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2010-21

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De Binnenvaartkrant 28

De Binnenvaartkrant 28 12 oktober 2010

De Binnenvaartkrant 29 12 oktober 2010 REDAKTION SARAH DE PRETER | MOBIL +31 (0)6 22 70 18 93 | E-MAIL SPRETER@CHELLO.NL Süßer Meilenstein in Braunschweig Am Containerterminal im Hafen Braunschweig wurde Anfang Oktober der 1.000ste Container für den Braunschweiger Honigabfüllbetrieb Fürsten-Reform umgeschlagen. Da die deutsche Ernte nur 20% des Bedarfs decken kann, importiert das Unternehmen Honig aus vielen Ländern, insbesondere aus Mittelund Südamerika. Die Container werden nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen per Binnenschiff nach Braunschweig transportiert. Der Braunschweiger Hafen ist mit einem Umschlag von 60.000 Containern im Jahr der führende Container-Binnenhafen in Norddeutschland. In Containern werden unter anderem Fahrzeugteile, Bier, Likör, Gips und Holz exportiert. Importiert werden Möbel, Textilien, Natursteine und eben auch Honig. Dabei setzt die Firma Fürsten- Reform bewusst auf den Transport per Binnenschiff. „Der Binnenschiffstransport ist im Vergleich zum LKW-Transport wesentlich umweltfreundlicher“, so Heinrich Schulze, geschäftsführender Gesellschafter von Fürsten-Reform. „Und Nachhaltigkeit liegt uns bei unserem Produkt besonders am Herzen.“ Außer Containern werden im Braunschweiger Hafen jährlich ca. eine Million Tonnen verschiedenster Güter umgeschlagen, worunter Kohle für das Heizkraftwerk Mitte der BS|ENERGY und Getreide aus der Region. Einen großen Anteil haben außerdem die Versorgung der Region mit Heizöl und Dieselkraftstoff und die Verladung von Baustoffen aus dem Harz für den Straßenbau in Norddeutschland. (Foto Hafen Braunschweig) Schleuse Langwedel künftig ferngesteuert Mit der Schleuse Langwedel wird die fünfte der sechs Mittelweserschleusen im Zuständigkeitsbereich des WSA Verden fortan von Minden aus ferngesteuert. Anfang September war die Schleuse wegen Reparatur- und Modernisierungsarbeiten eine Woche gesperrt. Die Sperrung wurde auch dazu genutzt um die Schleusensteuerung für den Anschluss an die Leitzentrale beim WSA Minden vorzubereiten. Nach einer erfolgreichen Probefase hat die Leitzentrale den Schleusenbetriebsdienst mittlerweile endgültig übernommen. Ab 2012, wenn die neue Schleuse Dörverden den Betrieb aufnimmt, wird der komplette Schleusenbetriebsdienst an der Mittelweser ferngesteuert erfolgen. Das Betriebspersonal des WSA Verden wird dann nur noch in Ausnahmefällen vor Ort tätig sein. Das Rückgrat der Schleusenfernbedienung ist ein Lichtwellenleiterkabel entlang der Weser, durch das große Datenmengen schnell übertragen werden können. Der Lückenschluss des Kabels erfolgte mit Fertigstellung des letzten Bauabschnittes zwischen Verden und Bremen in diesem Jahr. Insgesamt wurden für das Hochleistungskabel rund 2,6 Millionen Euro investiert. Die Gesamtkosten für die Schleusenautomatisierung einschließlich der drei Schleusen in Minden belaufen sich auf gut 5 Millionen Euro. Archäologen graben nach Resten aus der Bronzezeit Zur Steigerung der Schifffahrt auf der Mosel wird an jeder Staustufe von Koblenz bis Trier eine zweite Schleusenkammer errichtet. Die zweite Schleuse Zeltingen nahm bereits im Mai diesen Jahres den Betrieb auf. In Fankel wird die zweite Schleuse planmäßig 2011 den Probebetrieb aufnehmen. In Trier haben die Vorbereitungen zum Bau der zweiten Schleuse angefangen. So wird derzeit der vorhandene Pegel Trier, der sich im künftigen Baufeld befindet, auf die gegenüberliegende Uferseite verlegt. Als ökologischer Ausgleich für den Schleusenbau soll im Bereich des Sportboothafens Monaise ein 8.000 Quadratmeter großes Auengewässer mit Anbindung an die Mosel entstehen. Wegen der hohen geschichtlichen Bedeutung der ökologischen Ausgleichsfläche haben die Stadt Trier, das WSA Trier und das Rheinische Landesmuseum Trier eine Vereinbarung zur archäologischen Erschließung der Fläche getroffen. Nachdem das WSA den Oberboden bis auf eine Tiefe von 50 Zentimeter abgetragen hat, gräbt das Landesmuseum derzeit nach Resten aus der späten Bronzezeit (1200 bis 700 v. Chr.). Da in diesem Bereich keine Römer ansässig waren, sind die Relikte aus dieser Zeit nicht von römischen Bauten überdeckt worden. Die Museumsmitarbeiter fanden bereits viele Überreste der kleinen Holzbauten, in denen die Menschen aus der Bronzezeit lebten. Auch wurden typische Gebrauchsgegenstände geborgen wie Scherben zahlreicher verzierter und unverzierter Tongefäße und sogenannte Feuerböcke (Unterlieger für Bratspießchen). Weitere bedeutende Funde bleiben abzuwarten. Der Bau der zweiten Schleusenkammer Trier soll Mitte nächsten Jahres beginnen. Durch die zweite Schleuse, deren Baukosten auf 50 Millionen Euro geschätzt werden, sollen Wartezeiten für die Frachtschifffahrt künftig der Vergangenheit angehören. Voraussichtlich 2016 wird die Schleuse den Betrieb aufnehmen. Neckarschleusen zwei Wochen gesperrt Die Neckarschleusen Pleidelsheim und Hessigheim werden wegen Reparaturarbeiten vom 14. November bis zum 29. November für die Schifffahrt gesperrt. Gleichzeitig wird die Schleuse Obertürkheim trockengelegt, um das Bauwerk auf Unterwasserschäden zu untersuchen. Im Juli war die linke Schleusenkammer der Schleuse Pleidelsheim ausgefallen, nachdem der Rollenwagen am Untertor versagt hatte. Nach Angaben vom WSA Stuttgart wird die Schleusenkammer für mindestens ein Jahr außer Betrieb sein. Der Betrieb soll so lange mit der rechten Schleusenkammer durchgeführt werden. Damit das reibungslos funktioniert, muss die rechte Kammer dringend repariert werden. Untersuchungen haben ergeben, dass aufgrund von Materialermüdung ein Versagen der rechten Kammer nicht ausgeschlossen werden kann. Parallel zur Maßnahme in Pleidelsheim wird an der Schleuse Hessigheim die rechte Kammer instandgesetzt. Sie steht seit dem Ausfall der linken Kammer im Juni dieses Jahres ebenfalls nur alleine für den Schleusenbetrieb zur Verfügung. Die Schifffahrtssperre wird außerdem genutzt, um an der Einkammer-Schleuse Obertürkheim oberhalb des Stuttgarter Hafens eine Bauwerksinspektion durchzuführen. Ab Ende November heißt es dann wieder freie Fahrt für die Schiffe auf dem Neckar. BöB sucht neuen Geschäftsführer Ende September hat sich Dipl.- Kfm. Karl Michael Probst in gegenseitiger Wertschätzung verabschiedet als Geschäftsführer vom Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BöB). Probst wird sich neuen wissenschaftlich orientierten Tätigkeiten außerhalb des Verbandes zuwenden. Während seiner langjährigen Tätigkeit beim BöB hat Karl Michael Probst unter anderem die Neupositionierung des Verbandes mit vorangetrieben und den Aufbau der Geschäftsstelle in Berlin umgesetzt. Karl Michael Probst hat sich verabschiedet. (Foto BöB) Berater Die Position des Verbandsgeschäftsführers soll schnellst möglich neu besetzt werden. Wie der BöB mitteilt, wird Dr. Wilfried Schumacher vorübergehend als Berater für den Verband tätig. Er wird die Arbeit der Geschäftsstelle und das Auftreten des Verbandes nach innen und außen weiterhin gewährleisten. Dr. Schumacher wird eng mit dem Präsidium, den Ausschüssen sowie den Arbeitsgemeinschaften zusammenarbeiten, die Geschäftsstelle kommissarisch leiten und seine Erfahrung und sein Wissen für den BÖB einbringen.

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