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2018-19 STL Kalkar

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De Binnenvaartkrant 29

De Binnenvaartkrant 29 Kalkar 24 11 september 2018 www.buss-data.de Visit us at: Stand N. 181 25. / 26. Sept. 2018 in Kalkar Transforming Maritime Operations Crewing and License Management Claim Handling Document Management Maintenance Maritime Safety Management Pier Management Purchasing and Logistics Scheduling, Routing and Reporting Buss Data GmbH · Hafenstraße 2a · 26789 Leer / Germany phone: +49 (0) 491 92 91-700 · info@buss-data.de

De Binnenvaartkrant 28Kalkar 25 11 september 2018 Immer mehr digitale Unterstützung an Bord Die Entwicklung von digitalen Tools für die Binnenschifffahrt schreitet schnell voran. In Deutschland wurde eine Reihe von Assistenzmodulen gebaut und getestet, die zu mehr Sicherheit und Komfort im Schiffsverkehr beitragen sollen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstütze das sogenannte LAESSI-Projekt mit 1,2 Millionen Euro. LAESSI steht für Leit- und Assistenzsystem zur Erhöhung der Sicherheit der Schifffahrt auf Inlandwasserstraßen. Die Projektpartner entwickelten unter Leitung der Firma Innovative Navigation digitale Modulen zur Unterstützung während des Fahrens. Im Frühjahr machte das MS Jenny eine 20 Kilometer lange Reise auf dem Main in Würzburg. Das Schiff passierte dabei 12 Brücken. Der Schiffsführer wurde von den LAESSI-Modulen assistiert. Diese berechnen anhand von Algorithmen sowie Sattelitennavigation u.a. die exakte Position, Höhe und Richtung des Schiffes. Dabei erhalten sie kontinuierlich aktuelle Informationen zur Wasserstraße. Nautische Unterstützung So kann die Brückenanfahrwarnung angeben, ob das Schiff sicher die nächste Brücke durchfahren kann oder ob Steuerhaus und Radarmast abgesenkt werden müssen. Besteht die Gefahr einer Kollision, wird rechtzeitig vor der Brücke eine Warnmeldung angezeigt. Mit Hilfe des Bahnführungsassistenten ist es zudem möglich, vorab eine Route zu definieren, die das Schiff selbstständig abfährt. Dies gilt auch für stark gekrümmte Flüsse. Der Schiffsführer kann sich dann ganz auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Die sogenannte Conning-Anzeige liefert permanent Informationen zu allen Bewegungen des Schiffes, Das MS Jenny machte im Frühjahr eine Testfahrt mit den LAESSI-Assistenten auf dem Main. (Foto DLR) zur Ruderlage und zur Drehzahl der Schiffsschraube. Beim Anfahren der Halteposition verknüpft der Anlegeassistent die Position und Ausrichtung des Schiffes mit den Umgebungsinformationen. Der Schiffsführer wird bei diesem Manöver unterstützt, indem der Assistent die genauen Abstände zu Kaimauern oder anderen Schiffen angibt. AIS-Kommunikation Um die Kommunikations- und Navigationsdaten senden und empfangen zu können, griffen die Forscher auf die Strukturen des Automatischen Identifikationssystems (AIS) zurück. Sie nutzten einen zusätzlichen Sender an den Basisstationen zur Übertragung der Daten für die Assistenzsysteme von LAESSI. In Zukunft sollen die AIS-Basisstationen so angepasst und erweitert werden, dass sie die Informationen der LAESSI-Systeme standardmäßig aussenden. Aktuell arbeiten die Fachleute an der Standardisierung des Gesamtsystems. Darüber hinaus wollen die LAESSI-Projektpartner die Systemtechnik weiterentwickeln, um weitere Anwendungsbereiche möglich zu machen. Ein Beispiel ist die Unterstützung des Schiffsführers bei Schleusenmanövern. Die digitalen Assistenten erhöhen sowohl den Komfort als auch die Sicherheit beim Fahren. Laut Ralf Ziebold des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind viele Schiffsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen. Schiffsführer müssten beim Steuern zahlreiche Sachen beachten, wie etwa die Strömung, die Verkehrslage, den Wasserstand und die Wetterbedingungen. Mit zunehmender Automatisierung könnten Besatzungskosten reduziert sowie mehr Platz für die Ladung an Bord geschaffen werden. Die LAESSI-Systeme seien außerdem eine Grundvoraussetzung für ein zukünftiges teilautonomes Fahren. Die (wirtschaftlichen) Vorteile der Digitalisierung gehen auch aus einer gemeinsamen Studie der Privatbank Berenberg und dem WeltWirtschaftsInstitut in Hamburg (HWWI) hervor. Die Möglichkeit dezentrale Informatio nen auf einer digitalen Plattform zu zentralisieren, schafft laut Studie Potenzial, Märkte effizient zu organisieren. Logistikketten könnten in Echtzeit optimiert gesteuert und organisiert werden, Wartezeiten verringert und Schiffsankünfte zuverlässiger vorhergesagt. Perspektivich biete die erhöhte Konnektivität die Möglichkeit einer unbemannten Schifffahrt. Die sich hieraus ergebenden ökonomischen Vorteile werden jedoch laut Studie eher gering sein im Vergleich zu den optimierten Logistikketten, schnelleren Routen und transparenteren Informationen. Logistikplattformen In den letzten Jahren ist die Anzahl digitaler Logistikplattformen schnell gewachsen. Die Forscher erwarten, dass es in Zukunft nur noch einige wenige solcher Plattformen geben wird, in die auch die Schifffahrt stärker integriert sein wird. Eine enorme Chance liegt laut Studie in der Vernetzung von Schiffen und Häfen. Das erfordere auf beiden Seiten eine Nachrüstung von leistungsfähiger digitaler Infrastruktur und betreffe die Versorgung mit Glasfaserkabeln und dem Mobilfunkstandard G5 sowie die flächendeckende Nutzung von Sensoren und Satelliten. Musik im Schleusenwehr Binnenschifffahrt ist Gesprächsthema bei königlichem Arbeitsbesuch Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung macht nicht nur Schifffahrt möglich. Die Mosel Musikfestival e.V. veranstaltete am 25. August ein Kinderkonzert auf dem Schleusengelände Zeltingen- Rachting. Als kleiner Höhepunkt wurden die Besucher von Mitarbeitern des WSA Trier durch den Wehrtunnel auf die andere Moselseite geführt und konnten seltene Einblicke in die Funktionsweise eines Wehres erhalten. (Foto Mosel Musikfestival) Das niederländische Königspaar reist am 10. und 11. Oktober mit einer Wirtschaftsdelegation zu einem Arbeitsbesuch nach Rheinland-Pfalz. Auf dem Programm stehen Termine in Mainz, im Mittelrheintal, in Bernkastel-Kues und in Trier. Die Rheinland-Pfälzische Minister präsidenten Malu Drezer wird König Willem-Alexander und Königin Máxima begleiten. „Wir wollen dem Königspaar die vielen Facetten unseres Landes zeigen, von den historischen Stätten bis zu den modernsten Technologien. Neben den wirtschaftsbezogenen Themen wird das Besuchs programm auch landestypische Eindrücke vermitteln.“ Nach dem Empfang in der Staatskanzlei in Mainz wird das Königspaar am 10. Oktober nach Oberwesel fahren, um dort bei einer Schiffstour auf dem Rhein mit deutschen und niederländischen Vertretern von Hafenbetrieben, Behörden, der Industrie und der Binnenschifffahrt über Nachhaltigkeit und Innovationen in der Binnenschifffahrt zu sprechen. Die Bootsfahrt durch das UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Mittel rheintal endet in Boppard. Abends nehmen der König und die Königin an einem Dinner für die Mitglieder der niederländischen Handelsdelegation und ihrer deutschen Partner in Trier teil.

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