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2010-23

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De Binnenvaartkrant 36 9

De Binnenvaartkrant 36 9 november 2010 Bremens Industriehafen wird aufgewertet Leuchtturm auf 2046 Meter Höhe Der Industriehafen Bremen, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, soll mit erheblichen Investitionen aufgewertet werden. Im Oktober fingen die Arbeiten zur Verbreiterung der Durchfahrt an. Bis April 2011 soll die Durchfahrtsbreite im Hafenbecken von 32 auf 56 Meter vergrößert werden. Die Maßnahme kostet 2,2 Millionen Euro. Daneben soll eine Reihe von weiteren Investitionsmaßnahmen dazu führen dass die nautischen und logistischen Rahmenbedingungen verbessert werden. Auf der Investitionsagenda stehen unter anderem die Beseitigung einer Engstelle am Hüttenhafen sowie die Vertiefung des Industriehafens. Diese beiden Vorhaben sind in den kommenden Haushaltsjahren noch finanziell abzusichern. Im Industriehafen sind rund 50 Unternehmen angesiedelt, die mehr als 3000 Menschen beschäftigen. An den Kajen wurden im vergangenen Jahr 6,3 Millionen Tonnen Seegüter gelöscht oder geladen. Der Binnenschiffsumschlag betrug 2,2 Millionen Tonnen. Im Laufe der Jahrzehnte habe sich das Hafenareal zu einem leistungsfähigen Wirtschaftszentrum entwickelt, sagte Bremens Wirtschaftsund Häfensenator Martin Günthner (SPD) beim ersten Rammschlag zur Durchfahrtsverbreiterung. „In Zukunft muss es darum gehen das große Entwicklungspotenzial dieses Hafen- und Industriegebiets zu heben.“ Senator Martin Günthner (zweiter von rechts) beim Start der Durchfahrtsverbreiterung im Industriehafen. (Foto Pressestelle des Senats) (Foto Steiner Sarnen Schweiz, Dany Schulthess) Pünktlich zum Durchstich am Gotthard wurde auf dem Oberalppass in der Schweizer Berggemeinde Sedrun ein Leuchtturm errichtet. Bei dem 10 Meter hohen, leuchtend rot angestrichenen Turm handelt es sich um einen Nachbau des historischen Leuchtfeuers Hoek van Holland, das 70 Jahre lang an der Rheinmündung in Rotterdam stand. Das Vorhaben ist Teil einer Marketingaktion, die das touristische Potenzial der am Oberalppass gelegenen Rheinquelle ausschöpfen und entlang des ganzen Flusses für die Attraktivität der Ferienregion werben soll. In zwei Jahren soll sich zu dem Turm noch ein Rheinschiff dazugesellen. Das ausgemusterte MS Rheinquelle wird sich im Mai 2012 auf die mehrmonatige Reise von Rotterdam zum ‘höchstgelegenen Rheinhafen’ auf dem 2046 Meter hohen Oberalppass machen. In Basel angekommen wird das Schiff in mehrere Stücke zerteilt, auf dem Landweg auf die Passhöhe transportiert und dort wieder zusammengeschweißt. Voraussichtlich entsteht im Laderaum ein Rheinmuseum. Der Leuchtturm soll dem Schiff den Weg ‘nach Hause’ an die Rheinquelle weisen, so die Marketinggeschichte. 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"Kickers" sind sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x 9,60 3x 22,25 14,75 32,60 20,20 44,25 24,35 54,90 Straße und Hausnummer Postleitzahl Ort / Land Telefonnummer Email Mehrwertsteuer nr.: Ihre Kicker-Anzeige wird wie einen Kundendienst kostenlos auf unsere Internetsite geschaltet Ich bevollmächtige ‘de Binnenvaartkrant’ die Kosten der obenstehende Kicker-Anzeige automatisch von hierunter stehende Rechnung ab zu schreiben. 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De Binnenvaartkrant 37 9 november 2010 Technische Voraussetzungen und Mengen stimmen Moselhäfen setzen auf Schiffsshuttle zu den Nordseehäfen Ein Binnenschiffs-Containershuttle zwischen den Moselhäfen in Metz und Trier und den Seehäfen Rotterdam und Antwerpen ist erwünscht und realisierbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Machbarkeitsstudie der Hafenbetriebe Metz und Trier mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer in der Moselregion. Die Resultate der Untersuchung wurden am 19. Oktober bei einem Kongress in Metz vorgestellt. Der neue Pendeldienst soll die Binnenhäfen an der Mosel auf regelmäßiger Basis mit den Seehäfen verbinden. Die Marktuntersuchung hat ergeben dass sowohl die technischen Voraussetzungen als die benötigten Mengen gegeben sind. Am chancenreichsten wäre eine Binnenschiffsverbindung zwischen Metz und den Seehäfen, mit Zwischenstopps in Trier und Thionville-Illange. Im Hafen Metz sollte ein Hub mit Depot für Leercontainer errichtet werden. Wachstumsmarkt Aus der Studie geht weiter hervor dass der Einsatz von 135-Meter- Schiffen mit drei Lagen Container technisch möglich ist. Der Umschlag auf einen bereits existierenden Rheindienst Richtung Seehäfen wäre teuerer als eine Direktverbindung, würde aber das Bündeln von Mengen ermöglichen. In den kommenden Monaten soll die eventuelle Zusammenarbeit mit einem Rheinoperator untersucht und ein Businessplan erstellt werden. Bereits im Frühjahr 2011 könnte der Schiffshuttle starten. Im Rahmen des Kongresses berichteten internationale Sprecher über ihre Erfahrung mit der Implementierung von multimodalen Plattformen. Im belgischen Binnenhafen Lüttich entsteht zurzeit der trimodale Logistikpark TrilLogiport. Ein wichtiger Bestandteil ist das Containerterminal, in das Euroports und DP World gemeinsam investieren. Damit wird sich der Binnenschiffstransport zwischen dem Lütticher Hafen und den Nordseehäfen weiter erhöhen. Auch auf Rhône und Saône werden immer mehr Container transportiert. Noch vor zehn Jahren hat man dort kaum einen Container verfrachtet, wie Mathieu Duval vom Lyon Terminal erzählte. Grund für den steigenden Containertransport sei die Zusammenarbeit zwischen dem Seehafen Marseille, sämtlichen Binnenhäfen, Binnenschiffsoperatoren und der Wasserstraßenverwaltung. Gemeinsam würden sie Hindernisse für die Binnenschifffahrt beseitigen, sowie die Wasserstraßen-Verbindung Rhône- Saône erfolgreich vermarkten. Der Pariser Hafen will den Binnenschiffsumschlag von Containern bis 2020 auf 600.000 TEU vervierfachen. Projekte wie die Seine- Nord-Verbindung werden laut Hafendirektor Hervé Martel zu einem rasanten Anstieg der Containertransporte auf der Seine führen. Seit 2009 bündeln die Seine-Häfen Paris, Rouen und Le Havre die Kräfte in einem gemeinsamen Hafenrat. „Zusammen wollen wir die Herausforderung des wachsenden Im Rahmen des Kongresses berichteten internationale Sprecher über ihre Erfahrung mit der Implementierung von multimodalen Plattformen. (foto Confor) Containertransportes angehen“, so Martel. Lebenslüge Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Bretzke beleuchtete in Metz die Wachstumsperspektiven von Bahn und Binnenschifffahrt. Das Versprechen einer massiven Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene bezeichnete er als die Lebenslüge der deutschen Verkehrspolitik: Zwischen 2000 und 2007 sei der Anteil des Straßengüterverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen zugunsten von Bahn und Binnenschiff weiter angestiegen. Laut Bretzke haben die Instrumente der Verkehrspolitik, wie etwa die Förderung des Kombiverkehrs und die Einführung der Maut nicht gegriffen. Der LKW-Verkehr lasse sich durch Mautgebühren nicht wegpreisen und die Leistungsfähigkeit des kombinierten Verkehrs werde chronisch überschätzt. Als Hauptgrund des politischen Scheiterns sieht Bretzke den unzureichenden logistischen Sachverstand der Verkehrspolitiker. Dennoch gibt es nach Ansicht des Transportexperten ein Licht am Ende des Tunnels. Mittelfristig, so ist sich Bretzke sicher, werden Bahn und Binnenschiff wachsen. Als Grund nannte er die ausgelasteten Straßen, die das prognostizierte Wachstum der Gütermengen nicht mehr aufnehmen können. Zunehmende Staus würden den Straßengüterverkehr teuer und unberechenbar machen. Auch ökologische Anforderungen wie schadstoffärmere Motoren werden laut Bretzke den Straßengüterverkehr weiter verteuern. Darüber hinaus wird der LKW hart von den Ölpreissteigerungen getroffen. Trotz der hohen Umweltziele, die sich Politiker gesteckt haben, hängt der weltweite Güterverkehr noch immer zu 98% am Öl. Bretzke sieht nur eine Lösung, um auch in der Zukunft mobil zu bleiben. „Die Logistik wird ihre Systeme anpassen müssen. Am Ende des Tages werden wir alle Kapazitäten aller Verkehrsträger brauchen, um unsere Mobilität zu sichern.“ Multimodale Kultur Wachstumsperspektiven für die Binnenschifffahrt sieht auch der Präsident des französischen Hafenverbandes AFPI, Bernard Paillard, vorausgesetzt die Seehäfen sind bereit Binnenhäfen noch besser in ihre Logistikketten zu integrieren. „In Nordwest-Europa machen die Seehäfen das bereits, doch in anderen Regionen ist es nicht evident.“ Laut Paillard sind weitere Anstrengungen nötig, um eine multimodale Transportkultur in Frankreich zustande zu bringen. Noch zu oft, so sagt er, wird der multimodale Transport als teuer, träge und komplex erfahren. Der Held von Emmerich FRANK ANTONIE VAN ALPHEN Elf ausgebrannte Schiffe, zwei Tote und ein Millionenschaden. Das war die triste Bilanz der Schiffskatastrophe bei Emmerich am 7. Oktober 1960. An diesem Tag rammte die Seefähre Tina Scarlett den Tanker Diamant. Dank des mutigen Einsatzes einiger Binnenschiffer konn te eine noch größere Katastrophe verhindert werden. Im Rheinmuseum in Emmerich läuft noch bis zum 21. November eine Ausstellung über die Katastrophe. Die Tina Scarlett ist unterwegs von Köln nach Vlaardingen, wo sie seetüchtig gemacht werden soll. Die Fähre wird von den Schleppern Martin und Niederrhein (je 300 PK) gezogen. Mitarbeiter der Kölner Werft, auf der die Tina Scarlett gebaut wurde, erledigen an Bord die letzten Restarbeiten. Die Fähre soll für eine dänische Reederei zwischen Kopenhagen und dem schwedischen Landskrona eingesetzt werden. An Bord haben 700 Personen und 70 PKW Platz. Doch so weit wird es nie kommen. Bei Kilometer 851 (Emmerich) läuft es schief. Das Ruder der Tina Scarlett gerät ins Stocken, die Fähre läuft nach backbord. Sie kann von den beiden, offensichtlich zu schwach motorisierten Schleppern, nicht mehr gestoppt werden. Der Kapitän des Schleppers Martin kappt die Taue. Der Strom treibt die Tina Scarlett auf das vor Anker liegende Tankmotorschiff Diamant. Der Tanker hat 1150000 Liter Benzin geladen. Die Besatzung des WSP-Bootes 4 kann nur hilflos zusehen wie das Benzin ausströmt und sich fünf bis acht Minuten später entzündet. Artur Tinnemeyer von der Spido befindet sich nur hundert Meter von der Unfallsstelle entfernt. Er rettet die Schifferfrau, ihr Kind und die Frau des Matrosen von Bord der Diamant. Dann fährt er zurück, um noch mehr Menschen aus dem Wasser zu holen. 800 Meter von der Unfallsstelle entfernt liegt das MS Emilia. Dieses Schiff fängt zum Glück kein Feuer. Es hat Granaten für die amerikanische Armee geladen. Hätte auch die Emilia Feuer gefangen, so wäre die Katastrophe nicht mehr überschaubar gewesen. Der Rhein verwandelt sich rasendschnell in ein Flammenmeer. Das Feuer breitet sich auf einer Länge von 300 Metern fast über die gesamte Strombreite aus. Alle in Duisburg stationierten Löschboote rücken aus. Die Hitze ist gigantisch. Flammenmeer Dem Motorschiff Haen aus Millingen bleibt keine andere Wahl als bergwärts durch das Flammenmeer zu fahren, während ein anderes Schiff – die Fortuna – Feuer fängt. Die Tina Scarlett und die Diamant treiben brennend talwärts, rammen den niederländischen Tanker Vaarwel 2 und schleppen ihn mit. Das MS Haen von Kapitän Anton van Bommel kann die brennende Fortuna ans Ufer bringen. Dort wird das Feuer gelöscht, doch die Schifferfrau der Fortuna überlebt das Inferno nicht. Die Leiche von Nico Cornelissen, Schiffsführer der Vaarwel 2, wird zehn Tage später geborgen. Die drei brennenden Schiffe treiben nun auf die Ölraffinerie Spyck zu. Antoni Bakkeren kann gemeinsam mit dem MS Sturmvogel verhindern dass die Schiffe die Raffinerie erreichen. Erst sieben Tage später ist die Diamant komplett gelöscht. Neun Tage nach dem Unfall wird das Schiff geborgen, wobei die restlichen 280 Tonnen Benzin umgeschlagen werden. Nach drei Jahren wird die Tina Scarlett aus dem Schlamm geborgen. Bei der Katastrophe kommen zwei Menschen ums Leben: Nicolaas Cornelissen aus Maasbracht und Maria van der Vlag aus Stadskanaal. 22 Menschen werden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Das ist die triste Bilanz der größten Schiffskatastrophe auf dem Rhein seit 1945. Folgende Schiffe werden schwer beschädigt: die Vinkeveen und die Cabato aus Rotterdam, die Virgo Fidelis II, die Liberté aus Groningen, der Tanker Brigitte aus Hamburg und die Bellinzona aus Basel. Antoni Bakkeren, seine Ehefrau Antonia, Anton van Bommel und dessen Sohn Henk werden verehrt wie Helden. Im Rheinmuseum in Emmerich läuft noch bis zum 21. November eine Ausstellung über die Katastrophe. Dabei werden auch Fotos gezeigt aus dem Album von Artur Tinnemeyer, dem Helden von Emmerich‘. Er war erst 24 Jahre alt als er Zeuge des Infernos wurde. Insgesamt rettete er an diesem 7. Oktober sechs Menschen das Leben. Rheinmuseum Martinikirchgang 2 46446 Emmerich am Rhein www.emmerich.de

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