Views
3 years ago

2006-14

  • Text
  • Jaar
  • Nieuwe
  • Schepen
  • Binnenvaartkrant
  • Binnenvaart
  • Juli
  • Schip
  • Pagina
  • Meter
  • Rotterdam

DE BINNENVAARTKRANT

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 28 Das Bad Wimpfener Solvay- Werk hat eine neue Schiffsanlegestelle in Betrieb genommen. Die Anlage kostet rund zwei Millionen Euro. Sie befindet sich am linken Neckarufer in unmittelbarer Nähe des Werkgeländes und entlastet den Ort Baden Wimpfen um etwa 10.000 Lkw-Fahrten pro Jahr. An der neuen Anlegestelle werden Binnenschiffe künftig vor allem Flussspat anliefern. Dieses in der Natur vorkommende Mineral ist ein wichtiger Grundstoff für Solvay. Aus dem Flussspat wird Fluss-Säure hergestellt. Produkte auf der Basis Auf der Elbe bei Dresden ist am 22. Juni ein tschechisches Binnenschiff auf Grund gelaufen. Das Schiff berührte in der Nähe von Pirna den Flussgrund, wodurch ein Leck entstand und Wasser eindrang. Um ein Absinken zu verhindern, machte der Kapitän unter Aufsicht der Wasserschutzpolizei im Alberthafen fest. Taucher konnten daraufhin den aufgerissenen Schiffsrumpf abdichten. In den kommenden sechs Monaten lässt die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest ihr Hauptgebäude in Aurich sanieren. An der Fassade des 1961 bezogenen Gebäudes waren erhebliche Mängel festgestellt worden. Gutachter kamen zu dem Schluss dass ein grundlegender Neuaufbau der Fassade dringend erforderlich ist. Mit der Neugestaltung der Fassade sollen auch Maßnahmen zur Energieeinsparung getroffen werden. Für den Entwurf ist ein Architekturbüro aus Emden zuständig. Aktionsplan Donau in voller Umsetzung Solvay investiert am Neckar Auf Grund gelaufen WSD Nord saniert Hauptgebäude Bis 2015 streben die Österreicher eine Verdopplung der Güterschifffahrt auf der Donau an. Dazu wurde ein nationaler Aktionsplan für die Binnenschifffahrt erarbeitet. Der Plan ist in voller Umsetzung, berichtet nun Verkehrsstaatsekretär Helmuth Kukacka im Rahmen einer Enquete zur Binnenschifffahrt. Während auf dem Rhein jährlich über 200 Millionen Tonnen transportiert werden, bleibt die Kapazität der internationalen Donau recht unterbenutzt. Binnenschiffe befördern dort pro Jahr etwa 30 Millionen Tonnen. Das Güteraufkommen auf dem österreichischen Donauabschnitt liegt derzeit bei zwölf Millionen Tonnen pro Jahr. Die Regierung strebt eine Verdopplung des Transportaufkommens in den kommenden zehn Jahren an. Der Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel ist ein nationaler Aktionsplan mit einem Investitionsvolumen von 470 Millionen Euro bis 2015. Das Programm soll der Wirtschaft jährliche Transportkosteneinsparungen von 42 Millionen Euro bringen. Für die Finanzierung des Programms sind heute bereits 170 Millionen Euro sicher, der Rest muss noch aufgetrieben werden. Ein zentrales Vorliegen in diesem Plan ist der Donauausbau östlich von Wien, auf den 200 Millionen entfallen. Ende März wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung für dieses Projekt eingeleitet. Um den Schiffsverkehr auf der österreichischen Donau weiter zu entlasten, haben die Österreicher ein neues Konzept zur Schleusenrevision beschlossen. Künftig werden die Revisionsarbeiten an den neun Schleusenanlagen auf der österreichischen Donau nur mehr in der verkehrsarmen Zeit von November bis März durchgeführt. Ferner hat das Verkehrministerium einen Terminalprogramm verabschiedet, mit dem der Ausbau von Umschlaganlagen gefordert werden soll. Die Maßnahme liegt derzeit bei der EU-Kommission zur Annahme vor. Ein weiterer Baustein des nationalen Aktionsprogramms ist das River-Information- System DoRIS, das im Herbst an den Start geht. In den kommenden Monaten werden etwa 250 Schiffe für das System ausgerüstet. dieser Verbindung gehören zum Kerngeschäft von Solvay. Seit 1997 verfügt Solvay über eine eigene Flussspatmine im namibischen Okorusu. Von dort aus wird der Rohstoff in die Nordseehäfen verschifft. Dort wird er umgeladen auf Binnenschiffe, und dann über den Rhein und den Neckar zum Solvay-Anleger befördert. ‘Wenn wir den Flussspat und die anderen für unsere Produktionen notwendigen Stoffe insgesamt betrachten, dann hatten wir im vergangenen Jahr einen Wareneingang von fast 250.000 Tonnen zu verzeichnen,’ erläutert Werkleiter Dr. Thomas Müller. ‘Zwei Drittel davon gelangen per Schiff zu uns.’ Jährlich legen in Bad Wimpfen etwa hundert Schiffe an, um das Werk mit Flussspat zu versorgen. Die Schiffe werden seit den 80er Jahren an der Frießinger Mühle entladen. Bisher waren 10 000 Lkw-Fahrten pro Jahr erforderlich um das gemahlene Material vom Neckar quer durch Wimpfen zum Chemiewerk zu befördern. Mit dem Bau der neuen Anlegestelle werden somit der Ort und seine Einwohner erheblich entlastet. TOS sucht: Steuerleute und (Voll)Matrose Steuerleute mit Patenten (Voll)Matrose: • mit Dienstenbuch • (inter)nationalen Schifffahrt dé maritieme vacaturesite www.tos.nl "Interessiert? Bitte kontaktieren Sie uns per Telefon oder Internet. TOS ROTTERDAM • WESTERKADE 7a 3016 CL ROTTERDAM • TEL. (+31)10 - 436 62 93 TOS VLISSINGEN • BOULEVARD BANKERT 308 4382 AC VLISSINGEN • TEL. (+31)118 - 44 09 11 NEU! NEU! Schiffsausrüstung Wien SVZ Wien - Wittig GmbH Tel.: 0049 (0)2 03/93 27 30 Fax: 0049 (0)2 03/93 27 3-66 Tel.: 0043(0)1 72710-441 WITTIG GmbH Service hat eine Nummer: K I C K E R S 4 juli 2006 Möchten Sie ein Gesuch, ein Angebot oder eine Mitteilung veröffentlichen? Dann schalten Sie eine Kleinanzeige in der Binnenvaartkrant. "Kickers" ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, die Binnenschifffahrt zu erreichen. Wann erscheint Ihr "Kicker" in der Zeitung? Wenn wir in der geraden Woche vor Freitag 12.00 Uhr Ihr Kicker-Formular erhalten, so steht Ihre Kleinanzeige am darauf folgenden Dienstag (in der ungeraden Woche) in unserer Zeitung. Wie füllen Sie das Kicker-Formular aus? internet: http://www.wi-du.de E-Mail: info@wi-du.de B E N U T Z E N S I E F Ü R J E D E N B U C H S T A B E N U N D S A T Z Z E I C H E N E I N K Ä S T C H E N . Z W I S C H E N D E N W Ö R T E R N E I N K Ä S T C H E N F R E I L A S S E N . Berechnen Sie zusätzlich noch € 2,60 Verwaltungskosten obenauf Ihre Kicker-Anzeige Preis. Für drei aufeinanderfolgende “KICKERS” zahlen Sie den folgenden Betrag 1x € 9,00 3x € 21,00 € 14,00 € 31,00 € 19,00 € 42,00 € 23,00 € 52,00 € 28,00 € 62,00 € 33,00 € 72,00 JA! .. Füllen Sie den Abo-Coupon aus und senden Sie ihn ohne Briefmarke an: De Binnenvaartkrant Antwortnr. 70133 NL-3070 VB Rotterdam (Niederlande) Ein Abonnement auf “De Binnenvaartkrant” kostet € 62,- (incl. 6% M.W.st.) jährlich. Ihr Abonnement Soll 2 Monaten vorher schriftlich gekündigt werden. Ich möchte, dass die Binnenvaartkrant auch weiterhin für mich schreibt. .. Daher abonniere ich die Zeitung bis auf Widerruf für wenigstens ein Jahr: Versandadresse: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Mehrwertsteuernr: Email: Fakturadresse dasselbe wie Versandadresse Fakturadresse anders, nämlich: (Eventuell) Betriebsname: (z.H.v.) Name: Straße und Hausnummer: Postleitzahl und Ort: Land: Telefonnr: Email: Mehrwertsteuernr: Name Straße und Hausnummer Postleitzahl Unterschrift Mehrwertsteuer nr.: Ja, ich möchte, dass mein Kicker auch auf der Website erscheint. Für (jede) 3 Online-Anzeigen zahle ich € 5,25 extra.* Senden Sie bitte Ihr ausgefülltes Kicker-Formular mit einem Postscheck hierauf vermeldet: Commerzbank- Duisburg, BLZ 350 400 38, Konto 4569588 an die folgende Adresse: Riomar BV-De Binnenvaartkrant, Postbus 24202 NL-3007 DE Rotterdam (Niederlande) Wieviel Schaltungen? Telefonnummer Email Ort / Land € 38,00 € 83,00 Achtung! Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Konto in Deutschland, Commerzbank-Duisburg, bank-leitzahl 350.400.38, konto-nr. Riomar BV 4569588 oder schicken Sie uns einen Überweisungsauftrag. Wenn Sie sich einen "Kicker unter Chiffre" wünschen, beachten Sie bitte die zusätzlichen Verwaltungskosten: € 3,10 Faxen kann natürlich auch! Unsere Faxnummer lautet: 0031 - 10 414 02 12 * Das Angebot gilt nur ab 3 (Online)-Anzeigen

DE BINNENVAARTKRANT PAGINA 29 4 juli 2006 Bundespräsident zu Gast in Duisport Startschuss für Logport II Bundespräsident Horst Köhler hat das Logistikgelände Logport im Duisburger Hafen besucht. Bei einer Schiffsrundfahrt konnte sich der Bundespräsident von der explosiven Entwicklung der Logistikbranche in Duisburg überzeugen. Köhler war von der Agentur für Arbeit nach Duisburg eingeladen worden. Im Bereich der Personalsuche Planungsunterlagen Weseranpassung vorgelegt Abrissarbeiten Schiffshebwerk Niederfinow begonnen In Niederfinow wird in den kommenden Jahren ein neues Schiffshebwerk entstehen. Vor wenigen Wochen haben die dazu notwendigen Abrissarbeiten begonnen. Nicht mehr genutzte Betriebsgebäude und ein alter Bootsanleger, die sich auf dem späteren Baufeld befinden, müssen verschwinden. Ende August sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Das Wasserstraßen- und Neubauamt in Berlin hat die Planungen für den Neubau mittlerweile soweit vorangetrieben, dass noch in diesem Jahr die Ausschreibung der Bauleistungen möglich ist. Bei dem Schiffshebewerk Niederfinow handelt es sich um und -qualifizierung arbeitet die Arbeitsagentur eng mit der duisport-Gruppe zusammen. So wurde im Jahr 2005 erstmals der Duisburger Logistiktag organisiert, eine Informationsveranstaltung mit Messe- und Börsencharakter. Mit dem Logistik-Tag wollen der Hafen und die Arbeitsagentur die Logistik-Berufe stärker im Bewusstsein von Schülern und jungen Arbeitslosen verankern. Die Veranstaltung war mit 800 das älteste in Betrieb befindliche Schiffshebewerk in Deutschland. Es überwindet einen Höhenunterschied von 36 Metern. Der Neubau ist erforderlich, weil das derzeitige Hebewerk einen Engpass in der Havel-Oder-Wasserstraße (HOW) als Wasserstraßenverbindung zwischen Berlin und dem Seehafen Stettin darstellt. Die Trogabmessungen begrenzen die Länge der passierenden Schiffe auf 82 Meter, ihre Breite auf 9,50 Meter. Notwendige Instandsetzungsarbeiten die eine Restnutzungsdauer bis mindestens zum Jahr 2015 garantieren sollen, führen jährlich zu mehrwöchigen Stilllegungen des Hebewerkes. teilnehmenden Schülern ein voller Erfolg und wird daher im Oktober 2006 wiederholt. Im Duisburger Raum gibt es einen hohen Bedarf an gut ausgebildeten Logistikkräften, denn das logport-Gelände ist das am schnellsten wachsende Logistikzentrum Europas. Vor acht Jahren kaufte die Duisburger Hafengruppe das ehemalige Krupp-Gelände mit dem Ziel es mit finanzieller Unterstützung der EU und des Containertransport in zwei Lagen nun möglich Neue Brücke stärkt Berliner Westhafen In Berlin ist die neue Mörschbrücke über den Westhafenkanal feierlich für den Verkehr freigegeben worden. An der Brücke war zweieinhalb Jahre gebaut worden. Das zehn Millionen teuere Bauwerk trägt entscheidend zur Verbesserung der Wasserstraßeninfrastruktur bei. Denn nun steht genügend Durchfahrtshöhe zur Verfügung, um mit zwei Lagen Containern den Westhafen zu erreichen. Der Westhafen ist der größte Hafen Berlins. Seit der Freigabe der Charlottenburger Schleuse vor drei Jahren und der Inbetriebnahme des Wasserstraßenkreuzes in Magdeburg ist er erreichbar für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 2,5 Metern. Wirtschaftliche Containertransporte sind jedoch kaum möglich. Denn durch die 4,5 Meter Durchfahrtshöhe der 1953 gebauten Mörschbrücke konnte nur einlagig beladen werden. Mit der neuen Brüche hat die Durchfahrtshöhe nun bedeutend zugenommen, wodurch auch Containerschiffe in Zukunft den Westhafen ansteuern können. Somit kann Berlin mit der neuen Brücke seinen Westhafen weiter stärken als Logistikknoten. Allerdings gibt es in der Hauptstadt noch weitere Brücken, die angehoben werden müssen. So wird voraussichtlich gegen Ende des Jahres mit dem Bau an der Ludwig-Hoffmann-Brükke begonnen. Die Mörschbrücke gehört mit zu den wichtigsten Verkehrsadern Berlins. Sie wurde jeweils halbseitig bearbeitet, wobei der Verkehr auf die jeweils nicht im Bau befindliche Brückenhälfte umgeleitet wurde. Der Neubau gehört zum Projekt 17 Deutsche Einheit, das eine durchgängige Schifffahrtsverbindung vom Mittellandkanal nach Berlin schafft. Im Zuge dieses Projektes wird der Westhafenkanal weiter verbreitert. Das Projekt 17 DE kostet insgesamt über zwei Milliarden Euro. Ende 2004 war etwa die Hälfte dieses Budgets bereits realisiert. Mit dem Auslegen der Pläne hat die Beteiligung der Öffentlichkeit in den Planfeststellungsverfahren für die Fahrrinnenanpassungen der Unter- und Außenweser begonnen. In 35 Gemeinden entlang der Weser können Bürger sich bis zum 14. August zu den Vorhaben äußern. Die Erörterungstermine sind für den Herbst vorgesehen. An der Unterweser sollen zukünftig die Seehäfen, insbesondere in Brake mit 12,80 Meter und in Bremen mit 11,10 Meter Tiefgang, tideabhängig erreichbar sein. Hiervon werden insbesondere Massenguttransporte profitieren die unter Ausnutzung der Tidewelle diese Häfen anlaufen. Mit dem Ausbau der Außenweser wird eine Verbesserung der Erreichbarkeit von Bremerhaven für den Containerverkehr angestrebt. Dieses soll zukünftig für Schiffstiefgänge von 13,80 Meter bei mittlerem Tideniedrigwasser möglich sein. Für die Anpassung der Unterweser waren bereits 2000 Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen durchgeführt worden. Daraufhin wurde die Maßnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2003 aufgenommen. Für die Anpassung der Außenweser gibt es einen Beschluss des Bundeskabinetts vom September 2004. Daraufhin haben die Wasser- und Schifffahrtsämter (WSÄ) in Bremen und Bremerhaven die Planungsunterlagen für die Unter- und Außenweseranpassung erstellt. Dabei steigt der Güterverkehr auf der HOW seit Jahren an. Das neue Hebewerk wird etwa hundert Meter nördlich des jetzigen Hebewerkes entstehen. Der Trog wird 114 Meter lang und 12,5 Meter breit. Die Bauausgaben werden nach derzeitigem Planungsstand auf rund 186 Millionen Euro beziffert. In der Nähe des alten Hebwerkes soll auch ein Informationszentrums entstehen, wo Besucher sich über die Aufgaben und Tätigkeiten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie über die Möglichkeiten der Wasserstraßen und der Binnenschifffahrt informieren lassen können. Landes NRW zu einem führenden Logistikpark zu entwickeln. 1999 wurde mit dem Abbruch des kompletten Stahlwerks und der Erschließung des Geländes begonnen. Heute sind 75 Prozent der Fläche vermarktet, 50 Prozent in Betrieb. Nach Angaben des Duisburger Hafenchefs Erich Staake wird das Gelände bis 2008 komplett vermarktet sein. Es hängen mehr als 17.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Hafen Duisburg ab. Bis 2010 soll diese Zahl auf 20.000 gesteigert werden, so Staake. Logport II Inzwischen ist auf der gegenüberliegenden Rheinseite auch der Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD) hat Staatssekretärin Karin Roth am 18. Juli nach Lübeck eingeladen um sich vor Ort ein Bild vom Elbe-Lübeck- Kanal (ELK) zu machen. Hiller-Ohm setzt sich für den zügigen Ausbau des Kanals ein, der eine wichtige Hinterlandverbindung des Lübecker Hafens darstellt. Wie aus einem Schreiben von Karin Roth an FDP-Bundestagsabgeordneten hervorgeht, richtet sich die Modernisierung der Kanalschleusen nach der Restnutzungsdauer der bestehenden Schleusen. Damit könnte der Ersatz mancher Schleusen noch Jahre auf sich warten lassen. Ein Gesamtausbauplan ist bisher nicht zu erkennen, stellt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Anke Eymer (CDU) fest. Von Sarah De Preter Startschuss für Logport II gefallen. Das dreißig Hektar große Betriebsgelände der insolventen Duisburger Zinkhütte MHD- Sudamin soll in der kommenden Zeit für rund 51 Millionen Euro saniert und erschlossen werden. Das Wirtschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union stellen davon rund 35 Millionen Euro zur Verfügung. Wie schon Logport I wird auch Logport II künftig über Straße, Schiene und Wasser erreichbar sein. Ostseeregion drängt auf Ausbau Elbe-Lübeck-Kanal Die Wirtschaft der Ostseeregion floriert, sie stellt sich auf wachsende Transportströme ein. Im Lübecker Hafen wird der Umschlag im kommenden Dezennium um jährlich 2,6 Prozent auf 40 Millionen Tonnen anwachsen. Erwartet wird dass der Fähr- und RoRo-Anteil auf 95 Prozent der Umschlagmenge ansteigt. Um den wachsenden Güterströmen gerecht zu werden, drängt die Region auf einen zügigen Ausbau des ELK. Verkehrsprognosen gehen davon aus dass sich das Transportaufkommen auf dem Kanal bis 2015 verdoppeln wird. Der Ausbau des ELK ist Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans 2003. Brücken, Schleusen, Dämme, Ufer und Wehre sollen instandgesetzt und modernisiert werden. Die Inbetriebnahme der neuen Schleuse in Lauenburg ist ein erster Schritt in dieser Richtung. Doch nun sollen weitere Maßnahmen folgen, will die Binnenschifffahrt einen wichtigen Anteil am Hinterlandverkehr des Lübecker Hafens ergreifen. Zum geplanten Kanalausbau legten die FDP-Bundestagsabgeordneten Christel Happach-Kasa, Horst Friedrich und Hans-Michael Goldmann Staatssekretärin Roth 27 Fragen vor. Aus der Antwort wird nun deutlich dass der komplette Ausbau noch Jahre auf sich warten lassen wird. Auf Dauer will der Bund alle neun Kanalschleusen durch größere, 115 Meter lange und 12,50 Meter breite Schleusen ersetzen. Doch wie Karin Roth angibt, wolle man sich beim Neubau der Schleusen an der Restdauer der heutigen Schleusen orientieren. Diese beträgt, nach Instandsetzung der Schleusen, zwanzig Jahre. Die Voruntersuchungen für den Ersatz der Schleuse Witzeeze stehen laut Karin Roth kurz vor dem Abschluss. Die neue Schleuse soll parallel neben der alten Schleuse errichtet werden. Brückenerhöhung Um den zweilagigen Containerverkehr auf dem ELK zu ermöglichen, müssen sämtliche Brücken angehoben werden. In den nächsten fünf Jahren werden laut Karin Roth fünf Brücken modernisiert. Dabei handelt es sich um die Straßenbrücke Krummesse, Dalldorf, Berkenthin und Büssau sowie die Wirtschaftswegebrücken in Basedow und Buchhorst. Ausbaumaßnahmen am Kanalbett sind nicht vorgesehen, so Roth. Doch wie Gabriele Hiller-Ohm angibt, sollte weiterhin geprüft werden ob langfristig eine Vertiefung des Kanals nicht doch notwendig ist. Einen Gesamtplan zur Modernisierung oder zum Ausbau des Kanals gibt es vorerst nicht, stellt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Anke Eymer (CDU) fest. Bisher stünden nur für Einzelmaßnahmen Mittel bereit. ‘Um für einen Gesamtplan zum Ausbau des ELK zu kämpfen, müssten wir Lübecker in Berlin an einem Strang ziehen und wirksame Lobby-Arbeit leisten.’ Der Elbe-Lübeck-Kanal hat neben eine wirtschaftliche auch eine touristische Bedeutung. Auf der Wasserstraße werden jährlich 5.000 Sportboote und 70 bis 80 Fahrgastschiffe gezählt.

Binnenvaartkrant