistation Passau untersagt. Der Schiffsverband wurde auf Anordnung des Wasserschiffsamtes zum Liegeplatz Passau-Heining gebracht. Erst gegen Mittagzeit war die Schifffahrt in Passau wieder frei. Die bei der Havarie beschädigte Schleuse konnte wieder in Betrieb genommen werden. Kollision in Düsseldorf ZUVERLÄSSIGKEIT DER BINNENSCHIFFFAHRT GEFÄHRDET ‘Enorme Mindereinnahmen durch Niedrigwasser’ Die Biergärten erleben Hochtage und in NRW erfrischen sich manche lieber im Rhein als den weiten Weg zum Meer zu fahren. Sogar die Rotterdamer, die ja nun wirklich nicht weit vom Nordseestrand entfernt wohnen, haben im Herzen ihrer Stadt einen ‘Strand’ angelegt. Mühsam vorwärts kommen aber nicht nur die Menschen, sondern vor allem auch die Schifffahrt. Das Niedrigwasser auf den Flüssen gefährdet die Zuverlässigkeit des Verkehrsträgers Binnenschiff, so der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB). Sarah De Preter Im ZDF-Morgenmagazin vom 17. Juli wurde über die penible Lage der Binnenschiffer berichtet. ‘Bis zur Nordsee geht nichts mehr über die Elbe,’ so ein Schiffsführer vor der Kamera. ‘Da muss leider vieles auf LKW umgeschlagen werden.’ Das Ausweichen über den Elbe-Seiten- Kanal würde viel Zeit und damit auch Geld kosten. ‘Wir können nur noch zur Hälfte abladen.’ ‘Es ist zu befürchten, dass der Wasserstand in den nächsten Tagen noch weiter sinkt,’ sagte ein Mitarbeiter des WSA Lauenburg im Gespräch mit Journalisten von ‘Die Welt’. ‘Experten befürchten, dass der bisherige Negativ-Rekord von 1947 mit einem Wasserstand von 70 Zentimetern in diesem Sommer noch unterschritten werden könnte. Im Einzugsgebiet der Elbe bräuchten wir dringend starken Niederschlag, der ist aber nicht in Sicht.’ Ein Ausbaggern des Flusses hätte die Situation entschärfen können. Darauf weist auch der BDB hin. Präsident Heinz Hofmann hat die niedrigen Wasserstände an Elbe (und auch der Donau) als aktuelle Beispiele für die eklatanten Schwachstellen und Fehlentscheidungen in der Wasserstraßeninfrastrukturpolitik bezeichnet. ‘Während vor genau 12 Monaten ein extremes Hochwasser an Donau und Elbe die Schifffahrt behinderte, sind es an diesen Flüssen nun niedrige Pegelstände, die zur Zeit bestenfalls eine Beladung der Schiffe von maximal einem Drittel der Tragfähigkeit erlauben und dadurch das Gewerbe behindern.’ Hofmann: ‘Der in der rot-grünen Koalitionsvereinbarung festgelegte Ausbaustopp an der Elbe und die jahrelange Hinhaltetaktik bei den Ausbaumaßnahmen an der Donau fordern nun erneut ihren Tribut: Die Binnenschifffahrt läuft Gefahr, ihren Ruf als verlässlicher Verkehrsträger, der just-in-time Güter transportiert, zu verlieren! Es sind bereits enorme Mindereinnahmen zu verzeichnen, die durch die teilweise vertraglich vereinbarte Zahlung von Kleinwasserzuschlägen nur unzureichend ausgeglichen werden.’ Im ZDF-Morgenmagazin war zu sehen, wie das MS Beatrix flottgemacht wurde. Durch den stark fallenden Pegel war das Schiff auf Grund gelaufen. In den frühen Morgenstunden des 10. Juli sind auf dem Rhein bei Düsseldorf-Kaiserswerth zwei Binnenschiffe zusammengestoßen. Dabei wurden sowohl das MS Maingau als auch das MS Koos beschädigt. Verletzte habe es nicht gegeben, berichtet die Wasserschutzpolizei in Düsseldorf. Über die genaue Unfallursache sei man sich noch nicht im Klaren. Die Ermittlungen laufen. (Foto Bruno Grulke) Russland will Binnenschifffahrt stärken Das russische Verkehrsministerium will mit umfangreichen Investitionen die Schifffahrt auf Flüssen und Kanälen dem westeuropäischen Standard anpassen. Die veraltete russische Flotte und der managelhafte Zustand der Wasserstraßeninfrastruktur führen momentan zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten. Doch damit soll Schluss sein: bis 2010 soll die Jahrestransportmenge der russischen Binnenschifffahrt auf 230 Millionen Tonnen steigen. Zum Vergleich: 2002 waren es 122 Millionen Tonnen). Im Regierungsprogramm Modernisierung des Transportsystems Russlands 2002-2010 sind unter anderem Investitionen für den Neubau von 322 Schiffen und die Modernisierung von 56 Einheiten vorgesehen. Daneben sollen 13 Containerterminals in Binnenhäfen errichtet werden.

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